Ein symbolisches Sparschwein überreichten (von rechts) Klaus Bühler und UlrikeHarter an die Einsatzleiterin Christiane Steiner, den Vorsitzenden Dietmar Benz und an Rechnerin Claudia Großmann. Foto: Decoux

Die Ehrenamtlichen in Kippenheim und Mahlberg investierten im vergangenen Jahr Tausende Arbeitsstunden. Jetzt gab es eine Finanzspritze von der Sparkassenstiftung.

„Wir sind sehr froh und dankbar für die großzügige Spende“, versicherte Christiane Steiner als Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe Kippenheim-Mahlberg. Klaus Bühler als Sparkassen-Bereichsdirektor Markt Süd hatte zwar keinen „Riesenscheck“ für das Foto mitgebracht, dafür aber ein symbolisches Sparschwein. Steiner freute sich sehr, weil man nun mit der großzügigen Spende dieses Jahr finanziell gut aufgestellt sei.

 

Ansonsten führe man derzeit Diskussionen, wie es mit der Nachbarschaftshilfe künftig weitergehen soll, um deren soziale Dienstleitungen finanziell aber auch personell noch zu stemmen.

Aktuell werden 42 Personen von 32 Helfern betreut. Die sozial Engagierten erhalten nur kleine Ehrenamtspauschalen.

4000 Einsatzstunden der Ehrenamtlichen jährlich

Die eigentliche Arbeit ist beeindruckend. „Unsere Arbeit läuft gut, derzeit mit 4000 Einsatzstunden jährlich“, verdeutlichte Rechnerin Claudia Großmann. „Aber die künftige Finanzierung ist trotz unserer Mitglieder unser größtes Sorgenkind.“

Das betonte auch Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz, derzeit turnusmäßig im Wechsel mit seinem Kippenheimer Amtskollegen Matthias Gutbrod Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe. Nach 13 Jahren ohne frühere Zahlungen seitens der Gemeinden und Kirchen brauche es jetzt seit dem Jahr 2022 wieder Zuschüsse von diesen.

Klaus Bühler freute sich, dass die Sparkassenstiftung im richtigen Moment helfen konnte. Die verteile jährlich allein im alten Landkreis Lahr rund 400 000 Euro als gezielte Spenden – zumeist zugunsten von Vereinen, Schulen und Einrichtungen, die sonst manche wichtigen Ausgaben nicht mehr tätigen könnten.

Begleitung bei Einkäufen sind Teil der Hilfe

1991 war die Nachbarschaftshilfe-Kippenheim gegründet worden, anfangs noch ohne Mahlberger Beteiligung. Seitdem leistet sie wertvolle ehrenamtliche Arbeit und trägt auch zur Selbstständigkeit von Hilfesuchenden bei. Die Einsatzstunden haben sich längst vervielfacht und die Angebote ausgeweitet. Dazu gehören unterstützende hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Begleitung bei Einkäufen, Entlastung pflegender Angehöriger, Betreuung von Menschen mit Behinderungen, Kleinkindern und Pflegeheimbewohnern.

Die Angebote bekämpfen auch die Einsamkeit

Das Engagement der Ehrenamtlichen könne auch gegen Vereinsamung helfen, etwa durch Gesprächsbesuche und Spaziergänge.

Bei der letzten Hauptversammlung der Nachbarschaftshilfe Kippenheim und Mahlberg wurde auch die Mitgliederentwicklung thematisiert. Bei den Mitgliederzahlen hat sich die Pandemie schmerzlich bemerkbar gemacht. Zählte die Nachbarschaftshilfe 2022 noch 225 Mitglieder, so verringerte sich die Mitgliederzahl auf 198 gegen Ende 2023.

Insbesondere Sterbefälle waren dafür verantwortlich. Besonders schmerzlich hob Bürgermeister Dietmar Benz auf der Mitgliederversammlung das Ableben des Gründungsmitglieds Theresia Woitalla hervor, die sich immer engagiert eingebracht hat und im Oktober 2023 verstarb.

Interessierte sind eingeladen

Wer sich ein ehrenamtliches Engagement vorstellen kann, ist bei der Nachbarschaftshilfe willkommen. „Das A und O bei unserer Tätigkeit sind Helfer mit Herz und die haben wir bei der Nachbarschaftshilfe! Aber wir benötigen noch viel mehr solche beherzten Helfer“, brachte es Einsatzleiterin Christiane Steiner auf den Punkt.

Helfer und Hilfesuchende

Weitere Informationen für Menschen, die Hilfe benötigen, gibt es bei der Seniorenwohnanlage Kippenheim in der Spitalstraße 3 oder unter Telefon 07822/52 00. Wer es sich vorstellen kann zu helfen, erhält dort ebenfalls Informationen zum möglichen Engagement.