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Haslach i. K. Preise gibt’s schon bei der Premiere

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Freuen sich über ihren Filmpreis (von links): Marc Evan, Servillano Pantillo, Sophia, Laura Umlauff und Hana Ev mit Rektor Andreas Graff. Foto: Kleinberger Foto: Schwarzwälder Bote

Auszeichnungen für die Protagonisten und die Regisseurin der Dokumentation "Hallo Welt" hat es gleich bei der Premiere gegeben. Zu recht: Der Film über Schüler mit geistigen Behinderungen ist mehr als gelungen.

Haslach. Wie berichtet, haben Laura Umlauff (Regie) und Servillano Pantillo (Produktion) die Dokumentation in Kooperation mit der Carl-Sandhaas-Schule im Rahmen einer Abschlussarbeit an der Hochschule Offenburg produziert. Am Freitagabend feierte sie im Haslacher Kino Premiere.

Ein Hauch von Hollywood auf dem roten Teppich

Den roten Teppich hatte Pantillo, der sich unter anderem um die Organisation des glamourösen Abends gekümmert hat, seinen Hauptdarstellern versprochen – und geliefert. So kam ein Hauch von Hollywood-Feeling in Haslach auf, als die Hauptpersonen und unzählige Gäste zur Premiere ins Kino gingen.

Zwar geht es in dem Film vorrangig um drei Schüler der Carl-Sandhaas-Schule, aber den "pädagogischen Zeigefinger", wie Rektor Andreas Graff auch eingangs der Doku sagt, hebt sie nicht. Vielmehr, freute er sich in der Begrüßung am Freitagabend, "stehen in diesem Film die wichtigsten Menschen im Mittelpunkt: die Schüler."

Sophia, Hana Ev und Marc Evan besuchen die Carl-Sandhaas-Schule und gewähren Einblicke nicht nur in den Schulalltag. Der Film folgt den drei jungen Menschen mit Beeinträchtigungen dabei, wie sie ihre Schulzeit verbringen, ihrer Freizeit nachgehen und Zeit mit ihren Familien verbringen. Offen wird hier ein Bild gezeichnet, das zeigt: Die Welt dieser Kinder ist gar nicht so verschieden von unserem Alltag. Die Tatsache, dass keines der Interviews vor dem Dreh abgesprochen oder gestellt wurde, sorgt dafür, dass die Dokumentation äußerst authentisch wirkt.

Und noch etwas fällt auf: Die Protagonisten sind offen und lachen viel. Sei es beim Spielen oder Lernen, mit der Familie oder Filmteam gegenüber, sie fragen viel, erzählen viel und sind immer gut gelaunt. Besonders berührend der Moment, als Hana Ev, die schwer beeinträchtigt ist, ihren Bruder singen hört.

Deutlich wird auf der anderen Seite auch, mit wie viel Herzblut und Leidenschaft die Menschen in Sophias, Hana Evs und Marc Evans Umfeld mit den Herausforderungen umgehen, teilweise auch zu kämpfen haben. "Hallo Welt" zeichnet insgesamt ein positives Bild vom Alltag der drei Menschen mit Behinderung. Lehrer, Eltern und Bufdis erzählen glaubhaft vor allem von den schönen Dingen und positiven Erlebnissen. Trotzdem – und das ist eine Stärke von Umlauffs Erstlingswerk – entsteht nicht der Eindruck von Schönmalerei. Wenn etwas nicht positiv ist, es gerade anstrengend wird für die handelnden Personen, dann zeigt die Dokumentation auch das.

"So lange uns die Menschlichkeit miteinander verbindet, ist egal, was uns trennt", ein Zitat des österreichischen Schriftstellers Ernst Ferstl, steht am Ende des Films. Eine Hoffnung auf ein offenes Miteinander.

Umlauff und Pantillo ernteten lang anhaltenden Applaus für das gelungene Werk. Und wurden prompt am Freitagabend ausgezeichnet: Carlo Carosi, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Haslach-Zell, überreichte ihnen Filmpreise. Das Institut hatte den Filmdreh unterstützt und auch Carosi war anzumerken, dass das Ergebnis ihn deutlich beeindruckte. Sophie, Hana Ev und Marc Evan wurden als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet – ebenso verdient wie Umlauff, die von Carosi eine Trophäe für die beste Regie erhielt.

Auch der Fördervereinsvorsitzende Frank Werstein ergriff kurz das Wort. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden und verdeutlichte selbst noch einmal, dass die Carl-Sandhaas-Schüler ein Geschenk für die Welt seien.

Anschließend ging es zur großen Premierenfeier weiter in die Stadthalle, bei der unter anderem die Musikschulband "The Wave" auftrat. Sie wurde von Schülern der Fördereinrichtung unterstützt.

"Hallo Welt" wird im Haslacher Kino aufgeführt. Wer die Dokumentation sehen möchte, kann dies an folgenden Tagen tun: Sonntag, 3. und 10. Februar, jeweils ab 17 Uhr Mittwoch, 20. und 27. Februar, jeweils ab 10 Uhr. Diese beiden Termine richten sich insbesondere an Schulklassen oder Bildungseinrichtungen.

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