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Gutach Hilferuf aus Uganda erreicht Autorin

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In ihrem Buch "Matoke, Mangos und Moskitos" hat Johanna Schwidergall ihre Erfahrungen vom Leben in Uganda niedergeschrieben. Jetzt bittet sie dringend um Spenden für die 14-jährige Bibiana. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Die Gutacherin Johanna Schwidergall hat ein Hilferuf aus Uganda erreicht. Die 14-jährige Bibiana muss dringend operiert werden, sonst wird sie ihr rechtes Bein verlieren. Allerdings fehlen der Familie dafür die finanziellen Mittel in Höhe von 700 Euro.

Gutach. "Ich kenne die Familie persönlich, Bibiana wurde während einer meiner Aufenthalte in Uganda geboren", erklärt Johanna Schwidergall gegenüber dem Schwabo. Die dringende Bitte um finanzielle Hilfe sei vor ein paar Tagen vom Vater des 14-jährigen Mädchens gekommen.

"Das Mädchen hat seit Kleinkindertagen Probleme mit dem rechten Bein, die immer schlimmer und lange Zeit nicht richtig behandelt wurden. Es scheint sich um eine Infektion zu handeln, die bis in die Knochen geht und mittlerweile äußerst schmerzhaft ist. Das Kind kann nur noch sehr schwer gehen und leidet starke Schmerzen", schildert Schwidergall die Lage.

Infektion scheint bis in die Knochen zu gehen

Beim bisher letzten Arztbesuch im Hospital sei dem Vater am 20. Dezember eindringlich zur Operation geraten worden – die einzige Möglichkeit, das Bein zu retten. "Es liegen Röntgenbilder und Befunde des Krankenhauses vor, vor allem aber ein Kostenvoranschlag in Höhe von 700 Euro", so die Gutacherin. "Deshalb gebe ich den Hilferuf weiter und bitte um Spenden, damit das Mädchen operiert werden kann."

Die politische Lage in dem ostafrikanischen Land sei sehr schlimm, man stehe akut vor einem Bürgerkrieg. Der könnte schon in dieser Woche beginnen, wenn am Donnerstag, 14. Januar, ein neuer Präsident gewählt wird. "Der bisherige Amtsinhaber Yoweri Museveni will auch nach 35 Jahren nicht aufgeben und hält seit Wochen seine Mitbewerber mit gezielten Morden, Haft und Verweigern von medizinischer Hilfe in Schach. Bislang wurden mehr als 60 Personen von Polizei und Militär mutwillig erschossen, nur weil sie anderen Kandidaten nahe stehen", weiß Johanna Schwidergall zu berichten.

Es ist ihr schon lange ein Anliegen, neben den humanitären Verhältnissen auch auf die politischen Verhältnisse in Uganda aufmerksam zu machen – weil das eine mit dem anderen eng zusammenhängt.

So würden beispielsweise die Krankenhäuser vom Staat größtenteils nicht einmal mehr mit dem Nötigsten versorgt, wer kein Geld habe, bekomme keine medizinische Hilfe. Ein Freund habe ihr erzählt, dass Frauen ihre Kinder im Freien vorm Krankenhaus entbinden mussten, weil sie kein Geld für die Behandlung hatten. "Allein in dem Hospital, von dem ich rede, sind deshalb dutzende Frauen verstorben", verdeutlicht die engagierte Gutacherin.

In diese prekäre Lage hinein käme die Corona-Krise hinzu, die für politische Zwecke missbraucht werde. Der 76-jährige Präsident verzögere Hilfszahlungen oder verweigere diese, um die Menschen zur Stimmabgabe in seinem Sinn zu zwingen.

Der einzige kleine Vorteil im Zusammenhang mit Corona sei die Altersstruktur der Bevölkerung, bei der etwa drei Viertel unter 30 Jahre alt und damit weniger gefährdet wäre. Die Ugander seien mutiger geworden und wollten es sich nicht gefallen lassen, dass der Präsident die Wahl erneut manipuliere. Das bringe allerdings die Gefahr eines Bürgerkrieges mit sich.

"Deshalb ist es wichtig, dass Bibiana ihren OP-Termin so schnell wie möglich erhält", betont Johanna Schwidergall und bittet daher dringend um finanzielle Unterstützung.

Johanna Schwidergall lebte einige Jahre fest in Uganda und unterstützt mit ihrer Initiative "Mutima – Herzenssache Uganda" verschiedene Projekte vor Ort. Mittlerweile wohnt sie in Hornberg und hält sehr engen Kontakt in das vom Bürgerkrieg bedrohte ostafrikanische Land. Spenden für die Hilfe in Uganda können auf das Konto des Katholischen Pfarramts St. Georg, Deisslingen-Lauffen, IBAN: DE85 6425 0040 0000 8632 16, mit dem Betreff "Uganda-Hilfe Johanna Schwidergall" überwiesen werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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