Die Rieder Imker attestieren 2023 als ein durchschnittliches Honigjahr. Sorge bereitet den Bienenbesitzern die geplanten Baumaßnahmen zum Polder Elzmündung. Dafür müssten die Bienenvölker „umziehen“. Foto: Bohnert-Seidel

Der Imkerverein Ried hat gemeinsam auf das Jahr zurückgeblickt, Mitglieder geehrt und den Vorstand neu gewählt. Revierförster Klaus Niehüser erklärte außerdem, wie sich das geplante Flutungsgebiet auf die Bienenvölker auswirken wird.

Der Vorsitzende Sebastian Ribbat und sein Stellvertreter Bernd Heimburger begrüßten die Vereinsmitglieder sowie Meißenheims Bürgermeister Alexander Schröder sowie Revierförster Klaus Niehüser. Gemeinsam wurde auf das Bienenjahr 2023 geblickt. Dieses sei „ein durchschnittliches Honigjahr“ gewesen, dass zwar etwas spät einsetzte und die Frühtracht (aus der Obstblüte) ausblieb, aber dies dann durch eine späte Blütentracht im Ried und eine Waldtracht aus Tanne und Fichte in den höheren Lagen ausgeglichen wurde. Leider gab es im vergangenen Winter auch einen Diebstahl eines Bienenvolks, Ribbat konnte dies versicherungstechnisch zusammen mit dem Standinhaber entsprechend abwickeln so dass zumindest kein finanzieller Schaden zurückgeblieben ist.

 

Bei der Honigprämierung des Landesverbands Badischer Imker konnten die drei Teilnehmer des Vereins (Paul Seiler, Bernd Heimburger und Richard Kirner) wiederum jeweils eine Goldmedaille erzielen.

Die Auswinterung der Bienenvölker in diesem Winter war bisher zufriedenstellend, durch die momentan milde Witterung ist bereits eine Brutaktivität zu verzeichnen, so Ribbat. Die Futterlage sei noch zufriedenstellend, jedoch wurden die Imker gebeten die Futterversorgung durch die Brutaktivität nicht zu vernachlässigen und zu kontrollieren. Die nassen Monate November und Dezember dürfte sich laut Aussage der Uni Hohenheim und der dortigen Bienensachverständigen voraussichtlich positiv auf eine künftige Waldtracht in diesem Jahr auswirken.

Nachdem Horst Danzeisen erklärt hatte, dass der Verein eine solide finanzielle Grundlage hat, ist der Vorstand neu gewählt worden. Vorsitzender bleibt Sebastian Ribbat, sein Stellvertreter ist weiterhin Bernd Heimburger. Schriftführer ist Werner Seiler. Kassier Horst Danzeisen wurde nach 36 Jahren von Rainer Subgang abgelöst. Kassenprüfer sind weiter Timo Ostermann und Sönke Nienstedt.

Horst Danzeisen ist zum Ehrenmitglied ernannt worden

Ernst Biegert und Klaus Rieth sind für 30 Jahre Mitgliedschaft im Verein mit der goldenen Ehrennadel gewürdigt worden. Fritz Danzeisen wurde nachträglich für seine 20-jährige Vereinszugehörigkeit mit der Ehrennadel in Silber geehrt. Der bisherige Rechner Horst Danzeisen ist für seine langjährige Tätigkeit besonders gewürdigt worden wurde zum Ehrenmitglied ernannt. In der Laudatio durch den Ehrenvorsitzenden Horst Rosewich ging dieser auf die Geschichte des Vereins ein und hob die enge Verbundenheit der Familie Danzeisen aus Meißenheim seit der Gründung und Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg hervor.

Revierförsters Niehüser erläuterte die geplanten Baumaßnahmen zum Polder Elzmündung. Mit entsprechendem Kartenmaterial erläuterte er die Auswirkungen bei den geplanten ökologischen Flutungen und auch bei den notwendigen Flutungen bei entsprechendem Hochwasser auf die Fauna und Flora im Rheinwald. Da die betroffenen Flächen bei Flutungen teilweise bis zu 2,50 Meter hoch unter Wasser stehen und die Dauer von mehreren Tagen – bei Hochwasser auch mehrere Wochen – betragen kann ist das betroffene Gelände für die Imker nutzbar. Wie sich diese Flutungen auf künftige Waldtrachten auswirken werden, könne noch nicht gesagt werden. Niehüser wird die dort ansässigen Imker – soweit nicht bereits geschehen – informieren und diese bitten, sich andere Standorte für die Völker zu suchen. Da das mögliche weitere Vereinsgebiet durch die dort schon ansässigen Völker bereits „übervölkert“ ist, werde die Standortsuche für die im Poldergebiet stehenden Bienenvölker sehr schwierig werden.

Nachdem Bürgermeister Schröder für die geleistete Arbeit des Vereins dankte, machte Ribbat die Mitglieder nochmals auf die Pflicht zur Führung eines Bestandsbuches zum Eintrag der Völkerbehandlungen (gleich welcher Art) aufmerksam. Die Versammlung endete mit einer lebhaften Diskussion über allgemeine Themen der Imkerei.

Geplante Termine

Die Imkerstammtische finden jeden zweiten Sonntag im Monat statt. Im Juli gibt es voraussichtlich eine Praxisschulung zum Thema Varroa-Behandlung. Näheres werde rechtzeitig bekannt gegeben.