Nordische Kombination: Nathalie Armbruster lässt den Tiger aus dem Tank

Hatte Grund zum Strahlen: Nathalie Armbruster zeigte in Chaux-Neuve noch mal überragende Leistungen.
FIS/NocoGirls/actionpress- Nathalie Armbruster holte in Chaux-Neuve zweimal Platz 2 im Sommer-Grand-Prix.
- Im „Individual Compact“ sprang sie auf Platz 4 und jagte auf Skirollern nach vorn.
- Eine Anlaufluke weniger kostete Zeit: Vorsichtsmaßnahme wegen Verletzung im Vorjahr.
- Wind drehte beim Sprung, dennoch guter Versuch – Gruber verteidigte den Vorsprung.
- Mit Ema Volavsek arbeitete sie zusammen und feierte deren Sieg sowie den eigenen Podestplatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In ihrer Lieblingsdisziplin „Individual Compact“ durfte Nathalie Armbruster aus Freudenstadt am Ende der kurzen Sommer-Grand-Prix-Serie zeigen, was in ihr steckt.
Zum gelungenen Abschluss der Sommer-Grand-Prix-Serie zeigte die 20-Jährige im französischen Chaux-Neuve wieder einen sehr guten Sprung, der sie auf Platz 4 mit 17 Sekunden Rückstand auf Über-Springerin Katharina Gruber (Österreich) führte.
Gemeinsam mit der zweitplatzierten Ema Volavsek machte sich Armbruster wie am Vortag an die Verfolgung. Die Slowenin schnappte sich die Österreicherin schnell, Nathalie Armbruster ließ es langsamer angehen, kam zwar auf der zweiten Runde auch an der Österreicherin vorbei, doch Volavsek war zu weit enteilt. Zweimal Platz 2 hieß damit die Wochenend-Bilanz.
Unnachahmlicher Lauf
Auch tags zuvor wäre der Sieg drin gewesen, aber aufgrund einer Vorsichtsmaßnahme auf der Schanze war der Rückstand nach dem Springen auf Gruber zu groß gewesen. In unnachahmlicher Manier holte sich die Freundenstädterin im Zielsprint mit Ema Volavsek Platz 2 und war hochzufrieden.
„Ich bin sehr, sehr happy, sehr zufrieden“, sagte sie nach dem Lauf, bei dem sie die mit über einer Minute Vorsprung gestartete Gruber jagte – und nur 17 Sekunden nach ihr über die Ziellinie huschte. „Die Katharina Gruber war halt leider das kleine Stück zu weit vorn“, nagte der unglückliche Verlauf des Tages doch ein wenig an ihr.
Denn auf der Schanze, auf der die Freudenstädterin immer besser zurechtkommt, wäre eigentlich mehr drin gewesen, doch die Trainer gingen freiwillig eine Anlaufluke runter. „Wir hatten das auch vorher schon so besprochen“, erklärte Nathalie Armbrsuert, „denn letztes Jahr hat sich hier Maria (Gerboth) das Kreuzband gerissen, und von dem her wollten wir nichts riskieren.“
Ein Plan geht schief
An sich ein guter Plan. Doch just, als die 20-Jährige drankam, drehte der Wind. „Sie hat echt schwierige Bedingungen gehabt“, war Bundestrainer Florian Aichinger ein wenig zerknirscht, „sie hat aber trotzdem einen sehr guten Sprung gemacht.“
„Natürlich haben wir nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet da der Wind so dreht“, trauerte auch Nathalie Armbruster der Siegchance hinterher, doch anschließend in der Loipe gab sie alles.
„Im Rennen haben dann Ema und ich uns nach ein paar hundert Metern zusammengetan und wirklich alles versucht, noch nach vorn zu kommen, aber die Kathi hat da vorn auch ein sehr gutes Rennen gemacht“, zog die 20-Jährige Bilanz.
Kathi Gruber gibt Vollgas
„Die Gruber Kathi hat dann in der ersten Runde Vollgas gegeben und wenig Chancen zugelassen, dass die Nathalie da noch mal rankommen kann. Aber es war zum Schluss wirklich noch enger als erwartet“, fasste Aichinger die spannenden fünf Kilometer auf Skirollern zusammen.
Nathalie Armbruster freute sich indes auf den Wettkampf am Sonntag. Zurecht, wie das Ergebnis zeigt. Den Sieg ihrer Freundin Ema Volavsek und ihren zweiten Platz bejubelten die beiden ausgiebig.


