Offener Brief: Gutacher Bürgermeister appelliert an Regierung

Gutach (cko). Einen Offenen Brief hat der Gutacher Bürgermeister Siegfried Eckert an Politiker auf Bundes- und Landesebene geschrieben. Er plädiert darin für die Öffnung von Hotels, Einzelhandel und touristischen Einrichtungen ab Samstag, 13. März.

Hintergrund sei , dass am Sonntag, 14. März die Landtagswahl stattfindet Voraussetzung für die Öffnung seien selbstverständlich geeignete Hygienekonzepte.

Der Gutacher Bürgermeister Siegfried Eckert wendet sich mit diesem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, an den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und an die Abgeordneten der Bundes- und Landesregierung Thorsten Frei (CDU), Johannes Fechner SPD, Sandra Boser (Grüne), Marion Gentges (CDU), Thomas Marwein (Grüne), und Volker Schebesta (CDU) sowie Landrat Frank Scherer.

Er fordert die zeitige Öffnung von Hotels, Einzelhandel und touristischen Einrichtungen. Mit einem geeigneten Hygienekonzept könnte der Fachhandel ebenso wie die Gastronomie und auch die Bereiche der Touristik wieder öffnen.

Bei vorschriftsmäßiger Einhaltung der Hygieneregeln sowie einer begrenzten Anzahl von Kunden auf entsprechender Verkaufsfläche sehe er bei den deutlich gesunkenen Infektionszahlen keinen Hinderungsgrund mehr für eine Öffnung. Was bei der Landtagswahl flächendeckend funktioniere, könne auch in diesen Bereichen Anwendung finden, so Bürgermeister Eckert. Er bittet die Bundeskanzlerin, den Ministerpräsidenten sowie die Bundestags- und Landtagsabgeordneten dringend, sich nachdrücklich für eine Öffnung der genannten Bereiche einzusetzen.

Alle Betriebe hätten sich große Mühe und viele Gedanken über geeignete Hygienekonzepte gemacht, und sich deren Umsetzung zum Teil sehr viel Geld kosten lassen. Bei strenger und disziplinierter Einhaltung der Regeln besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko, so Eckert.

Er habe sich ja vor einiger Zeit für die Verschiebung der Landtagswahl ausgesprochen (wir berichteten), so Eckert im Gespräch mit dem Schwabo. Denn selbst wenn 50 Prozent der Wähler per Brief wählen würden, blieben 50 Prozent, die in die Wahllokale gehen. Hinzu kämen die erforderlichen Mitarbeiter, die Wahlhelfer. Wenn dieses Risiko zu stemmen sei, müsste das auch für die von ihm angesprochenen Bereiche möglich sein.

Einzelhandel, Hotellerie und touristische Einrichtungen hätten während der ersten Welle bewiesen, dass sie die Hygienevorschriften einhalten. Den Branchen gehe es sehr schlecht, da könne diese Forderung durchaus aufgestellt werden.

"Wir sind als touristischer Ort besonders betroffen und stehen in der ersten Reihe", so Eckert. Das nächste Bund-Länder-Gespräch sei für den 3. März vereinbart, da wäre doch eine tolle Vorlaufzeit bis zur Landtagswahl gegeben, so der Gutacher Bürgermeister. "Die Basis muss sich melden und wir sind die Basis", stellt der Eckert klar. "Und wenn wir Landtagswahlen machen können, dann können Einzelhandel, Hotellerie und Freizeiteinrichtungen auch öffnen!"

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