Nordische Kombination: Nathalie Armbruster von null auf 100

So sah es im letzten Jahr auf der zweiten Station in Oberstdorf aus: Nathalie Armbruster triumphierte im Compact-Regenrennen knapp vor Ema Volavsek und hatte vor allem viel Spaß.
IMAGO/Dominik Berchtold- Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombination bleibt kompakt: drei Stationen in acht Tagen.
- Premiere in Bischofshofen: Samstag Gundersen, Sonntag Individual Compact Race für Frauen und Männer.
- Nathalie Armbruster ist leicht angeschlagen, startet aber und mag das Compact-Format.
- Frauen-Team reist klein an, Männer mit kompletter A-Mannschaft; Entscheidung fürs Finale später.
- Highlight folgt in Oberstdorf mit Night Race – Armbruster schwärmt von Atmosphäre und Publikum.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nathalie Armbruster aus Freudenstadt ist zwar immer noch frustriert über die „völlig absurde, absolut nicht nachvollziehbare Entscheidung“ des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Nordische Kombination ab 2030 aus dem olympischen Programm zu werfen. Doch sie hat, so gut es geht, versucht, den Frust an einem ihrer „Herzensorte“ an der Ostsee aus den Kleidern zu schütteln.
Und jetzt geht es gleich in die Vollen – und wie! Der Sommer Grand Prix war schon im letzten Jahr kompakt auf drei Stationen in eineinhalb Wochen konzentriert. Und weil dieses Konzept so erfolgreich war, mit dem Stimmungs-Höhepunkt gleich zum Auftakt in Oberstdorf, wird das Format auch 2026 beibehalten.
Heftige Premiere
Los geht es aber nicht mit dem Nacht-Event in Oberstdorf, das folgt erst am Mittwoch kommender Woche (18.00 Uhr Springen/20.15 Uhr Skiroller). Stattdessen kommt es zu einer Premiere: Zum ersten Mal sind die Kombiniererinnen und Kombinierer in Bischofshofen zu Gast. Am Samstag (14.45/17.00 Frauen; 13.30/16.15 Männer) steht ein Gundersen-Wettbewerb auf dem Programm, am Sonntag (11.45/14.25 Frauen; 12.30/15.00 Männer) ein Individual Compact Race, die Spezialität von Nathalie Armbruster.
Die ist zwar noch ein wenig angeschlagen („So schön die Klimaanlagen auch immer in dem Moment sind, wenn man dann nicht schwitzen muss, so schlecht sind sie leider auch immer für die Atemwege“), doch ansonsten ist es für sie „immer aufregend, nach so einer längeren Phase sich wieder messen zu können und auch zu sehen, wo man steht“.
Ein ziemlicher Brocken wartet
Zumal mit Bischofshofen gleich ein ziemlicher Brocken wartet. „Natürlich steht mit Bischofshofen gleich eine der größten Großschanzen der Welt auf dem Programm“, erklärt Frauen-Bundestrainer Florian Aichinger, „das ist natürlich schon eine Riesenherausforderung, so früh in der Saison so eine Riesen-Schanze zu springen“.
Er wird mit einem kleinen Team anreisen, denn nicht nur Nathalie Armbruster haben die Klimaanlagen auf die Lunge geschlagen, auch die anderen Weltcup-Starterinnen hatten mit Infekten und anderen Problem(ch)en zu kämpfen. Aber trotz des kleinen Teams „sind wir dank Nathalie ja sehr stark aufgestellt“, betont Aichinger.
Die freut sich tierisch auf die ersten Einsätze der mit Siebenmeilenstiefeln näherrückenden neuen Saison. Auch wenn sie weiß: „Klar sind die Sommerwettkämpfe nicht so wirklich aussagekräftig über die tatsächliche Form im Winter dann, aber ich finde es trotzdem einfach schön, dass man mal wieder zusammenkommt, sich sieht, einfach auch mal wieder Wettkämpfe hat.“
Männer mit voller Kapelle
Mit voller Kapelle reist dagegen Männer-Bundestrainer Eric Frenzel an. „Wir werden Oberstdorf und Bischofshofen auf jeden Fall mit der kompletten A-Mannschaft bestreiten. Wie wir dann weiterfahren Richtung Finale in Chaux-Neuve, werden wir erst nach Oberstdorf genau entscheiden“, sagt Frenzel.
Manuel Faißt mischt wieder mit
Mit an Bord ist auch der im letzten Jahr kurz vor Saisonbeginn schwer verletzte Manuel Faißt. Der Baiersbronner hatte ein kleines Comeback am Ende der letzten Saison, war aber noch nicht wirklich konkurrenzfähig. Da wird es spannend sein zu sehen, wie er aus dem Grundlagentraining herausgekommen ist.
„Wir sind aktuell meines Erachtens in einer sehr ordentlichen Verfassung“, betont Frenzel, der den Ergebnissen aber nicht so große Bedeutung beimessen will: „Es ist einfach bis zum Winter immer noch ein gutes Stück zu arbeiten.“
Vorfreude auf Oberstdorf
Aber die coole Atmosphäre vor allem beim Night Race vor großer Kulisse in Oberstdorf lockt. Darauf freut sich auch Nathalie Armbruster ganz besonders: „Ein ganz besonderes Flair, eine tolle Atmosphäre. Es ist wirklich unvergleichlich dort, das Publikum, die Stimmung ist wirklich grandios.“
Und gegen eine Wiederholung des letztjährigen Triumphes hätte die schnelle Frau vom Kniebis gewiss auch nichts auszusetzen.


