Gutach Rentiere, Stollen und 12 000 Gäste

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"Rentiere" waren auf dem Weihnachtsmarkt im Vogtsbauernhof auch vertreten. Foto: Dorn

Der Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof hat am dritten Adventswochenende insgesamt 12 000 Besucher nach Gutach gelockt. Der Sonntag verzeichnete wetterbedingt jedoch weniger Gäste als im Vorjahr.

Gutach. Winterlich kalte Temperaturen am Freitag, ein sonniger Samstag und ein letztlich trüber Sonntag zeichneten in etwa die Besucherzahlen nach. "Mit 3000 Gästen war der Freitagabend besonders gut besucht", berichtet Svenja Janes, Pressesprecherin des Freilichtmuseums, am gestrigen Sonntagabend. "Auch am Samstag konnten wir mit knapp 5000 Besuchern ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielen." Mit über 4000 Gästen (Stand 17 Uhr) kamen laut Janes jedoch wetterbedingt etwa die Hälfte der Gäste des Vorjahrs.

Eine Besonderheit war in diesem die kleinen Premierenfeier für den "Schwarzwälder Kirschstollen". Auf dem Dachboden des Falkenhofs wurde die neue badische Spezialität (wir berichteten) am späten Freitagnachmittag der Öffentlichkeit vorgestellt. Ganze 20 Meter Stollen präsentierten Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac, Finanzdezernentin des Ortenaukreises Jutta Gnädig, Ulrich Müller vom Verband Badischer Klein- und Obstbrenner sowie Fritz Trefzger, Landesinnnungsmeister Bäckerinnungsverband Baden. Trefzger als "Erfinder und Entwickler" des Schwarzwälder Kirschstollen freute sich sehr über den Zuspruch.

Bereits am Freitagabend kamen vielen Besucher und schlenderten über den stilvoll beleuchteten Weihnachtsmarkt in historischer Kulisse. 40 Aussteller boten an ihren Ständen regionale Produkte und Kunsthandwerk. Auch die Bürgerstiftung Gutach war an einem Stand vertreten.

Der Umstand, dass das Museum inzwischen per Bahnhalt der Ortenau-S-Bahnlinie gut zu erreichen ist, hat sich zumindest dieses Jahr noch nicht recht herumgesprochen. Das zeigte sich am Samstag, als schon gegen 15 Uhr die Parkplätze an der B33 weitestgehend belegt waren.

Blauer Winterhimmel am Samstag

Unter dem azurblauen Winterhimmel am Samstag und vor der Kulisse der alten Schwarzwaldhöfe wurden den Gästen zwischen Falkenhof und Hotzenwaldhaus neben allerlei Köstlichkeiten aus der Weihnachtsküche Kunsthandwerk aus Holz, Stroh, Stoff oder Stahl angeboten. Lediglich im Hotzenwaldhaus war Leben, denn in der Museumswerkstatt im Erdgeschoss konnten die Kinder Laternen bauen. Im "Dachboden der Kindheit" las Ellen Zirn Weihnachtsgeschichten für die kleinen Besucher vor.

Im Westteil des Museumsgeländes standen die vier Ponys Geronimo, Floh, Sunny und Chiara vom Bachbauernhof für eine Runde Kinderglück auf dem Ponyrücken bereit. Mit etwas Fantasie ging das weiße Pony Chiara mit seiner Betreuerin Vicky sogar als "Rentier" durch.

Der tierische Star des Weihnachtsmarkts war aber einmal mehr Eselhengst Sam, der mit seinem treuen Eselsblick nicht nur die jungen Besucher zu Streicheleinheiten nötigte. Mancher Vater streichelte den Graukopf länger als es eigentlich für die Kontaktaufnahme mit seinen Kindern nötig gewesen wäre.

Die Glühwein- und Punschversorgung der Besucher war zentral im Pavillon nach dem Museumseingang untergebracht, bei den Ständen der Gutacher Vereine konnten weitere Variationen an Heißgetränken und Speisen geordert werden. Beim Schwarzwaldverein gab es zusätzlich zu den heißen Getränken auch handgestrickte Wandersocken zu erwerben.

Für den Sonntag wurde auch noch der größte der Schwarzwaldhöfe beheizt, auf dem Dachboden des Falkenhofs lud der Gesangverein "Eintracht Gutach" zum gemeinsamen Weihnachtsliedersingen, dann schloss der Weihnachtsmarkt seine Pforten, die Tiere kamen zurück auf den Bachbauernhof und die alten Höfe versanken wieder im Winterschlaf.

 
 
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