Nordische Kombination: Nathalie Armbruster – es läuft noch nicht rund

Im Sonnenschein von Bischofshofen freut sich Nathalie Armbruster über den ersten Wettkampf der kurzen Sommerserie – auch wenn noch viel Arbeit bleibt bis zum Winter.
FIS/NocoGirls/actionpress- Sommer-Grand-Prix in Bischofshofen: Nathalie Armbruster kämpft auf der Riesenschanze.
- Sie sprang 114,0 Meter und startete mit 2:23 Minuten Rückstand in den Lauf.
- Im Lauf hielt sie mit der Spitze mit und verbesserte sich von Platz 11 auf 7.
- Favoritin Ida Marie Hagen gewann deutlich vor Alexa Brabec und Katharina Gruber.
- Armbruster hofft auf ihr Lieblingsformat Individual Compact am Sonntag.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Verrückt! So schnell geht’s, und zack, steht schon wieder der Sommer-Grand-Prix vor der Tür“, staunte Nathalie Armbruster aus Freudenstadt vor dem Auftakt der dreiteiligen Sommer-Grand-Prix-Serie in Bischofshofen.
Direkt aus der Entspannung an der Ostsee hieß es, Spannung aufzubauen für einen Wettkampf, bei dem die Konkurrenz gleich mal zeigte, dass sie im Vergleich zum vergangenen Winter nichts verlernt hat.
Alexa Brabec springt allen davon
Da wäre zum einen die Amerikanerin Alexa Brabec. Sowohl im Training als auch im provisorischen Wettkampfsprung (PCR) am Freitag und beim Gundersen-Wettkampf am Samstag haute sie einen Supersprung nach dem anderen heraus und ging mit einem Satz auf 131,5 Meter als Erste auf die Skirollerstrecke.
Oder Dauer-Konkurrentin Ida Marie Hagen aus Norwegen. Immer vorn mit dabei, landete sie beim Springen mit 125,0 Metern auf Platz 2 – auch weil sich Top-Springerin und Landsmännin Ingrid Laate verpokerte, freiwillig vier Luken runterging, aber den Hill-Size (134,5 Meter) nicht schaffte. Sie trat als Dritte (126,5 Meter) zum Lauf nicht an.
Auch Katharina Gruber aus Österreich ließ es krachen. Dazu gesellten sich Marte Leinan Lund (Norwegen), Annalena Slamik, Lisa Hirner (beide Österreich) und Nathalie Armbrusters Freundin Ema Volavsek (Slowenien). Es kann lustig werden im Winter – und spannend. Das IOC mit seinen Scheinargumenten gegen die Kombination kann sich das ja mal anschauen.
Steigerung auf der Schanze
Und Nathalie Armbruster? Die hatte schon im Training und PCR Probleme mit der (noch) unbekannten Schanze, steigerte sich aber am Samstag auf 114,0 Meter. Das bedeutete allerdings einen Rückstand von 2:23 Minuten auf die Spitze und 1:58 auf Platz 3 – viel zu viel für die Fünf-Kilometer-Rollerstrecke.
„Ich lass das jetzt wirklich voll auf mich zukommen“, hatte sie nach der Rückkehr von der Ostsee, wo sie „noch mal die Batterien aufgefüllt und einfach noch mal Kraft getankt“ hatte, als Motto ausgegeben. „. Ob es dann für die sportliche Leistung gut war, das werden wir dann jetzt sehen.“
Auf der Rollerstrecke lag sie mit der Spitze relativ gleichauf. Die Auswirkungen ihres Klimaanlagen-Infekts, der sie im Training vor Bischofshofen „ein bisschen ausgebremst hat“, waren nicht so groß. Schwieriger war es, mit der Schanze klarzukommen.
Am Sonntag folgt das Lieblingsformat
Doch die Steigerungen zum Training lassen für ihr Lieblingsformat Individual Compact am Sonntag (11.45 Uhr Sprung/15.25 Uhr Lauf) hoffen.
Ihr Wunsch, dem IOC „noch mehr denn je mal wieder zu zeigen, was die nordische Kombination für eine einzigartige Sportart ist“ – der ging in dem spannenden Rennen am Samstag schon mal in Erfüllung. Am Ende lag Favoritin Ida Marie Hagen sagenhafte 54,2 Sekunden vor Sprungsiegerin Alexa Brabec und 59,9 Sekunden vor der Österreicherin Katharina Gruber.
Nathalie Armbruster arbeitete sich von Platz 11 auf Platz 7 vor und hatte 2:28,4 Minuten Rückstand. Nach dem Springen waren es 2:23 Minuten gewesen. Also: Die Batterien sind voll, auf der Schanze ist noch Luft nach oben. Aber die Saison hat gerade erst begonnen.
Manuel Faißt
Auch bei den Männern lief es auf der Schanze durchwachsen. Beim Doppelsieg der norwegischen Oftebro-Brüder (Jens Luraas vor Einar Luraas) landete Julian Schmid auf Platz 5. Manuel Faißt hielt sich als Gesamt-Zwölfter auf der Rollerstrecke wacker, auf der Schanze lief bei ihm bei 21,5 Metern Rückstand jedoch auch nicht viel zusammen.


