Gleich mehrere positive Corona-Test hat es über das Wochenende im Johannes-Brenz-Heim gegeben. Die Vorsichtsmaßnahmen wurden darum erhöht. Archivfoto: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

Pandemie: Mehrere Bewohner über das Wochenende positiv getestet / Impftermin verschiebt sich

Einen Corona-Ausbruch hat es am Wochenende im Wolfacher Johannes-Brenz-Heim gegeben. Mehrere Bewohner und ein Mitarbeiter wurden seit Freitag in der Altenpflegeeinrichtung positiv getestet.

Wolfach. Was zunächst nur ein Gerücht war, bestätigte Geschäftsführer Markus Harter am Montag im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.

Wie viele Personen sind betroffen?

"Am Freitag wurden zunächst zwei Personen positiv getestet, am Sonntag nochmals sechs", so Harter. Dabei handele es sich um Bewohner des Brenzheims, am Montag wurde zusätzlich ein Mitarbeiter positiv getestet. Besonders ärgerlich: Am 1. März wäre das Brenzheim mit dem Impftermin an der Reihe gewesen. "Das wurde jetzt erst einmal auf Eis gelegt, bis man mehr weiß", erklärt Harter.

Welche Maßnahmen wurden jetzt getroffen?

Bis dahin wurden die üblichen Maßnahmen eingeleitet: Das Heim wurde für Besucher geschlossen und die Angehörigen wurden umgehend telefonisch über die Angelegenheit informiert. "Das waren selbstverständlich die ersten, die davon erfahren haben", so Harter.

Wie geht es den Betroffenen?

Allen gehe es den Umständen entsprechend. Man merke die Auswirkungen der Infektion, aber es scheine sich nicht um einen schweren Verlauf zu handeln. Die Betroffenen wurden von den anderen Bewohnern isoliert und werden engmaschig überwacht. Die Mitarbeiter, die die Betroffenen versorgen, seien mit Vollschutz ausgestattet und "sehen aus wie Astronauten", so Harter. Und weiter: "Wir hoffen, dass es sich so nicht weiter ausbreitet und es beim milden Verlauf bleibt."

Woher kommt der Ausbruch?

Das lasse sich leider nicht nachvollziehen und sei auch müßig zu diskutieren, so Harter. Neben den Bewohnern würden auch die Mitarbeiter regelmäßig getestet. Gleiches gelte für die Besucher. "Wer rein will, muss einen Schnelltest machen."

Wie lange gelten die Maßnahmen?

Auch das lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, betont Harter. "Das wäre ein Blick in die Glaskugel." Man müsse das Geschehen jetzt weiter beobachten. Seit dem Wochenende stehe das Heim mit dem Gesundheitsamt in engem Kontakt.

Und wie ist momentan die Stimmung?

Die Angehörigen hätten verständnisvoll reagiert, so Harter. Auch unter den Bewohnern sei die Stimmung den Umständen entsprechend. Sie hätten gefasst reagiert, Panik sei nicht ausgebrochen, so Harter. "Ich hätte es uns gerne erspart, aber wir dürfen jetzt nicht ins Jammern verfallen", sagt der Geschäftsführer entschlossen. Zugute komme jetzt, dass die Temperaturen wieder steigen und das richtige Lüften jetzt leichter falle. "Bei den eisigen Temperaturen hat die Motivation da schon gelitten", meint er. Und auch der Stimmung sei das gute Wetter zuträglich.

Bereits im April vergangenen Jahres sind mehrere Bewohner aufgrund von typischen Symptomen auf das Corona-Virus getestet worden. Der Verdacht hatte sich damals aber nicht bestätigt. "Bis jetzt haben wir Glück gehabt", so Geschäftsführer Markus Harter. Vor allem im Hinblick auf die anstehenden Impftermine sei der jetzige Ausbruch aber sehr ärgerlich für alle.

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