Ausschuss: Bauliche Veränderungen an markanten Gebäuden von Ettenheims Innenstadt

Der Bauausschuss Ettenheim hat sich mit mehreren Anträgen beschäftigt. Ehemalige Geschäfts- und Ökonomiegebäude sollen zu Wohnungen werden. Der Bauantrag in der Westlichen Ringstraße wurde jedoch abgelehnt.

Ettenheim. Grundsätzlich unspektakulär war die Tagesordnung, mit der sich der Gemeinderatsausschuss Bauen, Umwelt und Technik (BUT) sich online auseinanderzusetzen hatte. Es waren ausnahmslos Baugesuche, die der Ausschuss lediglich zur Kenntnis zu nehmen hatte. Beschlussfassungen standen nicht an. Und dennoch werden die geplanten baulichen Vorhaben solche, die ins Auge springen.n Kulturdenkmal wird umgebaut: Das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus der Gärtnerei Jäger oben auf dem Kirchplatz soll energetisch saniert, im Inneren umgebaut und auf zwei Seiten mit insgesamt vier kleineren Schleppdachgauben versehen werden. Das Dachgeschoss kann dadurch einer Wohnnutzung zugeführt werden. Beim Anwesen handelt es sich um ein Kulturdenkmal. Die Stellungnahme der Unteren Baurechtsbehörde stehe zwar noch aus, erklärte Sachbearbeiter Rainer Gruninger. Sie sei jedoch zu erwarten, weshalb das Stadtbauamt dem Vorhaben grünes Licht gebe.n Aus ehemaligem Geschäft wird Wohnhaus: Mehrere bauliche Maßnahmen sind in einem weiteren denkmalgeschützten Haus in der Rohanstraße 6 vorgesehen. Das ehemalige "Haus Uhren-Blank" wird nicht mehr zu Geschäfts-, sondern nur noch zu Wohnzwecken genutzt. Vorgesehen sind der Einbau eines Lifts im Innenhof, die Schleppgauben sowie der Umbau des bisherigen Treppenhauses. Thomas Dees (FWV) fragte nach, ob die momentane Lösung Bestand haben soll. Bei dieser ist das bisherige Holztor auf der Fluchtlinie der Außenfassade zur Rohanstraße ins Innere der Einfahrt versetzt und damit das Auto sichtbar. Sowohl Bürgermeister Metz wie auch die Sachbearbeiter des Stadtbauamtes gehen aber davon aus, dass die frühere Lösung mit einem Flügeltor wiederhergestellt werden solle, wie es im Plan auch eingezeichnet ist. n Rat lehnt Bauantrag für Balkon und Stromkasten ab: Keine Möglichkeit, den eingereichten Bauantrag zu genehmigen, sieht die Untere Baurechtsbehörde laut Rainer Gruninger für ein Vorhaben in der Westlichen Ringstraße 19 a. Schon einmal wurde das Vorhaben im vergangenen Oktober von der BUT-Sitzung abgesetzt. Teile der Planung seien mit der Altstadtsatzung nicht vereinbar, so ein über die Gebäudeflucht hinausragender Balkon in Holzkonstruktion sowie ein vor dem Haus vorgesehener Stromkasten. Beide ragen in der Planung in den öffentlichen Verkehrsraum.n Zweigeschossige Doppelhaushälfte wird genehmigt: "Einen Schandfleck weniger" sieht Bürgermeister Bruno Metz, wenn die geplante Baumaßnahme in der Mahlberger Straße 5a umgesetzt ist. Geplant ist der Neubau einer zweigeschossigen Doppelhaushälfte mit Carport.

n Ökonomiegebäude wird für neues Wohnhaus abgerissen: Als "sehr ambitioniert" machte Bernd Billharz (SPD) ein Vorhaben in der Herrenstraße 4 in Wallburg aus. Hier soll ein bestehendes Ökonomiegebäude abgebrochen werden und an seiner Stelle ein zweigeschossiges Wohnhaus mit insgesamt fünf Wohneinheiten errichtet werden. Vorgesehen sind sieben Stellplätze und zwei überdachte Abstellplätze für Fahrräder, Kinderwagen, Rollatoren. Man beabsichtige den Bauvorentscheid zu erteilen, teilte Gruninger mit. Es seien allerdings noch einige Dinge mit dem Bauherrn zu vereinbaren. Bernd Billharz merkte an, dass barrierefreie Maßnahmen in der Planung des Erdgeschosses "nicht durchgängig erfüllt" seien.

Ohne Beanstandungen wurde eine Werbeanlage in der Westlichen Ringstraße 1 bewilligt. Ein im ehemaligen Fotogeschäft Oehler im Arkadendurchgang neben dem Unteren Tor ansässiges Versicherungsbüro will sowohl auf der Süd- als auch der Nordseite an der Hausfassade über dem Rundbogen Versicherungslogo und Namenszug des Bürobetreibers anbringen.

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