Nordische Kombination: Nathalie Armbruster vor einem Krimi-Wochenende

Hauchdünn als Zweite hinter Ida Marie Hagen ging Nathalie Armbruster am Mittwoch beim stimmungsvollen Night Race von Oberstdorf über die Ziellinie.
FIS/NocoGirls/actionpress- Armbruster kämpft in Chaux-Neuve um den Sieg im Sommer-Grand-Prix der Kombiniererinnen.
- In Oberstdorf wurde sie hauchdünn Zweite hinter Ida Marie Hagen und sprang 127 Meter.
- Trotz schwacher Trainingssprünge gelang ihr ein Top-Wettkampf – Bundestrainer lobte sie.
- Finale in Chaux-Neuve: Ema Volavsek 250 Punkte, Katharina Gruber 230, Armbruster 212.
- Zwei Wettkämpfe stehen an: Samstag Gundersen, Sonntag Individual Compact Race.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es war wie eine Befreiung am Mittwochabend in Oberstdorf. Nachdem es weder in Oberstdorf noch zu Beginn in Bischofshofen auf den Großschanzen gut gelaufen war für Nathalie Armbruster, setzte sie, als es darauf ankam, einen Monstersatz auf die Matten.
„Also so ein cooler Sprung, da habe ich erst mal einen Befreiungsschrei von mir gegeben im Auslauf“, war die 20-Jährige aus Freudenstadt nach dem Wettkampf immer noch voller Adrenalin. 127 Meter – beste Weite im ganzen Feld, nur die Österreicherin Katharina Gruber lag (mit weniger Anlauf) vor ihr.
Nathalie Armbruster enthusiastisch
„Wow, also ich glaube, das hätte jetzt heute nicht besser laufen können“, zog sie ihr Fazit ihres Lieblings-Sommer-Rennens vor „dieser coolen Kulisse“, die sie im Zweikampf mit Ida Marie Hagen um den Sieg nach vorn schrie.
1,2 Sekunden fehlten am Ende. Nathalie Armbruster war es egal. „Das war einfach ein rundum gelungener Tag, und ich bin hochzufrieden.“
Dabei hatte der Tag gar nicht so gut angefangen angesichts der Trainingssprünge. „Wir haben am Morgen noch mal verzweifelt versucht, irgendwie in den Imitationen was zu bewirken“, berichtete sie nach dem Wettkampf über Hektik vor dem Start. Aber: „Anscheinend haben wir das tatsächlich geschafft.“
Florian Aichinger begeistert
Auch Frauen-Bundestrainer Florian Aichinger war angesichts der Probleme im Vorfeld begeistert und sprach davon, dass das „wirklich wie Phönix aus der Asche von der Natalie“ gewesen sei, wie er „echt stolz“ berichtete.
Und nun folgt das große Finale in Chaux-Neuve. Ida Marie Hagen und die Norwegerinnen lassen das Finale aus, sodass hinter der Führenden nur noch drei für den Sieg infrage kommen: Ema Volavsek (Slowenien) mit 250 Punkten, Katharina Gruber (Österreich/230) und eben Nathalie Armbruster (212).
Zwei Wettkämpfe stehen auf dem Programm. Am Samstag geht es im Gundersen-Format ab 11.45 Uhr auf der Schanze, ab 14.30 Uhr mit den Skirollern rund. Am Sonntag ersetzt ein Individual Compact Race (11.15/14.00) den eigentlich geplanten Mixed-Wettbewerb, der angesichts der fehlenden Starterinnen sportlich sinnlos gewesen wäre.
Wie Phönix aus der Asche
Im provisorischen Wettkampfsprung (PCR) am Freitag lief es nicht so ganz rund: 102 Meter reichten nur zu Platz 6. Aber: Oberstdorf hat gelehrt, dass Training und Wettkampf zwei paar Stiefel sind. Und am Ende könnte Nathalie Armbruster tatsächlich ihren Titel aus dem vergangenen Jahr wiederholen. Wie Phönix aus der Asche.
Bei den Männern steht auch Manuel Faißt vom SV Baiersbronn wieder im Aufgebot. Er sprang mit 103 Metern im PCR auf Platz 13. Auch da ist noch Luft nach oben für die Wettkämpfe am Samstag (12.30/15.00) und Sonntag (12.00/14.30).

