Konzert und Umzug in Schwenningen: Fanfaren feiern kraftvoll ihren Geburtstag

Der Fanfarenzug der Narrenzunft Schwenningen führte den Festumzug am Sonntag durch den Neckarpark an.
Jochen Schwillo- Fanfarenzug Schwenningen feierte 66. Geburtstag mit Vierer-Konzert und Festumzug.
- In der Neckarhalle traten Wehingen, Stadt Aach, Nusplingen 1979 und der Gastgeber auf.
- Oberbürgermeister würdigte Geschichte und Neustart – Auftritt in neuen Uniformen am 1. Januar 1972.
- Zunftmeister verabschiedete Siegfried Kanaske als Abteilungsleiter nach zehn Jahren.
- Kleiner Umzug am Sonntag führte vom Möglinghöhe über den Neckarpark zur Neckarhalle.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Geboten wurden ein kraftvolles Vierer‑Konzert in der Neckarhalle und ein Festumzug, der trotz sommerlicher Hitze die Menschen anlockte. Die Besucher würdigten einen Klangkörper, der seit Jahrzehnten das kulturelle Leben der Stadt prägt und Generationen musikalisch begleitet hat.
Abteilungsleiter Siegfried Kanaske erinnerte daran, wie viel Kameradschaft, Leidenschaft und musikalische Entwicklung den Fanfarenzug seit seiner Gründung im Jahr 1960 auszeichnen. Über Jahrzehnte hinweg hätten Aktive und Ehemalige den Klang des Zuges geprägt und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht.
Kanaske dankte den Ausbildern, den Verantwortlichen hinter den Kulissen sowie den Familien, die das Engagement über viele Jahre tragen. Besonders hob er die enge Zusammenarbeit mit befreundeten Fanfarenzügen hervor – allen voran mit dem Patenverein, dem Fanfarenzug der Glonki‑Gilde Villingen. Diese Partnerschaft habe in schwierigen Zeiten musikalische Stärke und Zusammenhalt bewiesen.
„Erfolgsgeschichte“
Oberbürgermeister Jürgen Roth würdigte die lange Erfolgsgeschichte des Zuges und erinnerte an prägende Momente. Ein solcher sei der 1. Januar 1972 gewesen, als der Fanfarenzug nach dem Zusammenschluss von Villingen und Schwenningen erstmals in den neuen Landsknechtsuniformen auftrat.
Roth sprach auch die herausfordernden Jahre 2024 und 2025 an, die den Verein stark gefordert hätten. Aus dieser Phase sei ein kraftvoller Neustart entstanden, der den Fanfarenzug neu belebt habe. Der Zug sei ein wichtiger Teil der städtischen Identität und ein verlässlicher musikalischer Botschafter Schwenningens.
Bewegende Verabschiedung
Zunftmeister Florian Schütze nutzte den Abend, um Siegfried Kanaske nach zehn Jahren als Abteilungsleiter zu verabschieden. Mit Herzblut, Einsatz und unzähligen Stunden der Organisation habe sich Kanaske um den Fanfarenzug gekümmert und sei überall dort zu finden gewesen, wo es etwas zu planen, zu reparieren oder zu organisieren gab.
Seit 1991 spielt er die Bassfanfare – ein Instrument, dessen tiefe Töne sinnbildlich für das Fundament des Klangkörpers stehen. Für Schütze ist Kanaske genau dieses Fundament: eine verlässliche Basis, die den Boden zum Vibrieren bringt und den Verein trägt. Über 35 Jahre sei er ein unverzichtbarer Teil des Fanfarenzugs gewesen, so der Zunftmeister.
Sichtlich bewegt kündigte Kanaske an, dem Verein noch einige Jahre treu bleiben zu wollen, bevor er sich ganz zurückzieht.

Die musikalischen Leiter gestalteten mit ihren ihren Fanfarenzügen das Vierer-Konzert in der Neckarhalle in Schwenningen (von links): Jan Brugger aus Wehingen, Christine Bader von Stadt Aach, Sandra Klaiber aus Nusplingen und Justin Concialdi vom Gastgeber, dem Fanfarenzug der Narrenzunft Schwenningen.
Jochen SchwilloDas vierte Vierer‑Konzert, gestaltet gemeinsam mit dem Fanfarenzug Nusplingen 1979, dem Fanfarenzug der Narrenzunft Wehingen und dem Fanfarenzug Stadt Aach 1958, wurde zum musikalischen Höhepunkt des Abends. Das Programm bot ein breites Spektrum aus traditionellen Fanfarenstücken, modernen Arrangements und eindrucksvollen gemeinsamen Formationen, die die Halle immer wieder zum Beben brachten.
Umzug am Sonntag
Am Sonntag schloss das Jubiläumswochenende mit einem kleinen, aber stimmungsvollen Umzug von der Möglinghöhe über den Neckarpark zur Neckarhalle.
Zehn Gruppen zogen mit, begleitet von interessierten Zuschauern entlang der Strecke.
In der Halle spielten die Fanfarenzüge nochmals zur Unterhaltung auf und setzten einen lebhaften Schlusspunkt unter ein Fest, das die musikalische Tradition Schwenningens eindrucksvoll gefeiert hat.
