Von Christine Störr Mühlenbach. Die Daten sind gesammelt und ausgewertet, die Gebühren neu kalkuliert und festgelegt. In Mühlenbach wird nun die gesplittete Abwassergebühr eingeführt.Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtshof muss das Abwasser künftig in Schmutzwasser und Regenwasser aufgeteilt werden; die Berechnung erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2010.

"Bisher wurde der Verbrauch laut Wasserzähler einheitlich für die Kosten von Wasser und Abwasser zugrunde gelegt", erklärte Gemeindekämmerer Herbert Keller in der Gemeinderatsitzung am Dienstagabend. Er stellte noch einmal den Werdegang zur Einführung der gesplitteten Abwassergebühren vor und bedankte sich ausdrücklich für das gute Mitwirken der Bevölkerung.

Nach der neuen Berechnung gelte das verbrauchte Wasser nur noch für die Schmutzwassergebühr, der Gebührenanteil für Regenwasser berechne sich aus der Größe der versiegelten Flächen. "Im Außenbereich wurde bisher pauschal 1,80 Euro gezahlt, für die wird’s billiger", blickte Keller voraus. 2010 lagen die Gesamtkosten für die Abwasserbeseitigung bei 124 813 Euro und teilten sich in Straßenentwässerungskosten (21 965 Euro), Schmutzwasserbeseitigung (68 479 Euro) sowie Regenwasserbeseitigung (31 392 Euro). Einer gesamten Abwassermenge von 50 000 Kubikmetern steht eine versiegelte Fläche von 57 000 Quadratmetern gegenüber. Somit ergibt sich eine Schmutzwassergebühr von 1,36 Euro je Kubikmeter und eine Regenwassergebühr von 0,55 Euro je Quadratmeter.

Diese Gebühren gelten für die Jahre 2010 bis 2013, für 2014 wird es eine neue Kalkulation geben. In diese werden dann auch die Kosten von etwa 11 000 Euro für das gesamte Verfahren eingerechnet. Im Januar werden die Wasserrechnungen der letzten drei Jahre versandt und ergeben dann entweder Rückerstattungen für die bisher gezahlten Abschläge oder eventuell Nachforderungen.

Gemeinderat Wilhelm Griesbaum stellte eine vereinfachte Rechnung auf und meinte: "Billiger wird´s auf jeden Fall net!"

Für Bürgermeister Karl Burger stand am Ende fest: "Die Abwassergebühren der einzelnen Gemeinden sind nicht vergleichbar." Dafür wären die Versiegelungsgrade viel zu unterschiedlich.