Der GU Türk. SV Pforzheim feiert – wieder – den Turniersieg in Calmbach. Foto: Kraushaar

Bei den 49. Calmbacher Hallenfußballtagen setzte sich wieder der GU Türk. SV Pforzheim durch. Ein Qualifikant dreht vor großer Kulisse auf.

Der GU Türk. SV Pforzheim wird auch 2025 als Titelverteidiger zum 50. Jubiläum des Calmbacher Hallenturniers anreisen. Das Team aus der Goldstadt siegte im 49. Finale mit 4:2 gegen die A-Jugend des FC Nöttingen Im kleinen Finale schnappte sich der FV Öschelbronn das Preisgeld in Höhe von 500 Euro mit einem 3:1-Sieg gegen den 1. FC Birkenfeld.

 

Drei Tage Hallenspaß

Es war der verdiente Lohn am Ende von drei Tagen Hallenfußball pur, bei dem sich in den beiden Vorturnieren der FV Öschelbronn und der FC Fathispor Pforzheim als jeweilige Sieger für das Einladungsturnier qualifiziert hatten.

Die Öschelbronner hatten den Sturmlauf der SG Oberreichenbach/Würzbach im Endspiel mit 2:0 gestoppt. Beide Mannschaften hatten sich in den Halbfinalspielen am Donnerstagabend mit 2:1 gegen den SV Höfen (FV Öschelbronn) und den FV Wildbad (SG Oberreichenbach/Würzbach) durchgesetzt. Neben den beiden Enztal-Clubs blieben auch die Schömberger „Luchse“, die SG Nagold-Platte II, die zweite Mannschaft der Gastgeber und die Sportfreunde Dobel auf der Strecke.

SG Oberes Enztal und FV Wildbad scheitern knapp

Beim zweiten Quali-Turnier waren ausschließlich Mannschaften von der Kreisklasse A bis C Pforzheim am Start. Für das Endspiel hatte sich FC Fathispor Pforzheim mit 2:0 gegen den FV Wildbad und das Team SG Oberes Enztal im Neunmeterschießen mit 9:7 über den SV Huchenfeld II qualifiziert. Im umkämpften Finale behielt Fathispor knapp mit 2:1 die Oberhand.

SF Gechingen II: „Ziel erreicht“

Im Einladungsturnier am Start waren die Sportfreunde Gechingen II und der FC Gärtringen. Für die beiden Kreisclubs war nach überstandener Vor- und Zwischenrunde im Viertelfinale Schluss. Die SF Gechingen II scheiterten ganz unglücklich mit 2:4 an dem mit viel körperlicher Wucht agierenden FV Öschelbronn. Zuvor hatte das Team um Jens Kusterer den GU Türk. SV Pforzheim II mit einem ganz cleveren Auftritt durch je zwei Treffer von Marvin Schuh, Jens Kusterer und einem Böttinger Kopfball den Einzug ins Viertelfinale verwehrt. „Ziel erreicht, das war heute schon unser sechstes Turnier“, zeigte sich Kusterer über den Einzug ins Viertelfinale zufrieden. Für den FC Gärtringen kam es im Viertelfinale ganz dick. Gegen den 1. FC Birkenfeld war nach einem schnellen Rückstand fast jeder Schuss ein Treffer. Am Ende stand es 2:6 – und keiner wusste so richtig, warum.

Die Auszeichnung bester Spieler und bester Torschützen wurde einstimmig an Hüseyin Soylemez (7 Treffer) vom GU Türk SV Pforzheim vergeben

Badische Regeln

Grätschen, Einrollen und ohne Schienbeinschützer: Einige Regeln im badischen Fußballverband kam den Gästen aus dem wfv-Bereich „komisch“ vor.

Tolle Resonanz

Ein Blick auf die Tribüne könnte manchen Veranstalter von Hallenturnieren neidisch ins Enztal blicken lassen. An allen drei Turniertagen war die Enztalhalle sehr gut gefüllt. Selbst beim Schlussakkord gegen 22.40 Uhr waren noch um die 600 Gäste in der Halle.

Insgesamt hinterließen die Spiele einen sehr hektischen und mitunter auch überharten Eindruck. Die Unparteiischen ließen viel an der langen Leine laufen, erst in der Schlussphase des Turniers wandten sie die Zwei-Minuten- Regel an. Richtig getroffen hat die den FC Birkenfeld der im Spiel gegen den FV Öschebronn zwischendurch mit drei gegen fünf spielen musste.

Nöttingen glänzt doppelt

Eines der besten Spiele war das interne Duell Nöttingen II gegen Nöttingen A Jugend. Beide schenkten sich nichts, gingen hohes Tempo bei guter spielerischer Leistung. Schade, dass die Partie kurz vor Schluss noch durch drei Neunmeter innerhalb weniger Minuten mit 3:2 für den FC Nöttingen II entschieden wurde.