Max Dilger mit seinem Siegerpokal nach der Deutschen Langbahn-Meisterschaft in Vechta Foto: Baansport

Diskussionen nach Sturz

Ein straffes Programm war am Wochenende für den Lahrer Speedway-Fahrer Max Dilger zu bewältigen. Zunächst ging es am Freitag darum, mit seinem Team, den "Black Forest Eagles", möglichst viele Punkte zu sammeln, und am Samstag ging es dann in Vechta um die Krone der Deutschen Meisterschaft.

Die nassen Bahnverhältnisse beim Rennen in Cloppenburg hatten sich zum Training etwas verändert. Das bekam Dilger auch im ersten Lauf zu spüren und musste sich mit Platz drei begnügen. Auch im zweiten Durchgang kämpfte er noch mit der veränderten Bahn und es gab wieder nur einen Punkt für ihn. Nach den Läufen drei und vier hatte er dann zwei Laufsiege eingefahren. Im Finallauf, als Punktbester seines Teams, hatte Dilger dann wieder das Nachsehen und fuhr auf Platz drei ins Ziel. Somit blieb für die "Black Forest Eagles" am Ende auch nur Platz drei in der Gesamtwertung.

Regen erschwert Fahrern das Rennen

Von der Speedway-Bahn in Cloppenburg ging es dann direkt weiter auf die Langbahn in Vechta. Bereits im Training zeigte sich, dass Dilger recht schnell unterwegs war. Das stellte er in seinem ersten Lauf dann auch unter Beweis. Dilger entschied den Start für sich, machte in der ersten Kurve jedoch einen Fahrfehler und am Ende reichte es nur für Platz zwei. Im zweiten Wertungsdurchgang zog er nach der ersten Kurve direkt in Front und diese Position gab er auch bis ins Ziel nicht mehr ab. Mittlerweile hatte auch in Vechta leichter Regen eingesetzt, was es für die Akteure nicht unbedingt einfacher machte. Doch Dilger ließ sich davon nicht beirren und sammelte in Lauf drei die nächsten vier Punkte ein. Im folgenden Lauf hatte Dilger harte Konkurrenz, denn einer der Favoriten ging mit an den Start. Der Lahrer starte von der äußeren Startposition und ging direkt in Führung. Mit dem Sieg rückte er in der Tabelle ganz nach oben. Im letzten Wertungsdurchgang startete er von ganz innen, doch auch dort behauptete er sich und fuhr einen weiteren Laufsieg ein.

Konkurrent wird vom Re-Run ausgeschlossen

Im Halbfinale wählte Dilger den äußeren Startplatz. Diese Wahl brachte ihn nach dem Start auch die Führung, doch in Runde zwei wurde er von Meijerink abgefangen und musste einen Punkt abgeben. Somit ging er mit nur einem Punkt Vorsprung in das alles entscheidende Finale.

Erneut entschied sich Dilger für den äußeren Startplatz. Mit einem sehr guten Start setzte er sich vor der ersten Kurve in Front und versuchte, auf der Außenbahn Schwung aufzubauen. Am Kurvenausgang kam es zu einer Berührung. Michael Härtel, der versucht hatte auf der Innenbahn die Führung zu übernehmen, hatte am Kurvenausgang das Hinterrad von Max touchiert und stürzte dabei. Glücklicherweise blieben alle Beteiligten unverletzt, aber es kam zu einigen hitzigen Diskussionen. Härtel wurde als Abbruch-Verursacher vom Re-Run ausgeschlossen. Im neu gestarteten Lauf ging Dilger mit einem super Start in Führung und wehrte die Angriffe von Lukas Fienhage ab. Nach vier Runden fuhr der Lahrer als erster über die Ziellinie und sicherte sich den Deutschen Meistertitel.

"Es war ein hartes Rennen, doch am Ende wurde ich für meine Leistung und die Arbeit meines Teams belohnt. Ich muss mich bei meiner Mannschaft bedanken. Ohne diese Menschen hätten wir diesen Erfolg nicht errungen", so ein überglücklicher Max Dilger.

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