Nordische Kombination in Seefeld
: Nathalie Armbruster – der Arzt greift ein

Tagelang sah es so aus, als müsse Nathalie Armbruster um das Seefeld-Triple bangen. Sie durfte starten, doch bei einer Teamkollegin zog Mannschaftsarzt Lukas Pecher die Reißleine.
Von
Peter Flaig
Oberndorf
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Auf der Schanze wollte es wieder nicht rund laufen für Nathalie Armbruster.

Barbara Gindl/APA/dpa

Oberhof bleibt Nathalie Armbruster zwar einerseits in guter Erinnerung, weil die Wettkämpfe mit Platz 2 und Platz 3 erfolgreich zu Ende gingen.

Doch in Oberhof holte sich die 20-Jährige einen hartnäckigen Infekt (lesen Sie dazu: Nathalie Armbruster – ist sie in Gefahr?), der die Vorbereitung auf die Rennen in Seefeld (den Endbericht lesen Sie hier: Nathalie Armbruster und der verflixte zweite Sprung) unmöglich gemacht hatten.

So musste sie kurz vor dem legendären Seefeld-Triple bei Mannschaftsarzt Lukas Pecher einen ausgiebigen Fitnesstest absolvieren, ehe dieser den Daumen für einen Start nach oben ragen ließ.

Gehandicapt in Rennen 1

Im ersten Rennen lief die amtierende Gesamtweltcupsiegerin ein wenig auf dem Zahnfleisch („Zum Schluss hin habe ich dann schon gemerkt, dass die Lunge noch nicht ganz so frei ist, wie ich das gern hätte“), doch schon im Rennen 2 am Samstag, als sie aufs Podest lief, hinderte sie die abklingende Erkrankung nicht mehr, eine klasse Leistung in der Loipe abzuliefern.

„Wirklich, wie sie es gemacht hat beim Zielsprint: frech gewesen, cool geblieben, und den Kampf Frau gegen Frau perfekt ausgematcht“, war Co-Trainer Tim Kopp begeistert.

Check vor dem Abschluss

Vor dem abschließenden 7,5-Kilometer-Lauf – normalerweise laufen die Frauen nur fünf – schaute Mannschaftsarzt noch einmal genau hin.

Im Training läuft’s auf der Schanze super

Bei Nathalie Armbruster, die am Morgen zunächst einen Monstersprung auf 105 Meter im Training gezeigt hatte, im Wettkampf dann aber ein wenig verkrampfte und mit 94,0 Metern zufrieden sein musste, war alles in Ordnung.

Ronja Loh darf nicht starten

Aber bei Teamkollegin Ronja Loh zog er die Bremse. Sie durfte beim abschließenden 7,5-km-Lauf nicht an den Start. Pecher: „Wir haben diese Entscheidung aus Vorsichtsmaßnahme getroffen, aufgrund beginnender Anzeichen einer Erkältung und im Hinblick auf die hohe Belastung des 7,5-km-Laufs.“

Großer Rückstand

In diesen ging Nathalie Armbruster mit 1:38 Minuten Rückstand – und haderte mit sich. Da es im Trainingssprung vor dem Wettkampf immer gut gelaufen war, im Wettkampf aber schlecht, hatte sie sich überlegt, auf den Trainingssprung zu verzichten – was sie dann aber nicht tat.

„Ich ärgere mich ein bisschen über mich selber“, sagte sie nach dem Sprung vor dem ZDF-Mikrofon, „es scheint so, als würden mit hier nur die ersten Sprünge am leichtesten fallen.“ Sagte es, zuckte entäuscht mit den Schultern und ging an die Vorbereitung des schweren 7,5-Kilometer-Laufs.

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