Nordische Kombination: Nathalie Armbruster kratzt an der Medaille

Nathalie Armbruster im Anflug: Läuferisch kann der Winter kommen. Auf der Schanze wartet noch Arbeit auf die Freudenstädterin.
FIS/NocoGirls/actionpress- Armbruster steigert sich beim Sommer-Grand-Prix in Bischofshofen und verpasst das Podest knapp.
- Im Springen sieht sie „Steigerungspotenzial“, hatte vor Ort erst drei Großschanzensprünge.
- Laufstark trotz Urlaub und Erkältung – am Sonntag fehlten rund zehn Sekunden zu Platz 3.
- Ema Volavsek gewinnt im Fotofinish vor Ida Marie Hagen; Gruber siegt im Springen.
- Manuel Faißt wird 12 und 10, Norweger Oftebro-Brüder dominieren – Oberstdorf folgt am Mittwoch.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Das war ein solider Auftakt.“ So fasste Nathalie Armbruster aus Freudenstadt ihren ersten Auftritt beim Sommer-Grand-Prix in Bischofshofen nach Tag 1 zusammen. Und an Tag 2 machte sie gleich den nächsten Schritt.
Fehlten am ersten Tag doch ein paar Meter auf der Schanze, so steigerte sich die deutsche Vorzeige-Kombiniererin mit jedem Sprung. An Tag 2 sah das Ganze schon besser aus. UNd auf Platz 7 folgte der Angriff nach vorn, der auf Platz 4 knapp hinter dem Podest endete.
Im Springen noch „Steigerungspotenzial“
„Klar, im Springen, da habe ich sicherlich noch Steigerungspotenzial“, gab die Freudenstädterin zu, „aber ich habe dieses Jahr auch noch überhaupt nicht viele Großschanzensprünge gemacht. Ich bin mit drei Großschanzensprüngen hier nach Bischofshofen angereist“, gab sie zu Protokoll.
Mit jedem Sprung wurde sie sicherer, mit 125,0 Metern im entscheidenden Wettkampfsprung hatte sie den Abstand zu Platz 1 (Katharina Gruber/134,0) auf neun Meter verkürzt. Im Individual-Compact-Format bedeutete Platz 10 38 Sekunden Rückstand.
Und läuferisch ist die Athletin des SV/SZ Kniebis ohnehin schon wieder spitze. „Also damit hätte ich eigentlich nicht gerechnet, dass ich trotz Urlaub und kleiner Erkältung vorher dann doch so eine gute Laufzeit da hinzaubere“, schaute sie ungläubig auf ihre Laufzeiten.
Am Sonntag schwächelte die starke Springerin Alexa Brabec (USA) und wurde von Nathalie Armbruster überrollt, zu Sprungsiegerin Katharina Gruber (Österreich) waren es am Ende noch rund zehn Sekunden. Wäre das Rennen sechs statt fünf Kilometer lang gewesen, wäre es Platz 3 für Nathalie Armbruster geworden.
Überraschung am Sonntag
Ganz vorn duellierten sich Samstag-Siegerin Ida Marie Hagen (Norwegen) und Ema Volavsek – und der Slowenin glückte die Überraschung. Im Fotofinish siegte sie 0,3 Sekunden vor der letztjährigen Dominatorin aus Norwegen. Die Saison kann spannend werden.
„Jetzt schaue ich, was der Sommer Grand Prix noch so bringt, und versuche einfach, beim Springen Step für Step weiterzukommen und auch wieder in den Wettkampfmodus zurückzufinden“, blickt Nathalie Armbruster voller Vorfreude auf das kommende Night-Race am Mittwoch in Oberstdorf.
Manuel Faißt gut drauf
Auch der Baiersbronner Manuel Faißt zeigte sich „ganz zufrieden nach der längeren Pause seit Januar“. Zwar fehlt auch ihm im Moment die Routine auf der Schanze, doch „ich habe im Wettkampf die Sprünge zeigen können, wie ich es mir vorgestellt habe, und konnte meine Technik abrufen. Das ist es, was aktuell eben drin ist“, fasste er seine beiden Auftritte mit den Plätzen 12 und 10 zusammen.
Die beiden Norweger Jens Luraas Oftebro und Einar Luraas Oftebro waren in dieser Reihenfolge an beiden Tagen zu stark für das Rest-Feld. Und für die Deutschen, für die es zweimal Platz 5 gab, am Samstag für Julian Schmid und am Sonntag für Vinzenz Geiger. „Auf der Schanze sind wir noch nicht ganz auf Topniveau“, gab Bundestrainer Eric Frenzel zu.
Vorfreude auf Oberstdorf
Doch in Oberstdorf werden die Karten auf einer Schanze neu gemischt, die nicht nur die deutschen Männer sehr gut kennen. Nathalie Armbruster jedenfalls freut sich auf das „coole Event, wenn wieder viele, viele Fans von daheim vor Ort sein werden und uns unterstützen“.


