Das neue Projekt „Klimaschutz macht Schule“ hat zum Ziel, Maßnahmen für den Klimaschutz an den städtischen Schulen in Lahr zu entwickeln und umzusetzen. Die Einrichtungen bekommen bei einer Beteiligung am Ende des Jahre Prämien ausbezahlt.
Das bundesweit aktiv geförderte „Fifty-Fifty-Projekt“ lief in Lahr in den Jahren 2012 bis 2015. Nun wird der Nachfolger unter dem neuen Namen „Klimaschutz macht Schule“ in einer angepassten Version realisiert. Finanziert wird das neue Projekt von der Stadt Lahr – mit 13 000 Euro.
Start war nach den Ferien, wobei das Projekt auf fünf Jahre ausgelegt ist. Bei der Auftaktveranstaltung haben Oberbürgermeister Markus Ibert sowie Vertreterinnen und Vertreter der Schulen die Teilnahmevereinbarungen unterzeichnet. „Klimaschutz ist Menschenschutz“, erläutert Ibert bei der Vorstellung im Gemeinderatssaal. Auch vor Ort gebe es eine Verantwortung. Deshalb solle an den Lahrer Schulen beispielsweise „das Licht im richtigen Zeitpunkt abgeschaltet werden“.
Das Projekt startet an den acht teilnehmenden städtischen Schulen mit Unterstützung der Schulhausmeister sowie der Stadtverwaltung und der Ortenauer Energieagentur. Das Projekt sei eine Anpassung an die Energiekrise und die erfolgte Renovierung von Schulgebäuden, so Ibert. Die Stadt finanziere das Projekt, ohne weitere Zuschüsse zu bekommen.
Schüler werden gezielt unterrichtet
Durch dieses setzen „die teilnehmenden Schulen verschiedene Aktivitäten um und tragen über die Sensibilisierung über die Themen Energie, Klimaschutz und Ressourcenschutz zu mehr Wissen und letztendlich zu einer klimafreundlichen Verhaltensänderung bei“, so der OB. „Gemeinsam sind wir erfolgreich, jeder Einzelne darf seinen Beitrag dazu leisten“, sagt Ibert und fordert: „Nehmen wir unsere Zukunft in unseren eigenen Hände“. Ziel ist es, den Energie- und Warmwasserverbrauch zu reduzieren und somit durch die Einsparungen auch finanziell zu profitieren.
Die Ortenauer Energieagentur unterstützt
Maria von Mach, Mitarbeiterin der Stadt Lahr und Organisatorin des Projekts, stellte die Idee vor. Als ersten Schritt gelte es für die Schulen, Schulhausmeister und Interessierte als Ansprechpersonen zu ermitteln, die gemeinsam mit der Ortenauer Energieagentur Ende Januar bis Anfang Februar eine Bestandsaufnahme der Schule vornehmen. Lioba Markl-Hummel, Manuel Birk und Anastasia Sander von der Ortenauer Energieagentur bieten eine neutrale, unabhängige Energieberatung an, erklärt von Mach. In der Beratung sollen Klimaschutzmaßnahmen geplant werden. Außerdem bietet die Energieagentur an, den Schülern in je zwei Doppelstunden das Thema Energieeffizienz näherzubringen. Weiterhin bieten sie Unterstützung bei Projekttagen und Lernmaterialien an. Danach soll jede Schule ein hauptverantwortliches Energieteam bilden, das die Umsetzung koordiniert.
In einem Maßnahmenkatalog können die Schulen dafür zwischen fünf verschiedenen Maßnahmen auswählen. Diese sind beispielsweise die Schulung von Lehrkräften und pädagogischem Personal, Aktionen und Projekte zum Thema Klimaschutz, die Einbeziehung der Elternschaft und der Austausch mit anderen Schulen.
Einrichtungen melden der Verwaltung die Erfolge
Jeweils nach einem Jahr sollen die Schulen der Stadt Erfolge vorstellen. Da es schwierig sei, die Maßnahmen zu messen, sollen die Schulen der Stadt andere Nachweise, wie Flyer und Fotos von weiteren Aushängen zukommen lassen. Das bisherige Modell des „Fifty-Fifty-Projekts“ sieht vor, dass für die Energiesparmaßnahmen Prämien erstattet werden. Auch dies ist im neuen Projekt der Fall: So schüttet die Stadt nach der Evaluation Prämien an die Schulen aus.
Von Mach zeigte in einem Rückblick auf das vergangene Projekt auf, dass zum Beispiel am Max-Planck-Gymnasium schon vieles optimiert wurde. Der Einsparbetrag werde in den kommenden Jahren aber nicht mehr so hoch sein, da es schwierig sei, die Verbesserungen zu toppen. Daher sollen feststehende Beträge von bis zu 2400 Euro pro Schule für die umgesetzte Maßnahmen ausgezahlt werden. Das Projekt endet voraussichtlich im Jahr 2028, könne aber bei Bedarf auch fortgesetzt werden, so von Mach.
Diese Schulen sind dabei
Es nehmen acht von 16 städtischen Schulen teil: die Grundschulen in Kuhbach, Reichenbach und Mietersheim, die Johann-Peter-Hebel-Schule, die Luisenschule, die Geroldseckerschule, das Scheffel-Gymnasium und das Max-Planck-Gymnasium. Von Mach hofft darauf, dass sich noch weitere Schulen anschließen werden. Die Prämien sind je nach der Anzahl der Schüler von 600 bis 2400 Euro jährlich gestaffelt.