Ortsvorsteher Andreas Kremer (von links) dankte Wolfgang Spengler und Achim Schwab. Foto: Decoux

Altdorfs Ortsvorsteher Andreas Kremer rief die Bürger beim Neujahrsempfang dazu auf, sich ihre persönlichen Netzwerke im Dorf zu schaffen. Dabei komme den Vereinen eine wichtige Rolle zu. So wurden auch Sportler für besondere Leistungen geehrt.

Neben Rück- und Ausblicken, Ehrungen und Statistikzahlen ging es Ortsvorsteher Andreas Kremer vor allem darum, dass die Bürger Altdorfs sich persönliche Netzwerke im Dorf aufbauen und pflegen. Dementsprechend waren auch viele Neubürger eingeladen, am Neujahrsempfang teilzunehmen. Altdorf hat aktuell 2969 Einwohner, die älteste Einwohnerin ist 105 Jahre alt. Die Münchgrundhalle war am Sonntag gut gefüllt. Umrahmt wurde die Veranstaltung von einer Bläsergruppe des Musikvereins Altdorf.

 

Kremer war es wichtig, seinen Dank an die Ehrenamtlichen im Dorf auszusprechen. „Ich sichere Ihnen auch weiterhin die bestmögliche Unterstützung unserer Kommunalpolitik zu,“ rief er den Vereinsleuten und sonstigen Ehrenamtsträgern im Dorf zu. „Die Vereine sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, so die Feststellung Kremers.

Eines der beherrschende Themen des vergangenen Jahres im Ort war die Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Pfarrhaus. Auch dabei war Ehrenamtsarbeit gefordert, um den Flüchtlingen eine akzeptable Wohnmöglichkeit zu schaffen.

Umsiedlung der Altdorfer Feuerwehr bestätigte sich als richtiger Weg

Der Höhepunkt im Dorf war die Heimatprimiz von Josua Schwab im Sommer. „Man hat den ganzen Tag über im Umfeld der Feierlichkeiten eine Wohlfühlatmosphäre verspürt“, erinnerte sich Kremer und führte dies insbesondere auf die eindrucksvolle und Vorbild gebende Persönlichkeit des jungen Neupriesters zurück.

„Die Umsiedlung unserer Wehr in das Rettungszentrum nach Ettenheim und die damit verbundene Aufgabe unseres Feuerwehrhauses hat mich zunächst skeptisch gemacht“, erinnerte sich der Ortsvorsteher. In der Nachbetrachtung bestätigte jedoch Kremer ausdrücklich, dass der eingeschlagene Weg strukturell und fachlich völlig richtig war.

Schlechte Nachrichten für Bauwillige

Gegen eine rasche Aufsiedlung des Gewerbegebietes „Süße Matten“ spreche die momentane gesamtwirtschaftliche Situation. Die Hälfte der Plätze ist zwar verkauft – aber die Bauausführung steckt bei vielen noch in der Planungs- und Finanzierungsphase. „Allerdings ist bezüglich der Aufsiedlung seitens der Kommunalpolitik auch keine Eile geboten“, so der Ortsvorsteher.

In diesem Jahr steht der kleinparzellierte Klimaschutz in Altdorf im Vordergrund. Durch die Anpflanzung der bereits beschafften Bäume soll Schattenplatz geschaffen werden. Ferner sollen durch den Rückbau versiegelter Flächen Grünbereiche hergestellt werden.

Den Bauwilligen im Ort machte der Ortsvorsteher keine große Hoffnung. Die Erschließung von Neubaugebieten ist nach seinen Worten in Altdorf nicht absehbar. Die Nachverdichtung in den bestehenden Gebieten steht deshalb im Vordergrund. Darüber gilt es sich in Zukunft Gedanken zu machen.

Vereine haben 82 Termine geplant

Wiederholt munterte Kremer dazu auf, in Vereinen oder den Nachbarschaften persönliche Netzwerke zu schaffen. Begegnungschancen sollen auch Spazierwege im Osten von Altdorf entlang des Roßbaches oder im angrenzenden Vorberg bieten.

Michael Andlauer, Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft, machte Werbung für die Aktivitäten der örtlichen Vereine: „Wir haben in diesem Jahr 82 Termine im Veranstaltungskalender. Besuchen sie unsere Vereine – es lohnt sich“, so Andlauer.

Beim Neujahrsempfang in Altdorf wurden Foto: Decoux

Bei den Ehrungen des Ortsvorstehers wurde Personen mit besonderen Leistungen geehrt (siehe Info). Herausgestellt wurde nochmals die herausragende Leistung des frisch gebackenen Trägers des Landesehrenkreuzes Wolfgang Spengler für den Musikverein Altdorf und die örtliche Vereinsgemeinschaft .

Gedankt wurde Achim Schwab, der die Broschüre „Jüdisches Leben in Altdorf“ erstellte und derzeit an einer modernen Aufbereitung der Altdorfer Geschichte arbeitet.

Geehrte Sportler

Einzelsportler, die überregional erfolgreich waren:
 Caroline Hebding Teixeira, Silvio Gerth, Peter Gerth, (alle Leichtathletik), Philipp Barz (Schießen) und Jochen Lehmann (Ironman).

Mannschaftssportler, die einen Meistertitel holten:
TGA Herren, Damen II und Damen I (Handball) und FSV Altdorf, Herren II (Fußball)