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Wolfach 90 Jahre Erfahrung verlassen den Tisch

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Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement wurden die scheidenden Räte (von links) Ursula Tibaldi, Jürgen Gaiser, Emil Schmid, Nicole Oberle, Ernst Lange, Georg Schmieder, Bruno Heil, Simone Heitzmann und Stefan Decker von Bürgermeister Thomas Geppert ausgezeichnet. Fotos: Beule Foto: Beule

Wolfach - Der neue Wolfacher Gemeinderat hat seine Arbeit aufgenommen: Am Dienstagabend ist das Gremium verpflichtet worden. Außerdem wurden langjährige Mitglieder geehrt und scheidende verabschiedet.

Bürgermeister Thomas Geppert bedankte sich zunächst bei allen, die sich für die verschiedenen Parteien haben aufstellen lassen, für ihre Bereitschaft, ein solches Ehrenamt zu übernehmen. Die Kandidatur sei ein fester Beleg für die starke Identifikation mit und ein großes Interesse an der Stadt. "Sie wurden gewählt, um die Geschicke unserer Stadt in den kommenden fünf Jahren mitzugestalten – eine reizvolle Aufgabe", richtete er das Wort an das neue Gremium. Er rief dazu auf, die zukünftigen Aufgaben mit Weitblick anzugehen.

"Es ist lohnenswert, sich für die positive Entwicklung der Stadt einzusetzen", sagte er, bevor er einen Blick auf die größten Themenfelder warf: Die nach drei Jahrzehnten nun zu Ende gehende Stadtsanierung, der Breitbandausbau, aber auch die Erhaltung der örtlichen Infrastruktur sowie die Schulentwicklung seien Themen, die das neue Gremium beschäftigen würden. Bei aller Aufgabendichte gelte es, die Interessen der Bürger zu hören und mit in die Entscheidungen einfließen zu lassen. Persönliche Absichten und Parteizwang sollten dagegen keine Rolle spielen, wünschte sich der Bürgermeister für die künftige Zusammenarbeit, getreu dem Motto "Hart in der Sache, aber menschlich im Umgang miteinander". Danach wurde das neue Gremium auf die beginnende Amtsperiode verpflichtet. Die Mitglieder besiegelten dies per Handschlag und mit Unterschrift. "Jetzt gibt es kein zurück mehr", witzelten einige von ihnen.

"Altgemeinderat" als würdevoller Ausdruck

Anschließend wurden die scheidenden Gemeinderatsmitglieder feierlich verabschiedet. Auf insgesamt 90 Jahre Gemeinderat und 18 Einzelwahlperioden bringen es die zehn zu Ehrenden, rechnete Geppert vor. "Wenn Sie demnächst als ›Altgemeinderäte‹ angesprochen werden, ist das keinesfalls despektierlich gemeint – betrachten Sie es als würdevollen Ausdruck", sagte er.

Er blickte zurück auf die bestimmenden Themen der vergangenen Amtsperiode. Nach der Wahl 2014 stand zunächst die Einweihung des Krippenanbaus am Kindergarten St. Laurentius an. Überdies erfolgte der stufenweise DSL-Ausbau. 2015 wurde die ambulante Tagespflege im Spitalgebäude in Kooperation mit dem Brenzheim eingerichtet. Im selben Zeitraum war Baubeginn am Alten Bahnhof und die Sanierungsmaßnahme Schlossanlagen wurde zum Abschluss gebracht. Zudem fiel in dieses Jahr der Neustart der Schulsozialarbeit. 2016 erfolgte die Wiederherrichtung des Bollenhut-Talwegles in Kirnbach und der Start der Hochwasserschutzplanungen. "Ein Thema, das uns noch weiter beschäftigen wird", so Geppert.

Beherrschendes Thema 2017 war die Anschlussunterbringung von geflüchteten Menschen. 2018 wurde das mehr als fünf Jahre währende Verfahren zur Ausweisung von Windkraftanlagen beendet. "Das war nicht immer Vergnügungssteuerpflichtig", kommentierte der Bürgermeister und lobte zugleich die Zusammenarbeit der Räte. Zudem startete die Schlosshallensanierung und die Dachsanierung am Spitalgebäude. Schließlich wurde die Ideenplattform "Forum Zukunft Wolfach" gegründet. Im laufenden Jahr wurde viel über die Schülerbeförderung im Außenbereich diskutiert – und bereits ein laut Geppert "sehr respektables" Zwischenergebnis erreicht.

Geppert richtete an jedes der scheidenden Mitglieder ein persönliches Wort, dem sich später auch die Fraktionssprecher anschlossen. Zudem wurden die Vertreter der Stadt Wolfach für die verschiedenen Ausschüsse und Verbände sowie deren Vertreter bestimmt.

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