Torjäger Janik Michel (links) jubelt mit seinen Mitspielern: Der FC Holzhausen hat den 36. Nagolder Sparkassencup souverän für sich entschieden. Foto: Andreas Reutter/Andreas Reutter

Cool wie eine Hundeschnauze spielte Oberligist FC Holzhausen im Finale des 36. Nagolder Sparkassen-Cups beim 3:0 gegen Landesligist SG Empfingen und holte sich den Siegerpott.

Als bester Kreisverein ging bei dem großen Hallenturnier A-Ligist SV Althengstett über die Ziellinie, auch wenn im kleinen Finale beim 3:4 gegen Bezirksligist TuS Ergenzingen die Batterie leer war. Und die Nagolder Gastgeber? Der VfL Nagold I unterlag im Viertelfinale gegen die SG Empfingen nach Zehnmeterschießen. Die U19 blieb in der Endrunde hängen, während für das U23-Team bereits nach den Gruppenspielen das Aus erfolgte.

 

SF Gechingen 2 qualifiziert – aber raus

Jeweils sieben Mannschaften spielten in drei Gruppen A, B und C um das Weiterkommen. Lediglich die beiden Letzten blieben auf der Strecke. In der Gruppe A wurde die SG Empfingen seiner Favoritenrolle gerecht, während sich die Sportfreunde 2 aus Gechingen sportlich qualifiziert hatten, am Finaltag allerdings verhindert waren, womit der Weg für den Sechsten, die SpVgg Freudenstadt, frei war.

In der Gruppe B enttäuschte der VfL Herrenberg als Letzter. Nagold 1 kam nur schwer in die Puschen, während der SV Althengstett als Tabellenzweiter auf sich aufmerksam machte.

VfL Nagold U23 fehlt ein Törchen

In der Gruppe C fehlte dem U23 Team aus Nagold am Ende ein einziger Treffer, womit die Steger-Truppe ebenso wie der SC Neubulach zum Zuschauen verdonnert war. Titelverteidiger TuS Ergenzingen U19 war als Fünfter der Nutznießer.

Und es wurde weiter gesiebt. Für Titelverteidiger TuS Ergenzingen U19 kam in der Gruppe 1 ebenso das Aus wie für den FV Calw. Dasselbe Schicksal ereilten in Gruppe 2 die SpVgg Freudenstadt sowie die SGM Göttelfingen/Baisingen, wie die U19 Teams aus Böblingen und Nagold sowie der SV Pfrondorf/Mindersbach in Gruppe 3 auf der Strecke blieben.

Schluss mit lustig

Im Viertelfinale war Schluss mit lustig, denn der Sieger war weiter, während der Verlierer zum Duschen durfte. Im ersten Viertelfinale machte der spätere Sieger FC Holzhausen beim 7:2-Erfolg gegen die SF Gechingen kurzen Prozess. Am Ende hatte der Oberligist mit 7:2 die besseren Karten für sich. Amel Idrizi sowie Heimkehrer Andreas Kiwranoglou trafen für den Landesligisten, bei dem Neu-Trainer Balazs Venter gar nicht unzufrieden war. „Eine tolle Leistung meiner Rumpftruppe ist, dass wir überhaupt so weit gekommen sind. Schade ist nur die Knieverletzung von Tim Schmid. Trotz allem ein Kompliment an die Truppe.“

Neu-Trainer Balasz Venter droht der Konkurrenz

Viel wichtiger dürfte der Klassenerhalt in der Landesliga sein. „Der ist noch weit weg. In den fünf Spielen im März gegen direkte Konkurrenten müssen wir punkten.“ Und am Ende klang es fast wie eine Drohung: „Wir werden in der Vorbereitung intensiv und fleißig trainieren.“

TSV Haiterbach geht die Kraft aus

Im zweiten Viertelfinale musste sich der TSV Haiterbach mit 1:3 der TuS Ergenzingen beugen. „Bis zu diesem Spiel hat unsere Leistung gestimmt. Am Ende haben wir verdient verloren, weil der Kopf leer und die Kraft weg war.“ Torschütze war Oldie Michael Kaupp.

Drama um den VfL Nagold

Das Wort Drama ist im Fußball eigentlich nicht angebracht, doch im dritten Viertelfinale zwischen der SG Empfingen und Gastgeber VfL Nagold (4:2 nach Zehnmeterschießen) kann man es getrost verwenden. Unentschieden 1:1 hieß es am Ende, und so musste ein Zehnmeterschießen die Entscheidung bringen. Und hier avancierte SG-Keeper Nico Rebmann zum Matchwinner, indem er gleich vier Strafstöße der Nagolder abwehrte.

Empfingen-Keeper Nico Rebmann der Held

Doch ohne die Leistung von Rebmann schmälern zu wollen: Die Nagolder Schützen hatten einen lausig schlechten Tag erwischt. „Ein Zehnmeterschießen ist immer Glückssache. Doch beim eigenen Turnier so auszuscheiden, ist einfach nur hart“, grantelte Trainer Armin Redzepagic. Zumal Philipp Schäuble in der letzten Minute ein dickes Pfund liegengelassen und Johannes Fleischle eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt bekommen hatte.

SV Althengstett macht kurzen Prozess

Im letzten Viertelfinale machte der SV Althengstett mit dem Türk SV Herrenberg beim 5:1 kurzen Prozess. Patriot und Mergim Behramaj, Edwin Saipi und zweimal Emre Reyhaniye erzielten die Treffer für den Underdog.

Wahnsinn pur zwischen Holzhausen und Ergenzingen

Scheibenschießen war im ersten Halbfinale zwischen dem FC Holzhausen und TuS Ergenzingen angesagt, und am Ende hatte der Favorit viel Mühe und den einen Treffer mehr erzielt als der Bezirksligist, der sich aber mit seiner frechen Spielweise bei der knappen 5:6-Niederlage in die Herzen der Zuschauer gespielt hatte. Und wenn es einen Treffer des Turniers geben würde, der wäre an Miriam Sacco (TuS) vergeben worden, der die Murmel mit der Hacke unter die Latte befördert und damit ein vorgezogenes Finale furioso eingeleitet hatte.

Stoppschild für den SV Althengstett

Im zweiten Halbfinale stellte die SG Empfingen das Stoppschild für den SV Althengstett in Form eines 4:0-Erfolgs auf. Zweimal setzte dabei SG-Keeper Rebmann, der nicht nur Bälle halten kann, das Spielgerät gekonnt in die Maschen.

Torfestival um Platz drei

Die Luft war raus, doch der TuS Ergenzingen sowie der SV Althengstett lieferten sich beim knappe 4:3 Erfolg für den TuS wenigstens noch einmal ein kleines Torfestival.

Janik Michel zum 30sten

Dagegen ließen die Akteure im abschließenden Finale zwischen dem FC Holzhausen und der SG Empfingen erst einmal das Visier zu. Janik Michels dreißigster Treffer war der Dosenöffner, ehe Luka Pantel sowie Lysander Skoda die letzten Zweifel am verdienten 3:0-Erfolg des Oberligisten beseitigten. Dazu kamen noch zwei Alutreffer des FC, und am Ende gab es keine zwei Meinungen: Der Sieg des FC Holzhausen war mehr als verdient.