Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Haslach Fulminante Schüsselübergabe im Rathaus

Von
Nun muss er’s aber wissen: Bürgermeister Philipp Saar (von links) bekam von den Haslacher Narren Manuel Seitz und Ute Müller noch einmal erklärt, wie das mit der Fasent im Städtle so läuft. Den Schlüssel hatte Klaus Müller sich zu dem Zeitpunkt schon gesichert. Foto: Kleinberger

Haslach - Wer hat ein Anrecht auf den Schlüssel für das Haslacher Rathaus? Am Schmutzigen Donnerstag haben Cowboys und Indianer das unter sich ausmachen wollen. Am Ende gewann aber eine dritte Fraktion.

Fulminant war auch in diesem Jahr wieder die Schüsselübergabe im Haslacher Rathaus an die Narren. Maestoso und Regisseur Martin Schwendemann hatte sich diesmal als ebensolcher ins Licht gerückt und überwachte, mit Hawaiihemd und Flüstertüte ausgestattet, einen "Filmdreh" der etwas anderen Art: In bester Westernmarnier schlugen sich Cowboys und Indianer um den Schlüssel fürs Rathaus – und mittendrin musste plötzlich ein neuer Häuptling gesucht werden.

Zwischen Saloontür und Marterpfahl

Cowboys und Indianer wartend in der Pause, geschäftiges Treiben zwischen Saloontür und Marterpfahl, mittendrin Kameraleute und der Regisseur: Das zahlreich – und pünktlich um 11.11 Uhr – im Haslacher Rathaus erschienene Narrenvolk sah sich einem Western-Filmset gegenüber.

Dem Regisseur gehorchte der Trupp, der wieder aus zahlreichen Mitarbeitern der Stadt in liebevoll und detailreich gestalteten Kostümen bestand, aufs Wort. Und so flogen plötzlich die Saloontüren auf und heraus stürmten Mexikaner – mit dem Rathausschlüssel. Die ersten Kämpfe um das wertvolle Objekt ließen nicht lange auf sich warten und so hatte "Totengräber" Werner Müller am Ende ein paar Mexikaner und Trapper auszumessen, die auf der Strecke geblieben waren.

Auch Ralf Rösch und Adrian Ritter hatten kein Glück und schossen sich beim Duell gegenseitig ab. Die vielen Toten konnte die menschliche Bestattungsabteilung gar nicht mehr verarbeiten und so kamen Geier zu Hilfe. Natürlich durfte musikalische Untermalung à la "Spiel mir das Lied vom Tod" nicht fehlen.

Doch dann: Oh Schreck. Hauptdarsteller Til Schweiger, der für die folgende Szene als Haslachs Sheriff gebraucht wurde, ließ sich entschuldigen. Das folgende Spontancasting verlief ernüchternd: Ein Heubällchen-Phantom, ein wandelnder Pullover mit Schreibschwäche und ein Rapper mit Egoproblem. Der Regisseur verzweifelte: "Gibt es in ganz Haslewood denn keine vernünftigen Schauspieler?"

Die Rettung kam in Form des Supersheriffs: Philipp Saar nebst Partnerin Rebecca Koestel. Das Volk war begeistert und schenkte dem selbstsicher posenden Retter in der Not Hundefutter sowie Haarfett in der praktischen Margarine-Großpackung. Die erste Amtshandlung des Sheriffs war schnell gefunden: "Rollender Rettich" (Roland Wacker) vom Marterpfahl zu befreien. Das gelang und als "Häuptling Strahlender Pfau" wurde der Stadtbaumeister als "Langzeitgefangener der boshaften Stammesgemeinschaft Lächelnde Bürokraten" verabschiedet. Der Sheriff schenkte ihm Feuerwasser – und seiner Nachfolgerin den Zweitschlüssel für das Haslacher Rathaus. Dass es diesen überhaupt gab, kommentierte Haslachs Zunftchef Manuel Seitz mit "den wollen wir aber auch haben", als er das Wort ergriff. Währenddessen nahm sein Kollege Klaus Müller den anderen Schlüssel in Empfang.

Schelte wird auf Hochdeutsch übersetzt

Ganz ohne Schelte entließen die Narren Bürgermeister Saar aber nicht für die kommenden Tage in seinen närrischen Ausstand. Während Seitz schimpfte, übersetzte Ute Müller für den "auswärtigen" Bürgermeister auf Hochdeutsch.

Wer pünktlich um 20.11 Uhr am 11. November zur Hauptversammlung der Zunft in der "Kanone" erscheine, wisse auch um Zeitpunkt und Ort der offiziellen Fasentseröffnung und müsse diese nicht verwirrt in Berlin suchen, kommentierten die Narren. Doch die Krone habe der Bürgermeister dem Ganzen damit aufgesetzt, dass er nach dem Lumpenball – der zwei Wochen nach der Eröffnung stattgefunden hatte – auf Facebook postete, nun sei die Fasent eröffnet. Wenn er sich nun gut schlage, bekäme Saar den Rathausschlüssel am Aschermittwoch zurück, sagte Seitz zum Abschluss. Der Bürgermeister nahm’s mit Humor und bat um eine Terminklärung mit den Kleintierzüchtern, die am gleichen Abend den "größten Rammler" ausgezeichnet hätten, was seine Anwesenheit erforderte. Unter dem amüsierten Johlen des Narrenvolks traten die neuen Schlüsselbesitzer ab.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Haslach

Lisa Kleinberger

Fax: 07832 9752-15

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading