Der SC Lahr teilte sich die Punkte mit dem FC Rielasingen-Arlen. Hier ist Kapitän Konstantin Fries (im weißen Trikot) im Zweikampf mit Spielern der Gästemannschaft zu sehen. Foto: Künstle

Der SCL hatte zunächst zu kämpfen. Nach einer schwachen Hälfte zogen die Gastgeber an. Trainer Schröder lobt seine Mannschaft und hadert mit einer Entscheidung kurz vor Abpfiff.

Verbandsliga: SC Lahr – FC Rielasingen-Arlen 2:2 (0:2). Auf den SC Lahr wartete am vergangenen Spieltag erneut eine Mannschaft, die zu den Top-Teams der aktuellen Saison zählt. Nach dem Auswärtserfolg beim FC Teningen, empfing die Elf von Trainer Sascha Schröder den FC Rielasingen-Arlen. Die Elf aus der Nähe von Konstanz verfügt über einen starken Kader mit einigen ehemaligen Oberligaspielern.

 

Schon kurz nach Anpfiff nahm die Partie – aus Lahrer Sicht – einen unglücklichen Lauf. Bereits in Spielminute sechs ging Rielasingen-Arlen in Führung. Pascal Rasmus zog aus 18 Metern ab und sorgte für den frühen Lahrer Rückstand. Die erste Halbzeit gehörte zu Recht der Elf von Trainer Andreas Keller. „Es waren in der ersten Hälfte zu wenig Emotionen im Spiel“, bewertet SC-Trainer Schröder das Spiel seiner Mannschaft.

Rielasingen-Arlen nutzte die Schwächephase der Lahrer und erhöhte in der 21. Minute auf 2:0 durch Obed Chidindu Ugondu. Die Nummer 15 der Gäste ist der Top-Torschütze des Teams – mit 19 Saisontreffern. Bereits im Vorfeld war der Torjäger im Blick der Verantwortlichen des SC Lahr. „Er ist ihr Prunkstück“, bescheinigte der Sportliche Leiter Petro Müller im Vorfeld der Begegnung.

In Halbzeit zwei tritt der SC Lahr mutiger auf

Mit dem Pausenpfiff setzte dann der Wandel bei den SC-Spielern ein. „Wir hatten ein gutes Gefühl“, berichtet Schröder im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch, wenn es angesichts des Zwei-Tore-Rückstands vielleicht überrasche, habe das Team gespürt, dass etwas möglich ist. Die Ansprache zur Pause zeigte tatsächlich Wirkung. Der SC startete deutlich stärker in Hälfte zwei. „Der Gegner kam ins Nachdenken“, schildert Schröder. So rückte der Anschlusstreffer näher und in Spielminute 56 verwandelte Daniel Monga per Kopfball nach einer Ecke von Konstantin Fries.

Anders als zu Beginn, sei die Mannschaft auf dem Platz „laut und positiv“ aufgetreten, merkt Schröder anerkennend an. Das die Lahrer sich mit Rückständen nicht allzu schwer tun, bewies die Truppe erst kürzlich bei dem späten 2:4-Auswärtserfolg in Teningen, wo die Siegtreffer erst in der Nachspielzeit fielen. Für den SCL war daher im Vergleich noch viel Zeit übrig, um auszugleichen.

Kapitän Fries ist an beiden Toren beteiligt

Das Momentum wussten die Gastgeber zu nutzen und Adriano Spoth schoss die Hausherren zum umjubelten Ausgleich. Auffallend auf dem Feld: Konstantin Fries. Wie auch bei Treffer Nummer eins, legte der Kapitän vor – diesmal per Kopf. Lahr wollte sich offensichtlich noch nicht mit der Punkteteilung zufrieden geben. „Wir haben nach dem 2:2 genau so weitergespielt“, schildert Schröder.

Der Glaube, das Spiel gewinnen zu können war nicht unberechtigt. So scheiterte Kapitän Fries denkbar knapp am Aluminium. Aufreger zum Ende der Partie: Eine knifflige Situation im Strafraum der Lahrer. Er habe ein klares Halten gesehen, bewertet Trainer Schröder den Zweikampf. Der Schiedsrichter hatte einen anderen Blick auf die Situation und entschied nicht auf Elfmeter. An der Dammenmühle lief es daher auf eine Punkteteilung hinaus.

Schröder zieht insgesamt ein positives Fazit, auch wenn mehr drin gewesen wäre, wie er betont. „Wir haben wieder eine sehr gute Leistung gegen eine Top-Mannschaft gezeigt“, so der SC-Coach. Der SC bleibt mit 35 Punkten auf dem fünften Rang. Rielasingen-Arlen verdrängt Teningen auf Platz vier SC Lahr: Sokolov, Zehnle, Monga, Fries, Spoth, Häußermann, Allgaier, Kerellaj, Kalt, Bross, Kaufmann Tore: 0:1 Rasmus (6.), 0:2 Ugondu (21.), 1:2 Monga (56.), 2:2 Spoth (66.)