Bürgermeister Martin Aßmuth hat 575 Test-Kits mit jeweils 25 Einheiten seitens des Sozialministeriums bekommen. Ab Freitag werden vier Mitarbeiter des Roten Kreuzes die Testungen in Hofstetten vornehmen.Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Tests: Bürgermeister informiert Gremium über Vorgehensweise / Verlängerung bis 31. März möglich

Ab sofort wird in der Hofstetter Gemeindehalle auf das Corona-Virus im Schnellverfahren getestet. Während der Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Martin Aßmuth über die Modalitäten der Station.

Hofstetten. Freitags wird ohne Voranmeldung von 17 bis 18.30 Uhr getestet, dienstags ohne Anmeldung von 8 bis 9.30 Uhr. "Die Landesregierung hat vor wenigen Tagen die Teststrategie erweitert", schickte der Bürgermeister voraus. Jetzt sei auch der Aufbau kommunaler Test-Strukturen möglich, seit vergangenem Freitag werde in der Gemeindehalle ein Testzentrum eingerichtet. "Dieses werden wir voraussichtlich bis Ende März betreiben."

575 Test-Kits mit je 25 Einheiten bestellt

575 Test-Kits mit je 25 Einheiten wären beim Sozialministerium bestellt und geliefert worden. Das Testcenter ergänze und erweitere die bisherigen Testungen in der Schule und dem Kindergarten, es gebe ein kostenfreies und freiwilliges Angebot.

Dafür wurden am Donnerstag Markus Neumaier und Elke Herr (Verwaltung) sowie Monika Häringer und Bettina Schreiber (Hofstetter Bürgerinnen) durch Mitarbeiter des DRK in der Durchführung der Abstriche und der Anwendung der Schnelltests geschult. Vorrangig werde der Personenkreis pflegender Angehöriger, Haushalts-Angehörige Schwangerer, Angehörige von Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf, Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, Schüler sowie deren Eltern und Wahlhelfende.

"Das Land hat diesen Personenkreis zwar definiert, in Hofstetten wird darüber hinaus aber niemand weggeschickt, der sich testen lassen möchte", erklärte Martin Aßmuth. Allerdings richte sich das Angebot ausschließlich an symptomfreie Personen, das Tragen einer medizinischen Maske ist Pflicht.

In der Gemeindehalle war am Donnerstag bereits alles vorbereitet, in einer gut durchdachten Wegeführung werden die Hofstetter durch die Testung geleitet. Die Ergebnisse liegen nach 15 Minuten vor. Im Falle einer Infektion werden die Betroffenen von Bürgermeister Martin Aßmuth direkt informiert und haben sich dann entsprechend dem mitgegebenen Merkblatt zu verhalten.

"Mit dem Aufbau dieses Testcenters soll ein zusätzliches Maß an Schutz und gleichermaßen Vorsorge für unser Dorf ermöglicht werden, wenn die Fallzahlen wieder steigen", so Aßmuth. Bis die von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten angekündigten Bürgertests für Jeden kommen, müsse die Testung kommunal organisiert werden. Zwar wäre es auch möglich, die Aufgabe an Ärzte und Apotheken abzugeben – in der praktischen Umsetzung aber nicht zumutbar, zumal die Ärzte auch die Aufgabe des Impfens zusätzlich übernehmen sollen.

Der Rat stimmte am Ende einer möglichen Verlängerung des Testcenters über den 31. März hinaus zu, wenn es die Verordnungslage erfordert.

Am Mittwochabend vermeldete Bürgermeister Martin Aßmuth noch einen laufenden Covid-19-Fall in Hofstetten und zwei Quarantäne-Anordnungen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: