Rolf Schondelmaier (CDU) hat ein ehrgeiziges Ziel: "Wir wollen erreichen, dass Gutach sich bis in fünf Jahren selbst mit Energie und Wärme versorgen kann". Intensiv haben sich die Gemeinderäte mit dem "European Energy Award EEA", einem Programm für umsetzungsorientierte Energie- und Klimaschutzpolitik, beschäftigt. Überregionale Beachtung hat Gutach zudem durch den Achtungserfolg über 5000 Euro bei der Teilnahme zum Wettbewerb "Klimaneutrale Kommune" und die damit angestrebte Mitgliedschaft beim eea (european energy reward) gefunden.

Und jetzt ist die Gemeinde die zweite in der Ortenau nach der Stadt Lahr (2006), die den Weg zur Zertifizierung gehen wird und dann mit dem "European Energy Award" oder "European Energy Award Gold" ausgezeichnet wird.

Auf das jetzt neu gebildete Energieausschussteam – Ernst Wöhrle, Thomas Albrecht – und das Energieteam – Fritz Ruf, Thomas Blum und Siegfried Eckert – kommt in den kommenden drei Jahren viel Arbeit zu.

Zunächst ist eine Ist-Analyse in Sachen Energie geplant. "Wir müssen die bestehenden Aktivitäten und Potenziale zusammentragen und analysieren", betonte Rigobert Zimpfer von der Ortenauer Energieagentur. Das ist Aufgabe des Energieteams und der Energieagentur.

In Phase zwei, wenn ein Programm an energetischen Maßnahmen für die kommenden zwei Jahre ausgearbeitet wird, will das Energieteam auch die Bürger mit einbeziehen. "Bei der Zukunftsentwicklung will Gutach sowohl vom breiten Wissen der Bürgerschaft als auch von anderen Kommunen profitieren", erläuterte Bürgermeister Siegfried Eckert.

In Baden-Württemberg gibt es bereits mehrere Kommunen, die erfolgreich am "Energie-Award" teilnehmen, auf diese Erfahrungswerte kann Gutach ab jetzt über die Energieagentur zurückgreifen. Die Gesamtkosten über die drei Jahre belaufen sich auf runde 16 000 Euro, nach Abzug von Zuschüssen muss die Gemeinde selbst noch etwa 3000 Euro aufbringen.

Schondelmaier ist zufrieden: "Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, die Energieformen in Gutach zu ändern, und der EEA ist eine große Chance für die Entwicklung unseres Dorfs."

Hans-Jürgen Schneider (FDP) betonte gestern, dass es nicht um die Zertifizierung gehe, sondern: "Wir wollen in erster Linie eine richtige Energiewende bei uns in Gutach erreichen."