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Haslach i. K. Die Wiedersehensfreude ist groß

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Auch auf dem Hausacher Bildungscampus haben die Schüler die Regeln befolgt. An den Kaufmännischen Schulen (Bild) freute sich Leiterin Frauke Ebert über einen gelungenen Start. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Die ersten Schultage unter neuen Corona-Bedingungen liegen hinter den Schulen des Kinzigtals. Der Schwabo hat sich exemplarisch bei einigen Schulleitern nach dem Gelingen von Abstandsregeln und Hygienevorschriften erkundigt.

Mittleres Kinzigtal. Die Freude über das Wiedersehen von Schülern und Lehrern war überall groß. Der Hausacher Bildungscampus: Für Mathias Maier-Gerwig ist der Schulbetrieb am Robert-Gerwig-Gymnasium gut angelaufen. Die Schule habe sich bestmöglich vorbereitet. Nur bei wenigen Schülern habe das Problembewusstsein in Sachen Abstand und Hygieneregeln geschärft werden müssen. Grundsätzlich sei er sehr zufrieden, auch wenn die neue Wegführung im Gymnasium für die Schüler nicht ganz einfach gewesen sei.

Frauke Ebert zieht für die Kaufmännischen Schulen ein positives Fazit. Zuerst seien alle ein bisschen aufgeregt gewesen, ob alles klappen werde. Die Schüler würden sich jedoch an die Empfehlungen halten. "Wir haben im Wesentlichen erwachsene Schüler, die seit sieben Wochen Erfahrung mit dem Virus haben. Ein Stück weit sind wir alle durch die Schule gegangen, wie wir uns verhalten müssen", befand die Schulleiterin.

Auch an der Graf-Heinrich-Gesamtschule war man sehr gut vorbereitet, wie Simone Giesler erklärte. Die Schüler wären sehr diszipliniert, die neue Kombination aus Präsenz-Unterricht und Fernlernen von zuhause aus würde sich bewähren. "Die Abschluss-Schüler sind täglich in der Schule, die Stundenzahl in den Kernfächern Mathe, Deutsch und Englisch wurde erhöht. An jedem Tag werden nur zwei der Fächer unterrichtet – das ist intensiv und effektiv", bilanzierte die Schulleiterin. In der vergangenen Woche sei die Schule auf ein elektronisches Lernmanagement-System umgestellt worden, was die Kommunikation erleichtere und Strukturen schaffe. Berufliche Schulen Wolfach: Für Schulleiter Heinz Ulbrich war der Schulbeginn fast wie sonst im September. Mit der Disziplin von Schülern und Lehrern zeigte er sich sehr zufrieden. "Im Haus tragen alle Masken, für die Pausen sind zusätzliche Aufsichtskräfte eingeteilt." Der Kiosk müsse geschlossen bleiben, es gebe dort keine Tische oder Sitzgelegenheiten. "Es gab bisher keine Zwischenfälle, alle halten sich an die neuen Regeln", bilanzierte der Schulleiter. Seit 2003 das damals neue SARS-Virus aufgetaucht war, gebe es an den beruflichen Schulen bereits Desinfektionsmittel. Jetzt wäre die Anzahl der Spender deutlich erhöht worden und würde auch gut angenommen. Die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt "Lernen": Im SBBZ Wolfach hat man den Schulstart laut Barbara Moser ganz gut hingekriegt. Bei Übungen zum Abstand halten via 1,50 Meter langem Brett sei viel gelacht worden, auch die hygienische Handhabung der Masken sei geübt worden. Die Schüler würden die Vorgaben sehr gut umsetzen. "Sie verhalten sich sehr verantwortungsvoll, darauf bin ich richtig stolz", erklärte die Schulleiterin. Es habe sich gezeigt, dass viele praktische Hinweise aus dem Hauswirtschaftsunterricht und der Schulküche bekannt seien und deshalb leicht auf die Corona-Vorschriften zu übertragen wären. Die Schüler würden sehr ruhig und diszipliniert lernen, sie wären sehr konzentriert – allerdings nicht sehr kommunikativ. "Sie sind groß geworden und lernen in der ganzen Situation sehr viel. Wenn man so etwas mit den Kindern geschafft hat, hat man viel erreicht", bilanzierte Barbara Moser.

Im Steinacher SBBZ ist es bei aller Freude über das Wiedersehen für alle eine ungewohnte Lage. Die Schüler müssten immer wieder einmal an die neuen Regeln erinnert werden. "Die Umsetzung der Hygienemaßnahmen nimmt sehr viel Zeit des Tages in Anspruch, womit viel Unterrichtszeit fehlt", bedauerte Schulleiterin Silke Vinz. Daneben müsse man die Zeit fürs tägliche Besprechen der Hygiene- und Abstandsregeln mit einplanen, durch die Situation von den wenigen Schülern im großen Schulhaus könne die praktische Umsetzung jedoch gut gehändelt werden. Die Haslacher Carl-Sandhaas-Schule: Die Umsetzung der Abstands- und Hygieneregeln ist gerade am Haslacher SBBZ mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung eine besondere Herausforderung. Gestartet mit sieben Schülern sprach Schulleiter Andreas Graff von einem Probelauf, bei dem gesehen werde, wo die Schwierigkeiten in der Umsetzung liegen. Die Schüler würden die Regeln zwar kennen, könnten diese aber nicht reflektieren und sich somit auch nur schwer daran halten. Auch das Verstehen, wann Masken getragen werden müssten und wann darauf verzichtet werden könnte, sei für die Schüler schwierig. Für die Verantwortlichen wäre es nicht einfach, einzuschätzen, in wie weit das morgendliche Tragen der Masken als Störgefühl empfunden werde. Ein weiteres Problem ergebe sich aus der Kommunikation, denn ein Teil der Schüler sei auf das Verstehen von Mimik und Gestik der Lehrer angewiesen. "Wir haben sehr verständige Eltern, die wissen, dass ein hundertprozentiger Schutz nicht möglich ist. Das bewundere ich immer wieder", betonte der Schulleiter.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten im März geschlossen worden. In Baden-Württemberg trat die Regelung beispielsweise am 17. März in Kraft. Der Unterricht lief weitgehend über digitale Angebote weiter. Seit Montag können die Schüler wieder in ihre Unterrichtsräume zurückkehren – zunächst aber stark eingeschränkt. Der Präsenzunterricht beginnt laut Kultusministerium "mit Schülern aller allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder im kommenden Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie mit den Schülern der Prüfungsklassen der Beruflichen Schulen". Voraussetzung ist, dass an den Schulen strenge Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Gruppen wurden verkleinert, Bereiche auf den Schulhöfen abgetrennt und an manchen Schulen herrscht eine Maskenpflicht. Angehörige der Risikogruppen – sowohl Lehrer als auch Schüler – bleiben weiterhin zuhause. Derzeit gehen die Verantwortlichen in der Politik davon aus, dass ein Regelbetrieb in den Schulen bis zu Beginn der Sommerferien eher unwahrscheinlich ist.

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Lisa Kleinberger

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