"Das meist strapazierte Organ im menschlichen Körper ist das Künstlerherz", sagt Uwe Merz. Künstler seien zu Marionetten der Unterhaltungs-Industrie geworden und würden an allen Ecken ausgeweidet. Die Kunst habe den Zenit der Inflation längst überschritten und versuche, im freien Fall jeden Strohhalm zu greifen, der sich bietet. Ratio und Kalkül würden sich ungeniert mit Dingen beschäftigen, von denen sie keine Ahnung hätten und es werde kräftig an den Stellschrauben der Vermarktung gedreht, bis der Wert eines Objekts oder eines Künstlers konstruiert sei. "Kunst ist für mich, den Mut aufzubringen, unserem ›inneren Kind‹ Pinsel und Farbe in die Hand zu drücken, frei von Zweifeln und Selbstkritik", erklärt Uwe Merz abschließend und lädt am Samstag, 8. August, zum Workshop "Intuitive Malerei" ein.