Der Ruster Freizeitpark sucht rund 250 Mitarbeiter, um unter anderem die 70 Arbeitsstellen des neuen Themenbereichs Kroatien zu decken. Dafür sollen bis Mittwoch 450 Vorstellungsgespräche geführt werden. Unsere Redaktion war bei einem davon dabei.
„Die Bewerber kommen seit 9 Uhr morgens, es ist schon einiges los“, erklärt Pressesprecherin Juliana Kappus am Montagmittag beim Besuch unserer Redaktion. Ein Blick in die Lobby des Hotels El Andaluz bestätigt das Ganze: Zahlreiche jungen Menschen, aber auch Bewerber im fortgeschrittenen Alter, sitzen auf im Eingangsbereich und warten darauf, sich vorstellen zu dürfen.
Darunter auch der 18-jährige Tim. Er kommt aus Rheinhausen und möchte bis August im Europa-Park arbeiten. Von den Bewerbertagen habe er von seiner Mutter gehört und sich anschließend um einen Termin gekümmert. Im Vorstellungsgespräch mit Mitarbeiterin Sina Kinzel erklärt er: „Ich habe bereits in den Sommerferien hier gearbeitet. Allerdings im Gastro-Bereich. Das war nicht so meins.“ Demnach wolle er lieber bei den Attraktionen arbeiten und wisse auf Nachfrage Kinzels auch, worauf es dabei ankomme: „Sicherheit. Die Bügel müssen immer fest sitzen“, erklärt der 18-Jährige. Nach rund zehn Minuten zeigt sich die Mitarbeiterin überzeugt, Tim geht mit einem Vertrag nach Hause.
Auch Rettungsschwimmer für Rulantica werden gesucht
Gespräche wie diese sollen bis Mittwoch 450 mal geführt werden. „Davon erhoffen wir uns 250 Einstellungen“, erklärt Frederik Mack im Gespräch mit unserer Redaktion. Auf die Frage, ob diese Marke erreichbar sei, zeigt sich der Direktor HR – also Personalchef – optimistisch: „Der Andrang ist sehr erfreulich. Unser Ziel ist es, dass die Bewerber sofort einen Vertrag erhalten“. Besonders in den sogenannten operativen Bereichen suche der Europa-Park verstärkt nach Personal. „Bei den Attraktionen, in der Gastronomie oder im Merchandise“ , zählt Mack auf. Aber auch in der Wasserwelt Rulantica sei man auf der Suche nach Mitarbeitern – etwa Rettungsschwimmer. Zumal durch den neuen Themenbereich Kroatien bald rund 70 neue Arbeitsplätze entstehen sollen.
Dabei handelt es sich größtenteils um saisonale Verträge. Die Vergütung: Bei Vollzeit 2520 Euro brutto plus viele Vorteile, so Mack. Darunter etwa freier Eintritt oder die Möglichkeit, zwischen einzelnen Tätigkeitsbereichen zu wechseln. Das bestätigt auch Jan-Luca Bachmann, Stellvertreter Frederik Macks: „Es gibt hier viele Berufsfelder.“ Nur bei Zahnärzten und Chemielaboraten werde es schwierig, scherzt er.
Das sei auch der Grund, weshalb der Park im Bereich Personal gut aufgestellt sei. „Natürlich ist der Arbeitskräftemangel auch bei uns ein Thema. Jedoch profitieren wir von einer großen Bandbreite an Berufen und auch mit Deutschland und Frankreich haben wir gute Märkte“, weiß Mack und betont: „Integration ist uns wichtig. Wir haben im Park Angestellte aus mehr als 100 Nationen.“ Herausfordernd sei es lediglich, in der IT-Branche offene Stellen zu besetzen.
Frederik Mack hat sich in seiner neuen Position gut eingelebt
Allgemein seien die Bewerbertage, die nun seit rund zehn Jahren veranstaltet werden, ein wichtiges Modell des Europa-Parks. „Wir können in kurzer Zeit viele Gespräche führen. Das sorgt für eine bessere Planbarkeit für den Saisonstart,“ erklärt Bachmann im Hinblick auf den März, wenn sich die Tore des Freizeitparks wieder öffnen und die neuen Mitarbeiter voraussichtlich in ihren neuen Arbeitsalltag starten.
Mit neuen Aufgaben hatte auch Frederik Mack zu tun. Dieser ist nämlich seit März 2023 Personalchef. „Ich habe mich sehr gut eingelebt“, erklärt er auf Nachfrage. „Ich teile mir ein Büro mit meinem Vater, von dem ich noch viel lernen kann – das klappt super.“
Info – Termin vereinbaren
Die Bewerbertage im Europa-Park laufen noch bis morgigen Mittwoch, 7. Februar. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.jobs.europapark.de. Auf Nachfrage unserer Redaktion sind noch Termine für heute und morgen frei.