Wolfach (mad). "Wir haben uns mit sehr großer Mehrheit entschieden, mit der Kirche zu bauen", fasste Wolfachs Bürgermeister Gottfried Moser die Ergebnisse der nichtöffentlichen Sitzung zum Kindergartenanbau zusammen. Dass diese Entscheidung nichtöffentlich vorberaten wurde, begründete er mit dem Verhältnis zum kirchlichen Träger und den Mitarbeiterinnen.

Architektin Sabine Schmider stellte den jetzigen Stand des Entwurfs für den Anbau vor: Eine gläserne Verbindung des Anbaus zum Bestandsgebäude würde 120 000 Euro zusätzlich kosten, was nicht zu finanzieren sei.

Nach kurzem Meinungsbild entschied sich der Gemeinderat dafür, den Außenbereich in den Kurgarten hineinragen zu lassen, da die Spielzone so am besten angedient werden könne. Bei der Kostenschätzung geht der Entwurf von rund 686 000 Euro aus, zu denen noch rund 155 000 Euro für die Haustechnik zu rechnen wären.

Die Planung wird nach dem Beschluss des Gemeinderats das Büro Klumpp und Partner übernehmen. Insgesamt geht die Planung von Kosten von etwa 1,093 Millionen Euro aus. Davon könnten rund 240 000 Euro über eine mögliche Förderung aus dem Schwerpunkt-Programm abgedeckt werden. Weitere 250 000 Euro sind an Fördermitteln aus dem Ausgleichsstock beantragt, berichtete Projektleiter Dirk Bregger. Auch die Kirche werde sich mit einem Anteil beteiligen, der jedoch noch nicht feststehe.

Der städtische Anteil könnte auch noch durch Sponsoring und Spenden sinken, worauf die Stadt Wolfach ebenfalls noch Hoffnung setzt.