Ministranten tragen bei der Prozession in Schuttern die Fahnen der Kirche. Foto: Bohnert-Seidel

Zahlreiche Schutterner sowie Gäste aus dem Umland haben sich zum großen Fest an Mariä Himmelfahrt getroffen. Die Kirche war erstmals seit drei Jahren wieder voll besetzt. Teil der Feier war eine große Prozession durch den Ort.

Schuttern - Zum großen Fest an Mariä Himmelfahrt in Schuttern hat sich am gestrigen Montag gefühlt ein ganzes Dorf sowie zahlreiche Gäste aus den Umlandgemeinden in Schutterns historischer Klosterkirche getroffen. Erstmals seit drei Jahren war diese wieder bis zum letzten Platz belegt. Vorne am Altar empfing Pfarrer Steffen Jelic gemeinsam mit den aus Schuttern stammenden Pfarrern Tobias Streit und Werner Fimm sowie Pater Tijo und Diakon Thomas Schneeberger die Gottesdienstbesucher. Vertreter von kirchlichen Organisationen und Vereinen haben ihre Fahnen in die Kirche getragen. Mariä Himmelfahrt ist ein großer Festtag in Schuttern.

Musik ergreift die Gottesdienstbesucher

Der Kirchenchor sang die "Missa brevis" von Francois Clément Théodore Dubois unter der Leitung von Ruth Schneeberger. An der Orgel begleiteten Reinhard Krämer und Leo Eckerle. Ein junges Streichensemble mit Anastasiya Hashibon, Naemi Wahler, Simone Fässler, Elisa Fässler, Tigran Hakhumyan sowie Anna Münchenberg begleitete den Chor und sorgte für einen frischen Charakter. Kraftvoll und gefühlvoll sang der Kirchenchor. Schneeberger hat in der Gesamtleitung den Festcharakter des Gottesdienste mit ihrer Liebe zur Musik und dem Gesang unterstrichen. Zur Kommunion erklang der "Canon in D" von Johann Pachelbel. Die Gottesdienstbesucher zeigten sich von der Sanftheit und der Ausdrucksstärke der Musik ergriffen. Chor und Streichensemble haben sich in die Herzen der Menschen gesungen und musiziert.

Pfarrer Steffen Jelic beschrieb in seinem Wort die Kraft, die über das Menschsein der Mutter Gottes ausgehe. Über Mariä Himmelfahrt werde in der Bibel nicht gesprochen. Umso mehr bekräftige ihr Wesen die Verbindung von Himmel und Erde in einer einzigartigen Symbolik. Maria stehe für die Verbindungsstelle zwischen Menschheit und Gottheit, dafür, dass der Himmel in seiner Herrlichkeit zum Greifen nahe sei. Ganz und gar stünden Kräuterbüschel für die irdische Freundschaft, die der Mensch mit Gott verbinde. Kräuter erinnern an die Verbindung von Himmel und Erde und daran, dass Gottes Stärke und heilbringende Kraft real und "Teil der Wirklichkeit unserer Welt" sei. Jeder könne sich im Leben auf Gottes Spuren begeben.

Im Anschluss an den Gottesdienst machte sich die Kirchengemeinde auf den Weg zur Prozession. Die beiden Feuerwehrfrauen Luisa Ell und Eva Gaiser haben für eine gesicherte Querung der Hauptstraße gesorgt. Über den Kirchweg ging es in die Prinzenstraße und wieder zurück auf die Schutterner Hauptstraße in die Kirche. Gut 500 Meter Prozessionsstrecke hat der Musikverein vorneweg begleitet.

Ort ist bunt geschmückt

In kaum einem anderen Ort wird Maria so sehr gewürdigt wie in Schuttern. In der Klosterkirche steht eine der älteste Marienfiguren mit Kind aus Sandstein aus dem 15. Jahrhundert. Entlang der Prozessionsstrecke haben Anwohner die Straße mit Sommerblumen und Kräuterbüschel geschmückt und kleine Marienaltäre aufgebaut. Im Anschluss ging es zum Mittagessen in die Offohalle.