Nordische Kombination: Nathalie Armbruster haut einen raus

Nathalie Armbruster strahlt nach der Landung: Mit dem weitesten Satz der gesamten Frauen-Konkurrenz landete sie hinter Katharina Gruber auf der Schanze auf Platz 2.
FIS/NocoGirls/actionpress- Oberstdorf: Nathalie Armbruster sprang 127,0 m und war weiteste der Frauen.
- Wegen weniger Anlauf lag Katharina Gruber nach 125,5 m punktetechnisch vorn.
- Format Individual Impact: Armbruster startete sechs Sekunden hinter Platz 1.
- Auf Skirollern bildeten Armbruster und Ida Marie Hagen ein Führungsduo bis zum Sprint.
- Hagen gewann mit 1,2 Sekunden Vorsprung, Armbruster wurde Zweite und strahlte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was für ein Wettkampf in Oberndorf für die 20-jährige Nathalie Armbruster aus Freudenstadt! Während es in den beiden Trainingssprüngen am Vortag und auch im provisorischen Wettkampfsprung auf mittelprächtige 106,0 bis 109,5 Meter gegangen war, haute sie einen Supersprung raus, als es im Wettkampf um alles ging.
„Das wird megacool werden“, hatte die schnelle Frau des SV/SZ Kniebis vor Oberstdorf angekündigt – und dann sorgte sie selbst dafür, dass die „grandiose Stimmung“ auf den Rängen explodierte. Sie landete bei 127,0 Metern und sprang damit weiter als alle Konkurrentinnen.
Nur sechs Sekunden hinter der Spitze
Weil die Österreicherin Katharina Gruber zwei Luken weniger Anlauf bei ihrem Sprung auf 125,5 Meter hatte, lag sie punktetechnisch klar vorn. Da in Oberstdorf aber das Lieblingsformat von Nathalie Armbruster zur Anwendung kommt, das Individual Impact mit festen Zeitabständen, lag sie nach dem Springen nur sechs Sekunden hinter Platz 1.
Dahinter lauerten aber mit 22 Sekunden Abstand zu Platz 1 Ida Marie Hagen (Norwegen), Alexa Brabec (USA/+0,26) und Bischofshofen-Sonntag-Siegerin Ema Volavsek (Slowenien/+0:30). Auf den Skirollern durfte es also dramatisch werden.
Dramatisches Rennen
Und das wurde es auch. Schon nach 1,4 Kilometern hatten Nathalie Armbruster und Ida Marie Hagen die führende Katharina Gruber gestellt, die konnte in der Folge das Tempo aber nicht mitgehen und fiel nach und nach zurück.
Nach 2,7 Kilometern lagen Armbruster und Hagen dicht beieinander vorn, und so sollte es bis zum dramatischen Zielsprint bleiben. Von hinten eilte Ema Volavsek heran, die Aufholjagd hatte aber Körner verbraucht, sodass sie auf dem letzten Kilometer noch fast 30 (!) Sekunden auf das Führungsduo verlor.
1,2 Sekunden entscheiden
Am Ende rettete Ida Marie Hagen 1,2 Sekunden auf Nathalie Armbruster und holte so den Sieg. Doch auch die Freudenstädterin strahlte, denn nach diesem Rennen war klar: Sie ist zurück an der Spitze der Nordischen Kombination.


