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Wolfach "Grüne Theke" ist das Zugpferd

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Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Dold (von rechts) und Geschäftsführer Adrian Steiner gratulieren Helmut Bader zur Ehrung und Franz Schöner, Heinrich Hoch, und Thomas Dieterle zur Wiederwahl in ihre Ämter Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Die Raiffeisen Kinzigtal setzt weiterhin auf Regionalität. Bei der Hauptversammlung in der Wolfacher Festhalle am Mittwoch wurde das vergangene Geschäftsjahr als insgesamt zufriedenstellend bewertet.

Wolfach. "Regionalität ist der Schlüssel zum Erfolg", stellte Geschäftsführer Adrian Steiner fest. Die Steigerung des Gesamtumsatzes auf 12 642 Millionen Euro (Vorjahr 12 603 Millionen) sei hauptsächlich auf den Einzelhandel zurückzuführen.

Dabei ist laut Steiner vor allem der kontinuierliche Zuwachs auf 148 151 Euro – ein Plus von fast elf Prozent – bei dem Zugpferd der Raiffeisen, der "Grünen Theke" hervorzuheben. "Die Märkte Biberach, Hausach und Schiltach erzielten Umsatzsteigerungen von jeweils über 40 000 Euro, die hauptsächlich auf dieses Angebot zurückzuführen sind", betonte Steiner.

Preisgestaltung der Discounter wird kritisch gesehen

Dagegen habe Gengenbach einen Umsatzrückgang von 2,18 Prozent verzeichnet, der insbesondere die Warengruppen Getränke/Wein und Spirituosen betrifft. Hier sei mitunter auch die Neueröffnung eines Discounters in unmittelbarer Nähe der Raiffeisen Filiale mit verantwortlich.

Die Preisgestaltung der Discounter sah der Geschäftsführer insgesamt kritisch, denn die Preise seien nicht real und setzten die gesamte Wertschöpfungskette unter enormen Druck. "Die Nachhaltigkeit fehlt hier komplett", so Steiner.

Es sei jedoch festzuhalten, dass die Kundschaft und auch ein Großteil der Bevölkerung bewusster einkaufe und auf Regionalität achte. Während insgesamt Umsatzrückgänge im Großhandel und Pflanzenschutz sowie landwirtschaftliche Dünger zu verzeichnen sind, fahren die Direktvermarktungs-Produkte der "Grünen Theke" weiterhin auf Erfolgskurs. Mit einem Gesamtumsatz von 1.5 Millionen Euro hat sich die Sparte inzwischen zur zweitgrößten Umsatzgröße entwickelt. "In diesem Segment versuchen wir uns weiter zu profilieren", sah der Geschäftsführer noch beträchtliches Potenzial.

Investiert worden sei 2019 unter anderem in die Fertigstellung der Lagerhalle in Gengenbach mit 200 000 Euro und der Fotovoltaikanlage mit 48 000 Euro.

Vor den Regularien bescheinigte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Dold mit einem zusammengefassten Prüfbericht eine ordnungsgemäße Buchführung. Einstimmig wurde dem Vorschlag des Vorstands einer dreiprozentigen Dividende gefolgt. Damit werden Mitte November 12 900 Euro an die Mitglieder ausgezahlt, den Rücklagen werden 11 500 Euro zugewiesen.

Bei den Wahlen wurden Thomas Dieterle (Vorstandsvorsitzender), Helmut Bader, Franz Schöner und Heinrich Hoch (alle Aufsichtsrat) in ihren Ämtern bestätigt.

Umsatzeinbruch von 2 Millionen wegen der Pandemie erwartet

Hinsichtlich der Ertragslage des laufenden Jahres wird ein Umsatzeinbruch von 2 Millionen Euro im Großhandel aufgrund der Pandemie erwartet, wie die Ausführungen Steiners zeigten. In der Auflistung der Umsätze bis September wurden in den Monaten April bis Juli tiefrote Zahlen geschrieben. Positiv stimmt dagegen das Plus im Einzelhandel von nahezu 18 Prozent. Die endgültigen Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage können jedoch laut Steiner noch nicht abgeschätzt werden.

Mit der Verleihung der Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille wurde Helmut Bader eine außergewöhnliche Ehrung zuteil. Seit dreißig Jahren engagiert sich Bader, der seit über 40 Jahren Mitglied ist, im Aufsichtsrat der Raiffeisen Kinzigtal. Zusammen mit der Medaille erhielt der Geehrte eine Urkunde des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands und einen Geschenkkorb nebst Gutschein der Raiffeisen Kinzigtal.

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