Schüler der Gemeinschaftsschule Mönchweiler konnten sich zu Ausbildungsberufen in Metall- und Elektroindustrie informieren.
32 Tonnen und zwei Stockwerke – der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie gibt ein beeindruckendes Bild ab.
Ganze 40 Ausbildungsberufe stellen Helmut Kettek und Georg Thieme im Truck vor.
Das Wichtigeste: Interaktion und Experimente – darüber sind sich Helmut Kettek und Marja Virovac, Berufsberaterin bei der Arbeitsagentur einig. „Wir müssen den jungen Leuten zeigen, was in den Berufen gemacht wird und sie experimentieren lassen, um sie für die Berufe zu begeistern“, erzählt Helmut Kettek.
Karl-Josef Birbaum stimmt zu: „Kugelschreiber verteilen und Gespräche führen, wie aus auf vielen Berufsmessen gemacht werde, reicht nicht aus, um junge Arbeitskräfte anzulocken.“ Seit er vor elf Jahren in Rente ging, setzt er sich ehrenamtlich bei der Gemeinschaftsschule (GMS) für das Thema Berufsbildung ein. Ihm sei vor allem wichtig, den Schülern eine breite Basis an Ausbildungsberufen vorzustellen, damit diese eine informierte Berufsentscheidung treffen können.
Und die Schüler probieren die verschiedenen Stationen im Infotruck begeistert aus. Die anfängliche Schüchternheit ist schnell abgelegt und an allen Stationen fängt das Experimentieren und Ausprobieren an.
„Bei der letzten Gruppe habe ich die Mädchen kaum von der CNC-Maschine wegbekommen, sie waren begeistert“, freut sich Helmut Kettek. Dies sei ihm auch ein wichtiges Anliegen. Er versuche mit dem Infotruck die Hemmschwelle für Mädchen zu senken, sich für technische Ausbildungen zu entscheiden. „Da hat sich aber in den letzten zehn Jahren schon viel getan.“ Er sehe immer mehr, dass junge Frauen sich nicht nur für handwerkliche Berufe entscheiden, sondern richtig Karriere machen. „Gerade bei kleinteiligen Arbeiten sind Mädchen oft im Vorteil. Sie arbeiten tendenziell präziser und filigraner.“
Ausprobieren und experimentieren können die Schüler im Infotruck an einer CNC-Fräsmaschine, einem Roboterarm, einem Pneumatik-Modell, einem Elektrotechnik-Arbeitsplatz und an Gewindestangen. An jeder Station erklärt ein Tablet die Aufgabe, beim Roboterarm und an den Gewindestangen kommen sogar Augmented-Reality-Anwendungen zum Einsatz. „Auch die Metall- und Elektroindustrie befindet sich im Umbruch. Wir werden immer digitaler“, erklärt Hemlut Kettek, der sichtlich Spaß daran hat, der nächsten Generation so viel mitzugeben wie möglich. Insgesamt über 100 Schüler der GMS sind für einen Besuch im Infotruck angemeldet.