Christa Metzger (rechts), die Inhaberin von Spielwaren Haupt-Bucherer in der Marktstraße, hat in den vergangenen Tagen zahlreiche fein verpackte Waren über die Ladentheke gegeben, die an Heiligabend Freude bereiten dürften. Foto: Schabel

Das gespannte Auspacken bei der Bescherung gehört zu Heiligabend wie ein gutes Essen. Doch was liegt am Sonntag in Lahr unter den Weihnachtsbäumen? Die Einzelhändler berichten, welche Trends es gibt.

Es ist einiges los in der Marktstraße: Kurz vor dem Fest sind noch viele Menschen unterwegs, um Weihnachtsgeschenke für ihre Liebsten zu besorgen. Vor dem „Naschwerk“ stehen zwei ältere Damen, die bemerken, dass das Geschäft in der Mittagspause ist. „Um 14.30 öffnet es wieder“, freuen sie sich, als sie die angeschriebenen Zeiten sehen. Gleich gegenüber verkauft Christa Metzger im Geschäft Haupt-Bucherer Spielwaren. Metzger berät die Kunden auf Wunsch und ist ihnen somit bei der Geschenkesuche behilflich.

 

„Wir verkaufen queerbeet“, berichtet Metzger. Ihr Geschäft mache in der Vorweihnachtszeit 30 Prozent des ganzen Jahresumsatzes. „Es ist unser Hauptgeschäft“, fasst Metzger zusammen. Zu den beliebtesten Geschenken für Kinder zählen Gesellschaftsspiele, wie Quartett, Elfer raus, Phase 10 und Uno Extreme. Zudem gehen viele Puzzles über die Ladentheke. Die Lahrer suchen dort aber nicht nur nach Geschenken für Kinder, sondern auch für Erwachsene. So gibt es Märklin-Modelleisenbahnen und auch die dazugehörigen Zugschienen und Häuser, die es braucht, um eine Landschaft aufzubauen. Wer sich nicht entscheiden kann, oder Angst hat, etwas Falsches zu kaufen, greift zum Gutschein. „Kinder bekommen auch oft Gutscheine von ihren Eltern, die sie dann im Januar bei uns einlösen“, sagt Metzger weiter.

Schokolade ist diebeliebteste Naschware

Als das „Naschwerk“ dann öffnet, erwartet Geschäftsführerin Gabriele Lässle freundlich die Kunden und bietet ihre Hilfe an. „Das Advents- und Weihnachtsgeschäft geht meist Ende November los“, erklärt sie unserer Redaktion. Auch bei ihr mache dieses 25 bis 30 Prozent des Jahresumsatzes aus. Zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählen ihrer Erfahrung nach Pralinen, Baumbehang, Nougatstangen und schokolierte Früchte.

Einige Meter weiter herrscht auch in der Buchhandlung Schwab Weihnachtstrubel. Die Schlange an der Kasse ist ziemlich lang, an den Regalen drängen sich die Besucher. Dabei werden die Bücher aus unterschiedlichen Genres gekauft, berichtet Inhaber Martin Schwab. „Jedes Genre hat seine eigenen Bestseller.“ Für Kinder werden die Bücher „Guiness World Records 2024“ gekauft, aber auch „Sei kein Frosch“ zum Thema Mut und „10 Hunde“, zum Zählen lernen. Eine ältere Kundin kauft die Bücher „Gregs Tagebuch“ und „Paradise Garden“ als Weihnachtsgeschenke für Kinder in der Verwandtschaft, wie sie uns erklärt.

Für Erwachsene nehmen die Kunden neben Kochbüchern auch Romane, wie „Zauber der Stille“ von David Kaspar Friedrich mit nach Hause. Außerdem seien auch Krimis – vor allem von Sebastian Fitzek – beliebt, so Schwab. Für Jugendliche werden oft Mangas gekauft, sagt er. Außerdem hat die Buchhandlung einen großen Tisch mit Weihnachtsbüchern eingerichtet.

Auch bei Juwelier Spinner kauft ein Kunde gerade ein Weihnachtsgeschenk. Am meisten werden Colliers, Ohrringe und Ringe verkauft, sagt Annika Spinner. Aber auch Schmucksets gingen gut. Im Trend liege dieses Jahr vor allem goldgelber Schmuck. Es werde aber nicht nur für Weihnachten gekauft, sondern auch schon für das neue Jahr. „Viele Menschen kaufen zwei Teile zusammen und verschenken das zweite Teil dann im neuen Jahr zum Beispiel zu einem Geburtstag“, so Spinner.

300 Euro im Schnitt

Als Budget für Weihnachtsgeschenke planen die Menschen in diesem Jahr im Schnitt 304 Euro ein. Das ergab eine Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK. Damit steigt das Budget im Vergleich zum Vorjahr knapp um fünf Euro – liegt aber unter dem Wert von 2021 (320 Euro).