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Haslach i. K. "Der Kontakt nach außen ist wichtig"

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Dietmar Haas, Heimleiter des Seniorenzentrums in Hausach, in der mobilen Schleuse (großes Bild). Auch sonst wurden im Seniorenzentrum viele Maßnahmen getroffen, unter anderem müssen sich Besucher am Eingang desinfizieren (unteres Bid) und die Bewohner halten in der Wohnküche viel Abstand (oberes Bild).Fotos: Seniorenzentrum am Schlossberg Foto: Schwarzwälder Bote

Als Deutschland im Frühling von Corona überfahren wurde, wurden strikte Besuchsverbote für Alters- und Pflegeheime verhängt. Jetzt ist die zweite Corona-Welle da. Was tun die Heime? Der Schwabo hat sich bei Einrichtungen im Kinzigtal umgehört.

Mittleres Kinzigtal. "Wir gehen das Thema mit der nötigen Vorsicht an", sagt Markus Harter, Geschäftsführer des Johannes-Brenz-Heims in Wolfach. Nach wie vor prüfe der Krisenstab die Lage regelmäßig. "Auf unaufgeregte Weise", betont er. Kommen Bewohner beispielsweise aus dem Krankenhaus zurück oder es gibt Neuaufnahmen, werde ein Negativ-Test verlangt. "Aber auch die brauchen ihre Zeit – wir schauen, dass wir die Bewohner in der ersten Zeit dann engmaschig überwachen", erklärt er.

Darüber hinaus versuche man, die Maßnahmen in einem erträglichen Maß für alle zu halten. Gruppenangebote würden derzeit nur intern stattfinden. "Wir sind momentan in der Planung, wie wir Weihnachten angehen können", blickt Harter voraus. Klar sei, dass es in diesem Jahr anders ablaufe als gewohnt – wie genau wisse man aber derzeit noch nicht. Besuche von Angehörigen seien aber weiterhin erlaubt. "Den Kontakt aufrecht zu erhalten, ist sehr wichtig", betont Harter.

Das Angebot der Corona-Schnelltests habe das Brenzheim angenommen, allerdings warte man dabei noch auf eine praktische Anleitung und Unterstützung.

Auch in den Einrichtungen des Caritasverbands Kinzigtal (Alfred-Behr-Haus Haslach, St. Luitgard Oberwolfach und St. Jakobus Schutterwald) gibt es derzeit keine Besuchsverbote – allerdings gilt, dass jeder Bewohner nur zwei Besucher pro Tag empfangen darf, berichtet Jörg Böcherer. Die Besucher müssen sich auch vor Eintritt registrieren. "Aber die meisten kennt man ja bereits", sagt er. Eine Verschärfung der Maßnahmen sehe er derzeit für nicht angezeigt. "Wir dürfen die Bewohner auch nicht einsperren", betont er. Gleichwohl bedeute das, weiterhin wachsam zu sein und auf Symptome zu achten. Eine große Sorge sei, gerade auf Mitarbeiterebene, sich wieder einschränken zu müssen wie im Frühjahr. "Wir können nur an alle appellieren, sich an die Maßnahmen zu halten", betont Böcherer.

Weihnachten wird in diesem Jahr anders ablaufen

Angebote wie Gottesdienste würden in den Einrichtungen stattfinden und auch die Seelsorge komme wieder – aber alles mit Abstand. Zudem werde darauf geachtet, dass sich die Gruppen im Haus so wenig wie möglich vermischen, erklärt Böcherer. "Spannend wird die Frage, wie wir mit Weihnachten umgehen." Auch der Caritasverband habe Corona-Schnelltests geordert. "Die Teststrategie ist aber noch relativ neu", so Böcherer. Momentan werde noch ein Konzept erarbeitet, wie mit den Schnelltests in den Einrichtungen umgegangen werden soll.

"Wir befinden uns seit dieser Woche wieder in derselben dynamischen Lage wie im Frühjahr", so Dietmar Haas, Heimleiter des Seniorenzentrum am Schlossberg in Hausach. Der Unterschied bestehe darin, dass in den Heimen die Schutz-und Hygienekonzepte bereits umgesetzt werden und ausreichend persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung steht.

"Durch unsere Erfahrungen im vergangenen Frühjahr sind wir gut eingespielt und können sofort reagieren", so Haas. Es sei eine tägliche Herausforderung für die Mitarbeiter und Leitungsebene, sich auf die dynamische Lage einzustellen.

Die Schutz- und Hygienemaßnahmen wurden in den vergangenen sechs Wochen in Absprache mit dem Gesundheitsamt mit der Entwicklung der epidemiologischen Lage wieder zunehmend verschärft, mit dem Ziel, einen hohen Schutzstandard für die Bewohner und Mitarbeiter sicherzustellen, um für die Bewohner sehr wichtigen Angehörigenbesuche aufrecht zu erhalten können.

Die Angehörigen werden seit dem Frühjahr von dem Seniorenheim stets über die aktuellen Entwicklungen informiert und darauf vorbereitet, in welchen Situationen es zu Besuchsbeschränkungen kommen kann.

"Die Bewohner bemerken eine Veränderung, aber wir versuchen eine gewisse Normalität zu leben, um die Situation des Eingesperrt- und Alleinseins wie im Frühjahr nicht mehr aufkommen zu lassen", betont der Heimleiter.

Deshalb sei es sehr wichtig, dass das Personal und die Besucher der Einrichtung sich an die geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten, um das Risiko der Einschleppung zu minimieren.

Das Personal arbeitet seit dem Frühjahr immer in einer Habachtstellung, was eine enorme psychische Belastung darstellt. Die damals gemachten Erfahrungen waren sehr prägend, berichtet Haas.

"Daher verstehe ich es nicht, dass es immer noch Menschen gibt, welche Covid-19 auf die leichte Schulter nehmen", erklärt der Heimleiter.

Es gibt keine neuen Besuchsregelungen, es gilt weiterhin die Corona-Verordnung " Besuchsregelungen in Pflegeheimen und Krankenhäusern". Es gilt die Aussage des Sozialministeriums, dass solange wie möglich die Besuche nach dieser Verordnung stattfinden müssen. Ein Besuchsverbot kann nur das Gesundheitsamt in einem Ausbruchsgeschehen verhängen. Diese Regelung erfordert eine tägliche Neubewertung der Besuchsregelungen hinsichtlich der Infektionszahlen im Kinzigtal. So kann es beispielsweise zu zeitlichen befristeten Besuchen kommen oder nur zwei fest definierte Besuche während der Hochphase, so Dietmar Haas.

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