Von Markus Adler Oberwolfach. Nach 16 Jahren ist Klemens Meier als Vorsitzender der Trachtenkapelle Oberwolfach verabschiedet worden. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder in ihrer Hauptversammlung einstimmig den bisherigen Beisitzer Markus Schätzle.Zwei große Höhepunkte gab es musikalisch im vergangenen Jahr: das gemeinsame Konzert zum runden Geburtstag der Kirche St. Bartholomäus mit dem Kirchenchor und das Jahreskonzert mit dem Titel "Spiel im Satz zum Sieg".

Vorsitzender Klemens Meier bilanzierte seine Amtszeit mit den Worten: "Es waren 16 schöne und gute Jahre. Ihr seid eine gute Kapelle." Den vorbildlichen Kameradschaftsgeist ließ er in die Verabschiedung des langjährigen aktiven Musikers Ludwig Armbruster einfließen: "Ohne groß zu fragen, stehen sie da und helfen einfach." Der langjährige Vizedirigent, hat mehr als 50 Jahre als aktiver Musiker auf dem Buckel und wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Chronist Wilfried Groß, der das Amt kurzfristig von Susanne Armbruster übernommen hatte, listete zahllose Aktivitäten und Auftritte auf, die die Trachtenkapelle im vergangenen Jahr absolviert hatte. Der Bericht von Kassier Reiner Echle wies einen deutlichen Überschuss aus. Dirigent Roman Schilli sagte in seiner Bilanz: "Das war alles ganz schön viel vergangenes Jahr", appellierte trotz der sehr guten Leistungen an die Disziplin beim Probenbesuch. Trotz der begeisterten Reaktionen auf das Jahreskonzert "erkenne ich immer Verbesserungsbedarf." Er machte sich auch Gedanken für die Zeit der Hallensanierung: Da der Probenbetrieb noch nicht geklärt sei, mache es mehr Sinn, 2013 eher kein Jahreskonzert zu geben und 2014 die neue Halle mit einem echten Paukenschlag zu eröffnen.

Oberwolfachs Bürgermeister Jürgen Nowak sprach der Trachtenkapelle "hohes Niveau und hohen Anspruch" zu. Er lobte die Nachwuchsarbeit des Vereins, die auch der scheidende Vorsitzende förderte: "Ich kann Klemens Meier sehr großes Engagement bescheinigen, die Trachtenkapelle hatte einen sehr guten ersten Vorsitzenden und hat von seinem Wirken stark profitiert." Neben einem guten persönlichen Draht habe er auch stets versucht, die Gemeinde bei Beschaffungen durch Eigeninitiative zu entlasten. Der Höhepunkt seiner Amtszeit war das 175-jährige Bestehen der Kapelle mit einem umfangreichen Reigen an Feierlichkeiten, die Meier als "Ausdauersportler" gut gemeistert habe. Von seinen Vorstandskollegen gab es ein historisches Instrument und einen Konzert-Gutschein, Nowak überreichte ein Buch und ein Bild des Rathauses.

Die Trachtenkapelle hat momentan 64 aktive Musiker, der Jugendbereich zählt 30 Zöglinge, die von acht Lehrkräften ausgebildet werden. Drei Musiker haben im vergangenen Jahr aus Altersgründen ihren Abschied verkündet. Dem stand ein erfolgreiches "Comeback" von Posaunist Simon Heizmann gegenüber. Einstimmig wählten die Mitglieder den Vorstand. Michael Bonath (44 Stimmen) und Brigitte Wolber (29 Stimmen) wurden zu Beisitzern bestimmt. Sabine Burtscher (21 Stimmen) war ebenfalls angetreten. Mit Auftritten an der Kehler Messdi (12. Mai), dem Sommerfest (14. Juli), dem Bachfest (3. August) und dem Besuch der Badener aus Hamburg (25. September) gibt es auch schon Termine für 2013.