Nordische Kombination, Skicross & Co.: Vom Schwarzwald bis nach Peking – die Wintersportler aus der Region

Nathalie Armbruster erreichte in Schonach beim Weltcup den zweiten Platz.
Silas Stein/dpaWintersport hat in Deutschland eine lange Tradition und erfreut sich unter anderem auch im Schwarzwald großer Beliebtheit. In höher gelegenen Regionen finden sich viele Möglichkeiten, Wintersportarten wie Skifahren, Langlauf, Snowboarden oder die Nordische Kombination auszuüben.
Einige Athleten aus dem Schwarzwald haben nicht nur auf heimischem Boden, sondern auch international beachtliche Erfolge erzielt. Wir stellen die Wintersport-Helden aus dem Schwarzwald vor.
Manuel Faißt

Ein jubelnder Manuel Faißt im Jahr 2023.
Foto: Matthias Schrader/AP/dpaEin herausragendes Beispiel ist Manuel Faißt, in Furtwangen geboren und in Baiersbronn aufgewachsen, wo der Lokalmatador immer noch für den SV Baiersbronn aktiv ist.. Der 32-jährige Nordische Kombinierer hat sich in der Szene bereits einen Namen gemacht. Faißt konnte bei den Deutschen Meisterschaften fünf Mal die Goldmedaille gewinnen und wurde 2009 beim Europäischen Olympischen Jugendfestival in Szczyrk mit zwei Goldmedaillen ausgezeichnet.
Der größte Erfolg des Athleten aus dem Schwarzwald war zweifelsohne die Silbermedaille im Team bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking. Faißt gab sein Weltcup-Debüt bereits im Alter von 16 Jahren im norwegischen Lillehammer und hat sich seitdem als einer der besten Kombinierer etabliert.
Daniela Maier

Daniela Maier, Skicross-Spezialistin aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis.
Foto: Eibner//SantemizEine weitere Erfolgsgeschichte aus der Region ist die von Daniela Maier. Die 28-jährige Skicross-Spezialistin wurde in Villingen-Schwenningen geboren und lebt heute in Furtwangen. Sie geht für den SC Urach an den Start und wohnt in Marquartstein. Wie Faißt nahm auch sie an den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking teil und sicherte sich dort den dritten Platz im Skicross. Ein weiterer Meilenstein in ihrer Karriere war die Silbermedaille bei den Freestyle-Skiing-Juniorenweltmeisterschaften 2015 in Chiesa in Valmalenco. Maier gab ihr Weltcup-Debüt im Alter von 19 Jahren am 5. Dezember 2015 in Montafon (Österreich) und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.
Svenja Würth

Svenja Würth aus Baiersbronnn war auch beim Schwarzwaldpokal in Schonach am Start.
Foto: Eibner/MemmlerEbenfalls aus Furtwangen stammt Svenja Würth, die wie Faißt beim SV Baiersbronn aktiv ist. Die 31-jährige hat sich sowohl im Skispringen als auch in der Nordischen Kombination einen Namen gemacht. Ihr größter Erfolg war die Teilnahme an den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2017 in Lahti (Finnland), bei denen sie mit herausragenden Leistungen überzeugte, denn sie konnte im Mixed Team die Goldmedaille holen. Sie hatte ihr Weltcup-Debüt im Januar 2012 im sächsischen Klingenthal und zählt mittlerweile zu den festen Größen in ihrer Disziplin.
Luca Roth

Luca Roth vom SV Meßstetten.
Foto: Eibner/MemmlerLuca Roth, ein Talent im Skispringen aus dem Zollernalbkreis, wurde 1999 in Albstadt geboren und ist Mitglied des SV Meßstetten. Sein Debüt gab er 2015 in Oberwiesenthal. Im Jahr 2019 erreichte der Meßstetter, der mittlerweile am Chiemsee wohnt, seinen bisherigen Höhepunkt: Bei den Skisprung-Junioren-Weltmeisterschaften in Lahti holte er mit dem Team die Goldmedaille, im Einzel sicherte er sich Silber und im Mixed-Team Bronze.
Nathalie Armbruster

Immer wieder Grund zum Jubeln hat derzeit Nathalie Armbruster.
Foto: Memmler/EibnerNathalie Armbruster ist eine nordische Kombiniererin und Mitglied des SV-SZ Kniebis 1928. Mit erst 19 Jahren hat sie bereits beeindruckende Erfolge erzielt. Ihr Weltcup-Debüt gab sie im März 2022 in Schonach, als sie erst 15 Jahre alt war. Ihr größter Erfolg gelang ihr bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2023 in Planica (Slowenien), wo sie im Gundersen- und Mixed-Team-Wettbewerb jeweils den zweiten Platz erreichte. Zudem sicherte sie sich bei den Deutschen Meisterschaften 2022 in Hinterzarten, 2023 in Klingenthal und 2024 in Oberhof die Goldmedaille. Zuletzt konnte sie bei ihrem Heim-Weltcup in Schonach erneut einen beeindruckenden zweiten Platz erzielen.
Die Erfolge dieser Athleten aus Baden-Württemberg zeigen eindrucksvoll, wie viel Potenzial in der Region steckt und wie talentiert die Wintersportler dort sind. Ihre Leistungen auf internationaler Ebene machen sie nicht nur zu Vorbildern, sondern auch zu Botschaftern des Wintersports in Deutschland.