In gut einer Woche startet der „Offenburger Weihnachtscircus“: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Wochenende beginnen die Proben mit Artisten aus der ganzen Welt – kein einfaches Unterfangen, verrät Zirkussprecher Thorsten Brandstätter.
Hochseil-Akrobatik, Rollschuh-Show, Jonglage und Clowns – „Sahnestückchen der internationalen Zirkusszene“ versprechen die Organisatoren des Weihnachtszirkus in diesem Jahr.
„Wir können Zirkus nicht neu erfinden“, erklärt Thorsten Brandstätter, Sprecher des verantwortlichen Zirkus Charles Knie, im Gespräch mit unserer Redaktion. Dennoch müsse die Show dem Publikum immer wieder Neues oder zumindest Abwechslung bieten – laut Brandstätter eine richtige Herausforderung.
„In Europa haben wir so viele Weihnachtszirkusse, dass es manchmal gar nicht einfach ist, bestimmte Artisten zu bekommen“, erläutert er. Viele Künstler seien auf Jahre hinaus ausgebucht, wieder andere wollten sich zunächst nicht festlegen. „Letztendlich wollen auch die Artisten handeln“, betont er. Denn sie werden unter anderem nach Spieltagen bezahlt – also schauen sie, welcher Weihnachtszirkus am meisten Spieltage bietet.
Clown-Duo reist dieses Jahr aus Los Angeles an
Trotzdem gibt sich Brandstätter mit der diesjährigen Zirkustruppe sehr zufrieden. Die ist wieder sehr international aufgestellt: So reisen etwa die Clowns aus Los Angeles an, ein auf Stühlen balancierender Artist wird aus der Mongolei eingeflogen, auf dem Hochseil tummeln sich Wagemutige aus Südamerika und eine tschechische Großfamilie wird ihre Jonglage-Nummer zeigen.
Das alles zu organisieren, „ist das Kunststück, das wir jedes Jahr vollbringen müssen“, erläutert Brandstätter nicht ohne Stolz. Vor dem Zirkus liegen nun bis zur Premiere einige geschäftige Tage. Alle 28 Artisten treffen nach und nach in Offenburg ein, am Wochenende beginnen die ersten Proben. Viele kommen in Hotels unter, andere klassisch im eigenen Wohnwagen.
Regie übernimmt erneut ein Paar aus den USA
„Wenn der ganze Trupp da ist, muss er zu einer Vorstellung geformt werden“, erläutert Brandstätter. Dafür, dass alle Einzelnummern zu einem „schönen, flotten Programm“ werden, zeichnet ein Paar aus den USA verantwortlich. Die beiden Zirkusbetreiber, deren eigenes Unternehmen im Winter pausiert, hatten sich bereits im vergangenen Jahr als Regisseure in Offenburg bewiesen. „Sie erarbeiten, welche Darbietung an welcher Stelle laufen wird“, erläutert der Zirkussprecher.
Aber wie verständigt man sich beim Aufeinandertreffen so vieler Nationalitäten überhaupt? „Viele können Englisch – irgendwie ist es beim Zirkus auch so, dass viele Italienisch sprechen“, weiß Brandstätter. Wenn es ganz kompliziert wird, müsse auch einmal der eine Artist für den anderen übersetzen. „In aller Regel kann man sich in einer Sprache verständigen“, erklärt der Zirkussprecher – im schlimmsten Fall eben mit Händen und Füßen.
Steht die erste Version der Show, werde das Programm vor der Premiere mit Sicherheit noch einige Male geändert, ist sich Brandstätter sicher. In der Praxis zeige sich beispielsweise, ob die Umbaupausen zwischen zwei Programmpunkten zu kurz bemessen sind oder dass Artisten, die an mehreren Showteilen mitwirken, längere Erholungspausen zwischen den Nummern brauchen.
Auch nach Premiere wird noch am Programm gefeilt
Auch das Zirkusorchester aus Polen – es probt zunächst getrennt von den Artisten – muss eingebunden werden. Die Musiker hatten bereits im vergangenen Jahr beim Weihnachtszirkus mitgewirkt.
„Alle Vorbereitungen gipfeln in der Generalprobe am Tag vor der Premiere“, berichtet Brandstätter. Dann gebe es eine Vorstellung vor quasi leeren Rängen. Am Mittwoch, 20. Dezember, findet dann die Premiere statt, am Morgen danach gibt’s Manöverkritik. „Es gibt immer irgendwelche Änderungen“, weiß Brandstätter, „von da an läuft Programm unverändert so durch.“ Bis zu diesem Punkt gehe es aber noch hektisch zu beim „Offenburger Weihnachtscircus“. „Es gibt noch 1000 Kleinigkeiten zu regeln“, so der Zirkussprecher.
Tickets zu gewinnen
Der „Offenburger Weihnachtscircus“ startet am Mittwoch, 20. Dezember. Das Programm wird bis Sonntag, 7. Januar, mit Ausnahme des Neujahrstags zwei Mal täglich zu sehen sein. Tickets gibt’s auch in der Geschäftsstelle der Lahrer Zeitung. Außerdem verlost unsere Redaktion 3 x 2 Karten für die Abendvorstellung am Donnerstag, 21. Dezember, ab 20 Uhr. Um teilzunehmen, senden Sie eine Mail mit dem Betreff »Weihnachtscircus« an gewinnen@lahrer-zeitung.de. Einsendeschluss ist Sonntag, 17. Dezember.