Freizeit: Der neue 360°-Rundgang weckt die Vorfreude auf den Sommer / Vorführungen im Video

Das Team vom Gutacher Freilichtmuseum Vogtsbauernhof hat sich mal wieder etwas Besonderes einfallen lassen: einen 360°-Rundweg. Im Internet können sich Interessierte schon jetzt ansehen, welche Attraktionen im Sommer auf sie warten.

Gutach. Gleich zu Beginn des Wegs werden Rundumblicke in die Rauchküche, den Bauerngarten und die Stube der Bollenhutmacherin im Vogtsbauernhof gewährt. Ein YouTube-Video mit Bollenhutmacherin Gabriele Aberle kann angeklickt werden und so erleben die Zuschauer, gleich eine der Handwerksvorführungen, die im Sommer wieder im Museum stattfinden.

Zwei Kilo Wolle für die Bollen

Gabriele Aberle hat das Handwerk von ihrer Mutter erlernt, das Wissen wurde immer von Generation zu Generation weiter gegeben. Die Bollenhutmacherin zeigt detailliert, wie sie aus zwei Kilo Wolle die Bollen für die bekannten Hüte herstellt.

Ein Stück weiter auf dem Weg erklärt Martin Obert den virtuellen Besuchern die Funktion und Verwendung der Klopf- und Plotzsäge in einem mehr als siebenminütigen Film. Die Säge wird mit Hilfe des mittelschlächtigen Wasserrads betrieben. Bauern mit Waldbesitz hatten früher oft eine solche Säge um das Holz für den eigenen Bedarf oder für Kunden zu bearbeiten.

Auch die Hausmahlmühle erklärt Obert den Besuchern. Auch sie wurde mit Wasserkraft betrieben. In der Mühle wurde Roggen für das einmal im Monat gebackene Brot gemahlen. Obert zeigt im Video, wie der Roggen in den Trichter geschüttet wird und von dort den Weg nimmt um zwischen "Faulenzerstein" und "Läuferstein" zermahlen zu werden. Die Kleie fällt dann durch den Kleiekotzer in einen Kasten. Obert zeigt genau, wie die Wassermühle funktioniert und wie die einzelnen Räder ineinander greifen.

Eine weitere Handwerksvorführung zeigt die Arbeit der Zimmermänner im Falkenhof: Florian Braun, Zimmermeister und Bautechniker, vom Konzeptbau Bühl, vermittelt den Azubis das traditionelle Handwerk im Museum in Gutach. Dabei erleben auch die Zuschauer, wie das Holz in früheren Zeiten verarbeitet wurde.

Die Zimmerer tragen dabei ihre traditionelle Zunftkleidung. Horst Biegert, Zimmerermeister, der seit 19 Jahren im Museum arbeitet zeigt beispielsweise, wie Wasserleitungen aufwendig aus Kiefernstämmen gebohrt wurden und wie viel Geschick und Wissen dafür nötig war. Die Freude an der Arbeit ist allen anzusehen.

Der Rundgang zeigt auch das Museum aus der Luft und führt beispielsweise auch durch das Effringer Schlössle samt guter Stube, Küche und Jugendzimmer. So kommt Vorfreude auf, das alles in der Realität zu erleben.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: