Tommy Reinbold, Vorsitzender des Fördervereins des Hornberger Freibads, zeigt die Spielgeräte für Kinder, an deren Anschaffung der Verein maßgeblich beteiligt war. Foto: Kornfeld

Das Hornberger Freibad hat an Fronleichnam wieder geöffnet. Der Förderverein des Freibads ist wesentlich darn beteiligt, dass das Bad viele Attraktionen zu bieten hat und gepflegt wird.

Hornberg - Tommy Reinbold, Vorsitzender des Fördervereins, ist über jedes Detail im Freibad bestens informiert. so erklärt er auch, wie die wegen Corona eingeschränkte Besucherzahl gut kontrolliert werden kann. "Wir haben 400 grüne Chips. Jeder Besucher erhält einen und wenn er das Bad verlässt, gibt er ihn wieder ab", so Reinbold. Circa 280 Gäste kamen Fronleichnam zum Schwimmen.

Kinder müssen schwimmen lernen

Damit das Bad an Fronleichnam öffnen konnte, haben die Mitglieder des Vereins an vier Samstagen alles instand gesetzt. Unterstützt wurden sie dabei von den Bademeistern Wolfgang Streng, Gerhard Schmid und Veronik Kühn. In den vergangenen vier Wochen haben an Samstagen und auch unter der Woche 98 Menschen 428 Arbeitsstunden geleistet, beim letzten Einsatz mobilisierten 15 Personen von 9 bis 16 Uhr, ihre Kräfte und leisteten 75 Arbeitsstunden. Sie malerten und reinigten Kabinen, Abdeckungen wurden entfernt, Plakate aufgehängt, Unkraut entfernt, die Sonnenschirme (Spende der Brauerei Ketterer) und vieles mehr. "Es wundert, was man machen kann, wenn man will und welche Bereitschaft da ist", so Reinbold.

Mit den Arbeitseinsätzen ist es nicht allein getan: Reinbold weiß auch genau, was nötig ist, um die Freizeitanlage noch attraktiver zu machen. So ist ein weiteres Sonnensegel für die Schattensuchenden geplant (wir berichteten), das circa 5300 Euro kosten wird. Die Rutsche im Kinderbecken ist in die Jahre gekommen und soll deshalb ersetzt werden. Die neue Rutsche wird an die 700 Euro kosten. Die insgesamt 6000 Euro kann der Verein nicht alleine schultern und hat daher einen Antrag bei der Bürgerstiftung über 3000 Euro gestellt. "Außerdem haben wir eine großzügige Einzelspende über 1000 Euro bekommen, der Spender möchte aber nicht genannt werden", verrät Reinbold. Bleiben also 2000 Euro, die der Verein selbst aufbringen muss.

In den vergangenen Jahren hat der Verein so manche Verbesserung im Freibad angestoßen oder finanziert. So auch die Trennleinen zwischen den Bahnen im schwimmerbecken, die durch Corona besonders wichtig geworden sind. Durch sie wird der notwendige "Einbahnschwimmverkehr" im Becken erst möglich.

Finanzierung der Fahrkosten und Tickets

"Die Bäder vor Ort werden gebraucht, auch weil die Kinder schwimmen lernen müssen", begründet Reinbold das Engagement. Und so finanziert der Verein auch die Fahrtkosten und die Tickets, wenn bald Kinder aus Wolfach an einem Schwimmkurs der mit der Wolfacher Schule organisiert wurde, teilnehmen.

Mitglieder des Vereins mit DLRG-Ausbildung sorgen auch dafür, dass an den Wochenenden die Sicherheit im Freibad gewährleistet ist und die Bademeister trotzdem Pausen machen können. Sie unterstützen die Bademeister freitags von 14.30 bis 16.30 und am Wochenende jeweils in zwei Schichten. Wenn viel los ist, bleiben sie länger.

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