Parken in St. Georgen: Diese vier Zonen sollten Autofahrer jetzt kennen

Die Parkzeiten ändern sich. Doch die Beschilderung stimmt noch nicht überall – wie hier in der Gerwigstraße.
Helen MoserWer mit dem Auto in die St. Georgener Innenstadt fährt und sein Fahrzeug dort abstellen möchte, muss sich ab Samstag auf neue Regeln einstellen. 781 öffentlichen Stellplätze in Innenstadtnähe, auf denen es aktuell in Sachen Parkregeln noch vogelwild zugeht, sind vom neuen Konzept betroffen. Es soll vor allem eines bringen: einheitliche Regeln für drei Zonen.
Bereits im Januar hat der Gemeinderat das neue Parkraumkonzept für den Bereich rund um Marktplatz, Tiefgarage, Roten Löwen und Rathaus beschlossen. Mit der Eröffnung des Marktplatzes und vor allem der darunterliegenden Tiefgarage wird es nun ernst.
1. Die Tiefgarage
50 Cent kostet die angefangene halbe Stunde künftig in der Marktplatz-Tiefgarage. Pro begonnener Stunde wird also ein Euro fällig. Günstiger wird es mit den Abendtarif ab 18 Uhr: Dann kostet jede angefangene volle Stunde 50 Cent. Wer innerhalb eines Tages lange im Parkhaus Stadtmitte – so der neue Name – parkt, zahlt höchstens acht Euro. Das ist die Höhe des Tageshöchstsatzes, der auch bei Verlust des Parktickets zu entrichten ist. Auch eine begrenzte Zahl an Stellplätzen für Dauerparker steht zur Verfügung.

Am Samstag wird die Tiefgarage unter dem Marktplatz eröffnet.
Foto: Helen MoserGeöffnet ist die Tiefgarage mit ihren 138 Stellplätzen montags bis sonntags von 7 bis 23 Uhr. Einfahren kann man nur in dieser Zeit. Allerdings können Autofahrer die Tiefgarage jederzeit – auch zwischen 23 und 7 Uhr – verlassen.
2. Die gelbe Zone
Um Autofahrer, die zentrumsnah parken möchten, in die Tiefgarage zu locken, darf im direkten Umfeld des Marktplatzes – in der oberen Gewerbehallestraße, der oberen Gerwigstraße sowie in Abschnitten der Bahnhof- und Hauptstraße – nur noch kurze Zeit geparkt werden. In dieser gelben Zone bleibt das Parken kostenfrei. Eine Parkscheibe ist allerdings auf allen öffentlichen Stellplätzen Pflicht – und die Parkdauer ist in diesem Bereich montags bis samstags zwischen 7 und 18 Uhr auf maximal 30 Minuten beschränkt.
3. Die grüne Zone
Noch immer innenstadtnah, doch schon etwas weiter vom Bereich rund um den Marktplatz entfernt ist die grüne Zone. Hier darf mit Parkscheibe bis zu 60 Minuten lang geparkt werden – und das ebenfalls kostenlos. Die Beschränkung der Parkzeit gilt wiederum montags bis samstags jeweils zwischen 7 und 18 Uhr – ebenso wie in der gelben Parkzone.
Für Anwohner – insbesondere in der Roßberg- und Friedrichstraße in der grünen Zone – soll es Parkberechtigungskarten geben. Diese gelten dann jedoch nur für ein bestimmtes Fahrzeug in einer bestimmten Straße. Auch Handwerker, die in Innenstadtnähe tätig sind, sollen vorübergehend solche Karten bekommen.
4. Die blaue Zone
So lange man will, darf man mit seinem Auto auf den Stellplätzen in den blauen Bereichen parken. Diese sind noch etwas weiter von der Innenstadt entfernt und schließen beispielsweise den Parkplatz in der Museumsstraße, jenen auf dem Roßberg und den im Schmiedegrund mit ein, die bereits jetzt gerne von Berufstätigen und Langzeitparkern genutzt werden.
Eine Schonfrist
Schilder
Noch nicht ganz klar ist Bürgermeister Michael Rieger zufolge, ob alle notwendigen Schilder bis 10. Mai zur Verfügung stehen und montiert sind. Möglicherweise könne es nach der Eröffnung der Tiefgarage noch einige Tage dauern, bis alle Stellplätze entsprechend des Konzepts beschildert sind.
Kontrollen
Um das neue Parkraumkonzept durchzusetzen, hat die Stadtverwaltung bereits im Januar verstärkte Kontrollen angekündigt. Für den Anfang möchte man Verkehrsteilnehmern aber die Möglichkeit geben, sich einzugewöhnen: In den ersten zwei Wochen nach Einführung der neuen Regeln arbeitet das Ordnungsamt Rieger zufolge daher erst einmal mit Verwarnungsschreiben statt gleich mit Strafzetteln.
