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Hornberg Für Lebensfilm selbst verantwortlich

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Elf Schüler der Hornberger Werkrealschule haben ihren Abschluss gemacht. Während drei von ihnen direkt eine Lehre beginnen, streben sieben mit den Besuch der zehnten Klasse einer Werkrealschule oder einer zweijährigen Berufsfachschule den nächsten Abschluss an. Foto: Dorn

Hornberg - Zehn Hauptschüler der Hornberger Wilhelm-Hausenstein-Schule haben ihren Abschluss gemacht. In einer kleinen Feierstunde erhielten sie jetzt aus der Hand ihrer Schulleiterin Silke Moser die ersehnten Abschlusszeugnisse.

Alles richtig gemacht hatten die Eltern verabschiedeten Neuntklässler, als sie ihre Kinder 2012 für den Besuch der Wilhelm-Hausenstein-Schule angemeldet hatten. Wohnortnah, ein gutes, engagiertes Lehrerteam, individuelle Betreuung in einer kleinen Klasse. Nach fünf Schuljahren – die entscheidenden letzten drei mit ihrem Klassenlehrer Sascha Burkard – erhielten die Absolventen jetzt aus der Hand ihrer Schulleiterin die ersehnten Abschlusszeugnisse.

Das erste Drittel der Abschlussfeier gehörte dabei den Schülern, die mit einer musikalischen Welturaufführung eine Komposition für Xylophon, E-Bass, Cajon und E-Piano auf die Bühne brachten und dann Lehrer und Eltern mit einer Tanzdarbietung überraschten.

Rektorin Silke Moser gab dem Abschlussjahrgang einige der Filmbranche entlehnte Gedanken mit auf den Weg. Jeder sei spätestens ab dem heutigen Tage für den Film seines Lebens verantwortlich. Dies allerdings in der Doppelrolle Regisseur und Hauptdarsteller.

In beiden Funktionen stünden in den kommenden Jahren wichtige Entscheidungen an, Szenen müssten geschrieben und vielleicht wieder verworfen, ausgewählt und geschnitten und zu einem spannenden Ganzen verwoben werden, hierfür hätten die Neuntklässler an der Wilhelm-Hausenstein-Schule eine erstklassige Regie-Ausbildung erfahren.

Hornbergs Bürgermeister Siegfried Scheffold schloss sich diesen Wünschen an, die jetzt erlangte Reife sei der erste aus einer Reihe von Abschlüssen im Leben, mit einer beruflichen Ausbildung (drei der zehn werden direkt mit einer Lehre beginnen) oder den Anschlussmöglichkeiten im baden-württembergischen Schulsystem (die übrigen sieben streben mit den Besuch der zehnten Klasse einer Werkrealschule oder einer zweijährigen Berufsfachschule den nächsten Abschluss an und werden dafür mindestens ein Jahr weiter die Schulbank drücken) warteten zahlreiche Chancen auf die Hauptschüler.

Scheffold schloss in sein Lob ausdrücklich das ganze Kollegium der Wilhelm-Hausenstein-Schule ein, welches in den vergangenen Jahren mit der Integration der Kinder der geflüchteten Familien eine wahre Herkulesaufgabe zu stemmen hatte. Umso schmerzlicher sei im Frühjahr das endgültige Ende der Werkrealschule gewesen. Ausdruck der Wertschätzung war auch, dass auch die Vorsitzenden der im Hornberger Gemeinderat vertretenen Fraktionen dieser Feierstunde beiwohnten.

Die letzte Viertelstunde der Feier gehörte Klassenlehrer Sascha Burkard, der nicht ohne Wehmut auf seine erste Abschlussklasse zurückblickte und versprach, auch noch mit 69 (gemäß den Vorschlägen von Kultusministerin Susanne Eisenmann zur Bewältigung des Lehrermangels) an seinen ersten Hornberger Jahrgang zu denken.

Seine arabischstämmige Klassensprecherin Mahdi Farah unterstützte ihn in dieser Erinnerung nach Kräften.

Gemeinsam wurden am Freitag noch einmal die Höhepunkte wie besipielsweise die erlebnispädagogischen Tage in Beuron, die Abschlussfahrt nach Köln mit dem Besuch des Schokoladenmuseum und nicht enden wollendem Aufstieg im Turm des Kölner Doms und der nach der Wahl des falschen Bahnsteigs in Hornberg verpasste Zug der Schwarzwaldbahn nach Villingen lebendig.

Peter Brohammer, Gabriel Costas Perez, Alexander Laub, Endrit Likaj, Marco Menzlin, Lenny Mounivong, Sahit Vrella, Mahdi Farah, Celina Sett, Tina Wöhrle.

Marco Menzlin erhielt den Preis der Stadt Hornberg für besondere Leistungen.

Mahdi Farah erhielt ein Lob für besonderes soziales Engagement.

 
 

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Eckhard Gräff

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