„Art in Town“ in Schwenningen: Ein Abend voller Klänge und Kreativität

Die Lichtprojektionen wie auf das Schwenninger Heimatmuseum fanden bei den Besuchern von Art in Town großen Anklang.
Jochen Schwillo- „Art in Town“ beendete den Kultursommer in Schwenningen trotz kühler Temperaturen.
- Kinderprogramm in der Stadtbibliothek: Vorlesen, Basteln, Schminken und Kostümwettbewerb.
- Lichtkunst als Höhepunkt: Laurenz Theinert spielte mit „Visual Piano“ live auf Fassaden.
- Fanfarenzug, Puppentheater und Livemusik sorgten auf dem Muslenplatz und im Rössle für Betrieb.
- Kneipennacht mit Weinfest und Schlagerparty ergänzte das Programm – gute Resonanz in der Innenstadt.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Art in Town – Danke Schwenningen“ hieß es zum Abschluss des neuen Kulturformats, das im Sommer als Ersatz für die Kulturnacht ins Leben gerufen worden war. Der ganz große Besucheransturm blieb angesichts der herbstlich-kühlen Temperaturen zwar aus, dennoch lockten zahlreiche Angebote Interessierte in die Innenstadt.
Bereits am Vormittag öffneten die Stadtführer das Café im Heimatmuseum. Auf besonderes Interesse stieß dabei die Ausstellung von Jörg Schlenker. Der Künstler war kurzfristig angefragt worden und präsentierte eine Auswahl seiner Karikaturen und Grafiken, die von den Besuchern aufmerksam betrachtet wurden.
Reger Betrieb herrschte am Nachmittag in der Stadtbibliothek am Muslenplatz. Nach Schätzungen der Organisatoren nutzten rund 50 bis 60 Kinder und Eltern das vielseitige Programm. Bibliotheksmitarbeiterin Corinne Bräuer zeigte sich von der Resonanz begeistert: „Wir sind sehr überrascht über den großen Ansturm.“
Bei Vorleserunden tauchten die jungen Gäste in die Welt von „Pettersson und Findus“ sowie der Kinderbuchreihe „Mortina“ ein. Anschließend wurde gebastelt, gemalt und ausgeschnitten. Passend zu Halloween gestalteten die Kinder Hexenhäuser und andere fantasievolle Motive. Viele kamen bereits verkleidet zur Veranstaltung oder ließen sich vor Ort schminken. Aus Fotos der kleinen Besucher entstand später ein Kostümwettbewerb, bei dem die Kinder selbst ihre Favoriten bestimmen durften. Die Gewinner freuten sich über kleine Preise.
„Wir möchten zeigen, dass es hier eine Bibliothek gibt und wir schöne Sachen für Kinder machen“, erklärte Bräuer. Vor allem die Altersgruppe zwischen sieben und elf Jahren nahm das Angebot begeistert an. Für gespannte Blicke sorgte auch das Rollmopstheater in den Räumen der Kreativwerkstatt SBH. Mit seinem gruseligen Puppentheater zog Olf Jungmann die jungen Zuschauer schnell in den Bann.

Groß war das Interesse am Gruseltheater mit Olaf Jungmann.
Jochen SchwilloMit Einbruch der Dunkelheit verlagerte sich das Geschehen zunehmend nach draußen. Der Fanfarenzug der Narrenzunft Schwenningen unter der Leitung von Justin Concialdi trat gleich zweimal auf dem Muslenplatz auf. Beim ersten Auftritt blieben zahlreiche Passanten stehen und lauschten den Klängen der Musiker, die in ihren traditionellen Landsknechtsuniformen ein eindrucksvolles Bild abgaben.

Der Fanfarenzug der Narrenzunft Schwenningen sorgte auf dem Muslenplatz für Stimmung.
Jochen SchwilloZum spektakulären Blickfang des Abends wurden schließlich die historischen Fachwerkfassaden des Heimatmuseums und des evangelischen Pfarrhauses. Der Stuttgarter Lichtkünstler Laurenz Theinert und Musiker Stefan Merkl verwandelten die Gebäude mit einer audiovisuellen Live-Performance in eine riesige Projektionsfläche.
Das Besondere: Theinert arbeitet mit seinem selbst entwickelten „Visual Piano“. „Das gibt es nur einmal auf der Welt“, erklärte der Künstler. Anders als bei klassischen Lichtshows entstehen die Projektionen dabei live und ohne vorproduzierte Sequenzen. „Ich habe keine Clips. Ich spiele die Bilder wirklich live. Wie auf einem Klavier drücke ich Tasten und kann gleichzeitig auf die Musik eingehen.“
Projektionen wandern über Fassaden
Jeder Tastendruck erzeugt Linien, Muster und Lichtformen, die sich in Farbe, Größe und räumlicher Wirkung verändern lassen. Synchron zu den elektronischen Klanglandschaften von Stefan Merkl wanderten die Projektionen über die historischen Fassaden. „Dann kann ich das ganz spontan zu der Musik spielen“, erläuterte Theinert. Zwar seien die Bedingungen durch die Beleuchtung auf dem Muslenplatz nicht ideal gewesen, räumte der Künstler ein. Dennoch blieben viele Besucher stehen und verfolgten fasziniert das Farbenspiel. „Die Leute denken oft, das seien Laser. Aber das sind keine“, sagte Theinert.

Jörg Schlenker (Zweiter von links) führte gerne durch seine kleine Ausstellung im Heimatmuseum.
Jochen SchwilloAuch im benachbarten Rössle war einiges geboten. Mehrere Bands aus dem Umfeld der Musikhochschule sorgten für Livemusik. An anderer Stelle konnten sich junge Besucher auf ihren Skateboards austoben, während beim Drag-Bingo Madame Tiz mit Witz und Charme die Kugeln rollen ließ.
Gut angenommen wurde zudem die Kneipennacht. In der Zunftstube der Narrenzunft Schwenningen lockte ein Weinfest die Gäste an, während in der Bierakademie bei einer Schlagerparty ausgelassen gefeiert wurde.
So setzte „Art in Town“ trotz herbstlicher Temperaturen noch einmal einen kreativen und vielfältigen Schlusspunkt unter den Kultursommer in Schwenningen.



































