Pfarrer Helmut Steidel (von links), Helga Wössner, Richard Kern, Martin Heinzmann, Stefan Burger und Matthias Schad freuen sich über den neuen Kunstrasen. Fotos: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Eröffnung: Kunstrasenfeld des Mühlenbacher Sportvereins wird eingeweiht / Auch SC Hofstetten profitiert

Der SV Mühlenbach hat seinen neuen Kunstrasen eingeweiht. Über eine Crowdfunding-Kampagne wurden der Kostenanteil für das neue Spielfeld gedeckt.

Mühlenbach (red/lüb). Am Sonntag weihte der Vorstand des Sportvereins Mühlenbach (SVM) Richard Kern endlich das Kunstrasenkleinspielfeld und die Laufbahn ein. Unter den Gästen waren viele Unterstützer und Helfer des Projekts.

Zunächst segnete Pfarrer Helmut Steidel den neuen Platz, die Aschenbahn und die Spieler, die zur Eröffnung gekommen waren. Die rege Beteiligung habe gezeigt, wie sehr die Sportler mit der Kirche verbunden sind.

Wössner vergleicht ein Fußballspiel mit dem Leben

Bürgermeisterin Helga Wössner fand schöne Worte zum Platz und zur Leistung, die vom SVM erbracht wurde.

Sie hob die neuen Möglichkeiten hervor, die der Platz jetzt bietet. "Ideale Ausgangsbedingungen erhöhen die Chancen auf einen Sieg", stellte Wössner heraus und meinte noch dazu: "Damit hat ein Fußballspiel mit dem Richtigen Leben viel gemeinsam".

Der Kunstrasenplatz ersetzt nicht den bisherigen Spielplatz, er sorgt nur dafür, dass das jetzige Geläuf geschont wird und auch bei ungünstigen Wetterverhältnissen trainiert werden kann.

Ein wichtiger Punkt ist die Umweltverträglichkeit des Kunstrasenplatzes. Es wird ein Korkgranulat anstelle der umstrittenen Polymerpartikel, die Mikroplastik verursachen, verwendet. Das Granulat ist biologisch voll abbaubar und schont die Plastikgrashalme. Dafür sind die Kosten für den Platz höher und die Spieleigenschaften etwas anders.

Ein Lob gab es auch für die Spieler, die versprochen haben, bei den Bauarbeiten am Platz mitzuhelfen. Dieses Versprechen wurde von den Helfern auch eingelöst.

Spendensumme aus Crowdfunding höher als erwartet

Für die gute Zusammenarbeit sprach der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Mittlerer Schwarzwald, Martin Heinzmann, ein großes Lob aus. Zusammen mit Teilmarktleitung Stefan Burger war er nach Mühlenbach gekommen, um einen großen Scheck zu überreichen.

Die Zusammenarbeit bei dem Projekt Crowdfunding war hervorragend und der Einsatz hat sich gelohnt. Das Ziel wurde mehr als erreicht. Matthias Schad, der Hauptverantwortliche des Crowdfunding, berichtete folgendes: Das Projekt Crowdfunding startete am 30. April mit einer Laufzeit von 90 Tage. Es war eine Spendensumme von 6000 Euro anvisiert. Am Ende wurden insgesamt 9014 Euro von insgesamt 234 Spendern gesammelt. Die Volksbank hat davon 1165 Euro (pro Spender fünf Euro) beigetragen.

Werbung über Facebook und Instagram wirkt sich positiv aus

Der Vereinsanteil von 20 Prozent der Gesamtinvestition und die Eigenleistung von mehr als 450 Stunden Arbeitseinsatz wurden mehr als erfüllt.

Die Werbung über Social- Media mit Facebook und Instagram trug viel zum Erfolg des Kunstrasenplatzes bei. Parallel zur Spendenaktion kamen zusätzlich auch auf anderen Wegen Spenden zum Bau des Platzes zusammen.

Trikot und Dauerkarte werden unter den Förderern verlost

Die Infrastruktur der Sportanlage am Hagsbach mit zwei Rasenplätzen und einem Kunstrasenkleinspielfeld ist in der Region auf Top-Niveau.

Unter den zahlreichen Spendern wurde auch zwei Preise verlost. Ein Trikot gewann Benjamin Heitzmann und die Dauerkarte ging an Jürgen Neumaier.

Auch der Vorstandssprecher des SC Hofstetten, Edgar Mäntele, beglückwünschte den SVM zum neuen Kunstrasenplatz. Die neue Spielstätte wird auch dem SC Hofstetten zu gute kommt, da die beiden Vereine einige Spielvereinigungen haben.

Ein Kunstrasenplatz findet im Fußball-Breitensport immer größeren Anklang. In unteren Amateurklassen ist das Spielfeld häufig auch für Pflichtspiele zugelassen – nicht so im Profibereich Bundesliga bis Dritte Liga. "Das Spielfeld des Stadions muss eine Naturrasen-Spielfläche haben", heißt es in den Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL). Kunstrasenflächen dürfen nur neben dem Spielfeld als Auslauffläche genutzt werden. In den USA kommt Kunstrasen auch beim American Football zum Einsatz.

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