Viel passiert in zwölf Monaten: Das St. Georgener Jahr 2026 im Zeitraffer

Verändertes Erscheinungsbild– die St. Georgener Stadtmitte hat seit 2025 ein neues Gesicht. Im Mai wurden Tiefgarage und Marktplatz offiziell eröffnet. Auch darüber hinaus ist 2025 viel passiert.
Helen MoserGeplantes und Überraschendes, Erfreuliches und Schockierendes – St. Georgen hat 2025 viel erlebt. Unsere Redaktion präsentiert zwölf Monate im Zeitraffer
Januar

Der Gemeinderat sieht sich die Lage vor Ort an.
Foto: Helen MoserNein zum Energiepark Langenschiltach sagt der Gemeinderat im Januar – nach vielen Debatten und Spannungen im Vorfeld der Entscheidung. Anwohner machten sich gegen das Projekt stark – und auch die Mehrheit des Gemeinderats stellt sich am Ende gegen das Vorhaben. Der Grund: das Landschaftsbild. Es ist ein Argument, das in Bezug auf großflächige Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) noch öfter ins Feld geführt wird – unter anderem auch bei einem geplanten Vorhaben in Stockburg.
Februar

Ende Februar wird in St. Georgen gewählt.
Foto: Helen MoserUnerwartet wird sie notwendig – eilig wird sie vorbereitet: Ende Februar wird ein neuer Bundestag gewählt. Auch zahlreiche St. Georgener geben ihre Stimme ab. Klarer Gewinner in der Bergstadt ist CDU-Kandidat Thorsten Frei, der fast 40 Prozent der Erststimmen holt. Zudem verbessert die CDU ihr Ergebnis bei der Zweitstimme, bei der die Partei 32,1 Prozent holte, im Vergleich zu 2021. SPD und Grüne müssen massive Abstriche hinnehmen, während auch in St. Georgen die AfD große Zugewinne verzeichnet.
März

Nun läuft die Rathaussanierung auf Hochtouren.
Foto: Helen MoserDas Rathaus leert sich: Im März zieht die Verwaltung in ihr Ausweich-Quartier, das einstige A.-Maier-Gebäude – und macht Platz für die Bauarbeiter. Nach dem Umzug geht es nicht mehr lange, bis die Entrümplungsarbeiten beginnen, an die sich ab Sommer die Abrissarbeiten anschließen. Nach und nach wird unter anderem die Betonfassade entfernt. Sie soll im Zuge der Sanierung unter anderem durch rote Photovoltaik-Elemente ersetzt werden. Über die Farbe stimmen die St. Georgener im Sommer ab.
April

Der Schuppen steht lichterloh in Brand.
Foto: Roland SprichEin Feuer wütet im April auf der Sommerau: Ein großer Geräteschuppen an einem landwirtschaftlichen Anwesen steht in Brand. Die Feuerwehr rückt mit 30 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen aus, um das angrenzende Gebäude vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen und den Brand zu löschen. Die Polizei nimmt Ermittlungen zur Ursache auf – und kann schon wenige Tage später ein Ergebnis vorweisen: Demnach hat wohl heiße Asche dazu geführt, dass der Schuppen Feuer fing.
Mai

Ein spektakulärer, folgenreicher Unfall
Foto: Polizeipräsidium KonstanzZwei schwer verletzte Personen, zwei total beschädigte Autos und ein einsturzgefährdetes Gebäude – das ist die Bilanz eines Unfalls im Mai. Eine 15-Jährige und ihre 16-jährige Beifahrerin fahren im Auto des Vaters der Fahrerin vor der Polizei davon, um einer Kontrolle der Beamten zu entkommen. Beim Versuch, nach rechts in die Industriestraße abzubiegen, verliert die junge Fahrerin die Kontrolle über das Auto, kommt nach von der Fahrbahn ab und durchbricht zwei Schaufenster eines angrenzenden Autohauses.
Juni

Viele neue Schilder zeigen die Parkregeln an.
Foto: Helen MoserEine neue Zeitrechnung fürs Parken in der Innenstadt bricht im Juni an – nachdem das neue Parkraumkonzept, das der Gemeinderat im Januar beschloss, eigentlich schon im Mai in Kraft treten sollte. Nun jedoch ist es so weit: Im unmittelbaren Umfeld des neuen Parkhauses Stadtmitte darf auf öffentlichen Stellplätzen nur noch für begrenzte Zeit geparkt werden – dafür aber kostenlos. Wer sein Auto länger stehen lassen möchte, muss die Tiefgarage oder einen der etwas weiter entfernten Parkplätze nutzen.
Juli

Nach wie vor zu kämpfen hat 2025 J. G. Weisser.
Foto: Helen MoserEs ist eine Schocknachricht, welche die Bergstadt Ende Juli erreicht: Der insolvente Maschinenbauer J. G. Weisser dezimiert seinen Mitarbeiterstamm. 108 Stellen werden abgebaut. Etwa 160 Mitarbeiter bleiben danach noch im Unternehmen übrig. Bereits im September 2024 stellte das St. Georgener Traditionsunternehmen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Verfahren läuft nach wie vor. Auch ohne einen Investor ist der Betrieb wohl bis ins dritte Quartal 2026 gesichert.
August

Der Stillstand am Bahnhof endet Anfang August.
Foto: Helen MoserWieder freie Fahrt auf der Strecke der Schwarzwaldbahn heißt es Anfang August in St. Georgen – zuvor sorgte ein Felssturz am Triberger Bahnhof für Behinderungen. Von „witterungsbedingten Beeinträchtigungen“ ist auf den Anzeigen an Bahnhöfen die Rede – auch in St. Georgen. Schienenersatzverkehr ist die Folge. Der Felsabgang ereignet sich wenige Tage nach dem tragischen Zugunglück von Riedlingen. Bei dem Fall auf der Schwarzwaldbahn ist aber glücklicherweise kein fahrender Zug betroffen.
September

An der Tiefgarage muss nachgebessert werden.
Foto: Helen MoserKurz nach der Eröffnung schon wieder gesperrt werden muss das Parkhaus Stadtmitte unter dem St. Georgener Marktplatz im September. Im Mai wurde das Ergebnis der umfangreichen Sanierungsarbeiten offiziell der Öffentlichkeit übergeben – ab Ende September finden noch einmal „umfangreiche Mängelbeseitigungsarbeiten“ in der Tiefgarage statt, wie die Stadtverwaltung damals mitteilt. Auch auf dem Marktplatz muss im Nachgang der offiziellen Fertigstellung noch nachgebessert werden.
Oktober

Im Rewe will ein Bewaffneter Geld erbeuten.
Foto: Helen MoserEin bewaffneter Mann versucht Ende Oktober, im Rewe-Markt in der St. Georgener Industriestraße Bargeld zu erbeuten. Mit einem Messer bedroht er einen Mitarbeiter im Bereich der Kassen. Mehrere Personen schreiten ein; an der Flucht können sie den Mann aber nicht hindern. Im November bestätigt die Polizei, was sich kurz nach dem Raub angedeutet hatte: Der mutmaßliche Täter wurde in Frankfurt geschnappt. Dort versuchte der 22-Jährige noch am Abend der Tat in der Bergstadt, einen Supermarkt auszurauben.
November

Wahl stellt die Produktion in Peterzell ein.
Foto: Helen MoserSchlechte Nachrichten kommen Anfang November aus dem Peterzeller Gewerbegebiet Hagenmoos: Das Unternehmen Wahl plant, die Produktion in St. Georgen einzustellen – nur wenige Jahre, nachdem der Neubau an der Bundesstraße 33 bezogen wurde. Seit 2022 ist das Unternehmen im rund 10 000 Quadratmeter großen Produktions- und Logistikgebäude und 3500 Quadratmeter großen Verwaltungsgebäude untergebracht – nun sind diese Flächen wieder zu groß; ein Umzug ist geplant.
Dezember

Die Sommerauer Straße ist saniert.
Foto: Stadtverwaltung St. GeorgenKurz vor Weihnachten wird die Sommerauer Straße wieder für den Verkehr freigegeben, nachdem ein Teilstück der Straße seit dem Frühjahr umfassend saniert wurde und dafür gesperrt war. Auch für Anwohner der Umleitungsstrecke dürften damit aufatmen – hier gibt es im Laufe des Jahres immer wieder Ärger. Die Sommerauer Straße ist derweil längst nicht die einzige, deren Sanierung 2025 fertiggestellt wird: Auch die Spittelbergstraße ist nun komplett saniert. Und die Mühlstraße ist ebenfalls erneuert.
