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Hornberg Walter Böcherer erntet Beifallsstürme

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Auf Wunsch von Walter Böcherer wurde eine Auswahl der besten Stücke der vergangenen 17 Jahre auf das Programm gesetzt. Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Der langjährige Dirigent Walter Böcherer ist am Samstagabend im Rahmen des Frühjahrskonzerts der Hornberger Stadtkapelle verabschiedet worden. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er mit dem Wappenteller der Stadt Hornberg ausgezeichnet.

Hornberg. Das vom Publikum in der voll besetzten Stadthalle umjubelte Doppelkonzert war gekennzeichnet von zahlreichen Höhepunkten. Nach 37 Jahren erfolgreicher Dirigenten-Tätigkeit, 17 davon in Hornberg, legt der Orchesterchef seinen Taktstock nieder.

Das Konzert war in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Böcherer und die Kapelle sagten sich auf eine sehr persönliche Weise Lebewohl: Eine Auswahl der besten Stücke der vergangenen 17 Jahre wurde auf das Programm gesetzt. Statt eines Gastorchesters gestaltete die Jugendkapelle den Konzertabend mit.

Der zweite Block des ersten Teils wurde zudem durch ehemalige Mitglieder verstärkt. Nach der ausgesprochen abwechslungsreichen Darbietung richtete Jugendvertreterin Stefanie Kern in wohlgesetzten Reimen das Wort an Böcherer. "Lieber Walter, du hast die Strukturierung der Jugendarbeit geleistet und die musikalische Kraft unserer drei Musikvereine Hornberg, Niederwasser und Reichenbach gebündelt", würdigte Kern die Verdienste des Stadtmusikdirektors. Im Namen des Musikernachwuchses wünschte sie Böcherer alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen für die Zukunft. Eine Ruhebank mit Gravur, die unter großem Beifall übergeben wurde, soll ihm künftig Mußestunden bescheren.

Volle Klangfülle entfaltete die Stadtkapelle im zweiten Teil, der musikalische Höhepunkte der Böcherer-Ära in Hornberg präsentierte. Ein letztes Mal spielte der Stadtmusikdirektor gekonnt mit dem Tempo sowie klanglichen Volumen des Orchesters und beanspruchte den vollen Einsatz seiner Musiker. Vom kraftvollen Auftakt mit "Arsenal" von Jan van der Roost über die fantastisch interpretierten "Moments for Morricone" bis zu "Jambo Africa" von Mario Bürki erinnerte das Repertoire an glanzvolle Konzerte. Zusätzliche Glanzlichter setzte Michael Blum mit seinem gefühlvoll gesungenen "You Raise Me Up" und in der Zugabe "Böhmische Liebe" mit Carmen Blum.

Vom Blasmusikverband Kinzigtal zollte Vizepräsident Helmut Lauble seine Anerkennung: "Walter Böcherer hat die musikalische Landschaft in der Region stark mitgeprägt und unglaublich viel für den musikalischen Nachwuchs getan."

Viele Worte der Wertschätzung und des Danks fand auch Bürgermeister Siegfried Scheffold: "Aus Hornberger Sicht haben Sie hier ein Stück Lebenswerk vollbracht." Der musikalische Querschnitt des Abends belege, wie bewundernswert das Potential der Musiker von dem Dirigenten ausgelotet und auf hohes Niveau gebracht worden ist. "Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen ganz persönlich für die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit zu danken, die sich die musikalische Bildung der Kinder und Musiker zum großen Ziel gesetzt hatte", erinnerte der Bürgermeister auch an die anfängliche lange Durststrecke, die es zu bewältigen galt. Im Gemeinderat sei einstimmig beschlossen worden, dem scheidenden Stadtmusikdirektor den Wappenteller der Stadt Hornberg für besondere Verdienste zu verleihen. Unter einem wahren Beifallsorkan, zu dem die Zuhörer geschlossen aufstanden, überreichte Scheffold die Auszeichnung samt Ehrenurkunde und einem Präsent.

"Ich bin überwältigt von so viel Ehrung", bedankte sich Böcherer in seiner Abschiedsrede. Er habe die Arbeit immer gern gemacht, doch ohne den Rückhalt seiner Familie sei dies nicht möglich gewesen. Seinem Nachfolger am Dirigentenpult Johannes Kurz, der ebenfalls beim Konzert war, wünschte Böcherer eine glückliche Hand und alles Gute. Über die Ehrungen berichten wir noch.

Beim Abschiedskonzert von Walter Böcherer musizierten ganz besondere Gastmusiker mit. Seine Söhne Jörg und Jens wurden spontan von Musikern der Stadtkapelle Hornberg rekrutiert und spielten kurzerhand Trompete und Schlagzeug im Orchester. Die beiden waren mit ihren Familien eigentlich als Gäste gekommen, gestalteten aber gerne den Abend zu Ehren ihres Vaters musikalisch mit.

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