Mit einer symbolischen Überfahrt auf das neue Betriebsgelände im Hausacher Stadionweg hat Maximilian Eisenmann „Taxi Luke“ von seiner Mutter Bärbel von Teuffel übernommen. Ab sofort ist er Chef von 41 Mitarbeitenden.
Als Prokurist hatte Maximilian Eisenmann bereits seit 2019 verantwortlich gezeichnet, seit dem 1. Januar ist er nun auch Geschäftsführer des 1956 in Hausach gegründeten Unternehmens. Die Großeltern Ludwig und Marlis Luke hatten den Grundstein des Erfolges gelegt und den Betrieb 1994 an Tochter Bärbel von Teuffel gut aufgestellt übergeben. Sie hatte das Unternehmen kontinuierlich ausgebaut, neben dem Hauptsitz Hausach die Zweigstellen Wolfach, Haslach und Steinach eröffnet und fast zwei Jahrzehnte lang nach einer Erweiterungsfläche in Hausach gesucht.
Mit dem Verkauf eines Teils des Thielmann-Areals an die Stadt Hausach habe sich dann eine Möglichkeit aufgetan. Jetzt sollen auf 3000 Quadratmetern eine Fahrzeughalle samt Unterstellplatz, ein Verwaltungsgebäude, eine Werkstatt und ein Waschplatz entstehen. „Alles, was man für so ein Unternehmen eben braucht“, fasste Eisenmann die Planungen zusammen, um die bisherigen beengten Verhältnisse aufzulösen.
Bis Ende April sollen die Pläne für eine mögliche ELR-Förderung eingereicht werden, die dann im September hoffentlich positiv beschieden wird. „Wenn wir Mitte bis Ende 2025 mit dem Bau fertig sein könnten, wäre das schön“, blickte der 31-jährige voraus.
Nach dem Abitur hatte er zunächst eine Ausbildung als Bänker absolviert, bevor er zum Studium der Sozialwissenschaften samt VWL, BWL und Politikwissenschaft nach Köln ging. Als sich dann abgezeichnet habe, dass er perspektivisch den elterlichen Betrieb übernehmen werde, habe er den Studien-Schwerpunkt auf das Management Soziologie gelegt. „Mir war neben der betriebswirtschaftlichen auch die menschliche Seite im Management wichtig“, erklärte Eisenmann.
Die Belegschaft mit 41 Mitarbeitenden setzt sich mittlerweile aus zehn Nationalitäten zusammen, von denen der Großteil als Teilzeitkräfte und stundenweise arbeitet. Für Eisenmann steht fest, dass Integration am besten und einfachsten über das Arbeiten und sprechen der Deutschen Sprache funktioniert. Als Mobilitätsdienstleister hat die Firma Luke ein Portfolio aus Reisen, Taxifahrten, regelmäßigen Krankenfahrten, Rollstuhl-Fahrten, der Schülerbeförderung und auch Kurierfahrten. Dafür stehe ein Fuhrpark aus zwei Bussen, fünf Achtsitzern, vier Rollstuhl-Fahrzeugen und zehn Limousinen zur Verfügung. Im Reisebüro wird Reisekauffrau Bärbel von Teuffel weiterhin mitarbeiten und die Vollzeit-Mitarbeiterin unterstützen.
Corona und Tunnelsperrung
„Wir sind relativ gut durch die Corona-Jahre gekommen“, erklärte Maximilian Eisenmann auf Nachfrage. Bei Bedarf setze er sich auch selbst hinters Steuer und zeigte sich von der Tunnelsperrung im Gesamten positiv überrascht. „Wenn man weiß, wie man fahren muss, kommt man gut voran“, erklärte er und zeigte sich für Hausach doch froh, wenn die Baustelle geschafft ist.