Sanierung in vollem Gange: So sieht es auf der Groß-Baustelle im und ums Rathaus aus

Die Treppen im Rathaus sind verhüllt und so vor Beschädigungen durch die Arbeiten geschützt.
Helen MoserKomplett entrümpelt, ohne Zwischenwände und an vielen Stellen auch ohne den bisherigen Bodenbelag – das St. Georgener Rathaus ist von innen kaum wiederzuerkennen. Kein Wunder, immerhin steht eine grundlegende Veränderung an – und die ist schon in vollem Gange. Bislang konzentrieren sich die Arbeiten noch darauf, den Altbestand zu entfernen. Später soll dieser dann durch viel Neues ersetzt werden.
Doch längst nicht alles muss dauerhaft aus dem Rathaus weichen: Teile der Einrichtung, die im sanierten Gebäude wieder installiert werden sollen, wurden demontiert – darunter etwa der große Leuchter im Sitzungssaal, unter dem normalerweise der Gemeinderat tagt. Dieser wurde bereits eingelagert, berichtet Tabea Epting vom Stadtmarketing. Nach der Sanierung kann er wieder an seinen angestammten Platz zurückkehren.
Allerdings kann nicht alles, was die Sanierung überdauern soll, einfach so aus dem Rathaus entfernt werden. Das gilt etwa für die Treppen im Rathaus. Diese wurden mithilfe von Holz und Folie vor Beschädigungen geschützt. Auch der Boden im Erdgeschoss soll nach der Sanierung erhalten bleiben. Die Steinplatten, die derzeit noch recht uneben sind, werden abgeschliffen, um zur Barrierefreiheit des neuen Rathauses beizutragen.
Je weiter die Entrümplungs- und Abrissarbeiten im Inneren des Rathauses voranschreiten, desto deutlicher tritt zutage, in welch schlechtem Zustand das Gebäude aktuell ist – und in den Jahren vor dem Beginn der Sanierung bereits war. „Die Sanierung war eindeutig dringend notwendig“, bekräftigt Bürgermeister Michael Rieger.
Betonfassade wird bald entfernt
Zurückgebaut wird im Gebäudeinneren auch die komplette Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallation. Zudem sind in den kommenden Wochen und Monaten Betonsägearbeiten zur Entnahme von Wänden sowie die Rohbauarbeiten geplant, erklärt Peter Ortlieb vom Büro Sutter3, der die Bauleitung innehat.
Parallel rückt die Gebäudehülle in den Fokus. Die Fassade ist mittlerweile beinahe komplett eingerüstet. In den kommenden Wochen stehen nun zunächst Abrissarbeiten im Bereich des Flachdachs an, bevor noch vor Wintereinbruch die Betonfassade des Rathauses weichen soll.
Holz kommt aus dem Stadtwald
Einige Zeit wird die Außenhülle des Gebäudes – von der Absturzsicherung einmal abgesehen – zu einem guten Teil aus Folie bestehen, sodass die Arbeiten im Inneren trotz fehlender Betonfassade weitergehen können. Im Winter soll dann das für die neue Fassade notwendige Holz im Stadtwald geschlagen werden, erklärt Alexander Tröndle, Leiter des städtischen Bauamts. Voraussichtlich im Februar stehe die Montage der neuen Fassadenelemente an.
Auch in der Tiefgarage unter dem Rathaus sowie im Bereich rund um das Gebäude waren und sind die Bauarbeiter fleißig: Im Außenbereich gehe es zunächst darum, den Bodenaufbau zurückzubauen, ist aus dem (Ausweich-)Rathaus zu erfahren. Zudem wurde die Tiefgarage nach Angaben von Epting entrümpelt, „und es wurden einige weitere Untersuchungen durchgeführt“.
Werkplanung läuft „mit Hochdruck“
Und letztlich laufen neben den Arbeiten auf der Baustelle auch die Planungen im Hintergrund weiter, wie Epting auf Anfrage informiert: „Mit Hochdruck“ werde an der Werkplanung gearbeitet. „Die Planung der Fassade ist bereits weitgehend abgeschlossen. Derzeit werden die Holzbauarbeiten, die Betonsanierung und die Fassadenphotovoltaik ausgeschrieben.“ In jüngster Sitzung hatte der Gemeinderat die Rohbauarbeiten vergeben.
