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Haslach i. K. Erster Rotary-Präsident im Rollstuhl

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Hans Peter Matt aus Schnellingen Ist neuer Präsident des Rotary-Clubs Wolfach. Er ist wohl der erste Rollstuhlfahrer, der dieses Amt ausübt. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Der Wolfacher Rotary-Club hat mit Hans Peter Matt erstmals einen Präsidenten im Rollstuhl. Der Haslacher Fachmann für Barrierefreiheit will seine persönliche und berufliche Mission im Netzwerk der Rotarier weiter bringen.

Unser Kinzigtal

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Mittleres Kinzigtal. Zum 1. Juli hat Hans Peter Matt aus Schnellingen die Präsidentschaft übernommen und betont: "Das zeigt, wie modern der Rotary-Club in Wolfach ist." Auch die Quote von 20 Frauen sei bei 53 Mitgliedern überdurchschnittlich gut. Mit Vorgängerin Edith Chrobok war erstmals eine Präsidentin im Amt.

"Rotary unterm Bollenhut" ist das gewählte Motto

Für Hans Peter Matt sei die Anfrage nach einer Mitgliedschaft 2017 überraschend gekommen und er habe sich zunächst Bedenkzeit erbeten. Schließlich bringe die Mitgliedschaft auch eine Verpflichtung mit sich. Doch das große Berufsspektrum innerhalb der Mitglieder aus Menschen in Führungspositionen wie beispielsweise Handwerkern, Landwirten, Ärzten, Bürgermeistern oder Pfarrern habe ihn letztlich zur Zusage bewogen.

"In dieses breite Spektrum muss die Barrierefreiheit integriert werden", fasst Hans Peter Matt beim Pressegespräch zusammen. Er könne nicht davon ausgehen, dass jeder schon einmal mit einem Menschen mit Behinderung in Berührung gekommen wäre. Auch da will er ganz im Sinne der Inklusion Barrieren abbauen und sich für ein ungezwungenes Miteinander stark machen. Seine Präsidentschaft stellt Matt unter das Motto "Rotary unterm Bollenhut" und gibt als Schlagworte "Aktionen – Regionen – Generationen, vereinen – vernetzen – verstehen" vor. Er habe das Thema gewählt, weil es aus der Region komme und der Bollenhut eine Marke sei, genau wie "Rotary".

In wie weit sich gezielte Aktionen "in der Region – für die Region" unter Corona-Bedingungen allerdings umsetzen ließen, müsse abgewartet werden. Was er auf jeden Fall weiterführen wird, ist Chroboks Sozialprojekt mit der Hornberger Tafel. "Es ist mir wichtig, dort Kontinuität reinzubringen", betont Matt und bescheinigt den Engagierten Helfern um Henriette Haas einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Denn auch im gut situierten Kinzigtal gebe es viele Menschen, die sich eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht leisten könnten. Dass das Einzugsgebiet der Tafel bis Steinach reiche und wie umfangreich die Arbeit sei, habe ihn nachhaltig beeindruckt.

Kindern und Jugendlichen will der neue Präsident die Wertigkeit von Lebensmitteln vermitteln und entsprechende Aktionen startet – sofern das in Zeiten von Corona möglich sein wird.

"Ich brauche halt immer einen Plan B", erklärt Matt und verweist auf den geplanten Neujahrsempfang 2021 im Haslacher Gemeindehaus "St. Sebastian". Die Vorbereitungen würden laufen, auch wenn noch ungewiss sei, ob und wie er für die fünf Rotary-Clubs der Ortenau stattfinden könne. Aber: "Solange es Spaß macht, ist es okay!"

Aktionen hängen von Entwicklung der Corona-Lage ab

Er empfinde sein Amt nicht als Arbeit, weil er alles sehr gerne mache – und auch einen Mehrwert für die Gesellschaft darin sieht. Mit dem Wolfacher Polizei-Ausbilder Klaus Lampart hat Hans Peter Matt einen Sekretär an der Seite, seine beiden Stellvertreter Ralf Müller (Dorotheenhütte) und Sabine Machlitt (Karl Knauer KG) werden im kommenden Jahr gemeinsam die Präsidentschaft übernehmen.

Beim Pressegespräch mit Hans Peter Matt und der Öffentlichkeitsbeauftragten Margit Langer im Beratungsbüro "Mahp – barrierefrei" wurde auf das Novum verwiesen. "Er ist wohl deutschlandweit der erste Präsident, der im Rollstuhl sitzt", betonte Langer. Für Hans Peter Matt stand fest: "Jetzt ist der Rotary-Club nach innen und nach außen in Verbindung mit dem Thema Behinderung." Im Gesamtkontext könne er zeigen, dass auch Menschen mit Behinderung ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten. Barrierefreiheit betreffe viele Bereiche, ein Webmaster müsse ebenso überzeugt werden wie ein Architekt. "Im Kinzgital sind wir ganz gut aufgestellt, aber wir brauchen eine neue Art der Mobilität", betont Matt. Ein barrierefreier ÖPNV sei dafür unabdingbar.

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